Deutschland und Europa oft führend
Berufsfeld Künstliche Intelligenz

"Die Erwartungen an KI (Künstliche Intelligenz) für Innovation und Wettbewerbsfähigkeit in diversen Bereichen von Seite der Forschungseinrichtungen und der Unternehmen sind groß. Es gibt unzählige Ideen, was mit KI alles möglich werden könnte", sagte Prof. Karsten Lemmer bei der Eröffnung des Symposiums "Künstliche Intelligenz - Made in Germany" im Sommer 2019. Das Vorstandsmitglied des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), zuständig für die Energie- und Verkehrsforschung, betonte weiter: "In der Öffentlichkeit ist KI zurzeit noch ein sehr schwammiger Begriff. Oft klingt es nach Science Fiction – irgendwo zwischen Angst und Euphorie, Fluch und Segen für die Menschheit. Wissenschaft muss die Aufklärung unterstützen und erklären, wie und wo KI als Werkzeug in Spezialanwendungen längst Realität ist und was dadurch alles erreicht wird".

Über 30 Vorträge zu aktuellen Entwicklungen

Das DLR hatte Vertreter aus Forschung, Industrie und Politik nach Berlin zu seinem exklusiven KI-Symposium eingeladen. Die anderthalbtägige Veranstaltung - organisiert vom Querschnittsbereich Digitalisierung im DLR - bildete eine Plattform, um in über 30 Vorträgen aktuelle Entwicklungen in den Bereichen Big Data und KI für die Erdbeobachtung, KI in der Robotik, intelligente Mobilität und Industrie 4.0 zu präsentieren und den Austausch zwischen Politik, Wirtschaft und Wissenschaft zu fördern.

Am ersten Tag diskutierten unter anderem Jörg Bienert, Präsident des Bundesverbands KI e.V., MdB Daniela Kolbe, Prof. Richard Bamler vom DLR-Institut für Methodik der Fernerkundung sowie Prof. Peter Buxmann von der TU Darmstadt zum europäischen Weg in eine digitale Zukunft. Der zweite Tag stand im Zeichen thematischer Sessions und dem Austausch zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. Die Teilnehmer präsentierten und diskutierten neueste Forschungsergebnisse und KI-Anwendungen aus den Bereichen Erdbeobachtung, Robotik und intelligenter Mobilität.

"Auch wenn die 'Großmächte' der KI-Forschung in der Öffentlichkeit oftmals im Westen und Fernosten der Weltkarte lokalisiert werden, sind Teildisziplinen und Anwendungen von KI in Deutschland und Europa oft führend", so Thomas Jarzombek, MdB und Koordinator der Bundesregierung für die deutsche Luft- und Raumfahrt bei seinem einführenden Grußwort. Dank seiner langjährigen interdisziplinären Erfahrung in Entwicklung und Anwendung von KI-Methoden in zahlreichen industrie- und gesellschaftsrelevanten Anwendungsfällen leistet das DLR hier einen wichtigen Beitrag im Innovationssystem. Die anlässlich des Symposiums veröffentlichte Broschüre "KI im DLR - Forschung für den Standort Deutschland" gibt einen Einblick in die vielseitigen KI-Kompetenzen der Forschungseinrichtung.