vocatium Ausbildungspreis
Sieger/innen und Texte Flensburg-Schleswig-Eckernförde 2025
Regionaler Schreibwettbewerb: "Warum ich meine Ausbildung liebe?" / 3.000 Euro Preisgeld
Gemeinsam mit dem Arbeitgeberverband Flensburg-Schleswig-Eckernförde schreibt das IfT (neben dem bundesweiten Ausbildungspreis) einen regionalen Schreibwettbewerb aus. Das Motto: „Warum ich meine Ausbildung liebe?“.
Das waren die Gewinner/innen des Ausbildungspreises
Flensburg-Schleswig-Eckernförde 2025:
„Der letzte Schritt vor der Exmatrikulation sollte die Bewerbung um eine naturwissenschaftliche Ausbildung sein“, waren die Worte des Dozenten, kurz bevor ich beschloss, das Chemiestudium für die Ausbildung abzubrechen. Diese Worte nahm ich mir zu Herzen und begann die Ausbildung zum Chemielaboranten bei Queisser Pharma in Flensburg. Dies stellte sich als die beste Entscheidung heraus, die ich hätte treffen können.
Zu behaupten, dass ich mir schon mein ganzes Leben erträumt hätte, den lieben langen Tag mit Chemie zu verbringen, wäre schlichtweg gelogen. Dafür sprechen allein meine schlechten Noten in der Mittelstufe.
Das änderte sich jedoch mit dem Augenblick, in dem ich realisierte, dass der Beruf des Chemielaboranten sehr viel breiter gefächert ist, als du im ersten Moment zu denken vermagst. Allein in Bezug auf ein pharmazeutisches Labor wie bei Queisser Pharma.
Von verschiedensten Chromatographie-Verfahren über Titrationen und Ionennachweisen, wie du sie noch aus der Schule kennst, bis hin zum Ansetzen von Reagenzien zur weiteren Analyse. Vom einfachen Aufbereiten mit Becherglas und Messkolben bis hin zum Arbeiten mit Anlagen, die mehr kosten als ein Neuwagen der Oberklasse. Jeden Tag erwarten dich spannende Aufgaben und neue Analysen. Und das Beste daran: Egal, wie doof du dich beim Umsetzen deiner Aufgaben oder Berechnungen anstellst, es steht jederzeit ein kunterbuntes, aber stets herzliches Team hinter dir, das dir jede noch so banale Frage beantwortet und dir dabei hilft, jegliche Abläufe im Labor zu verstehen.
Allein das sind schon genug Gründe, warum ich morgens aufstehe und ohne Widerworte oder Stöhnen zur Arbeit gehe (sogar montags). Denn ich weiß, dass mich Lachanfälle und eine spannende, abwechslungsreiche, „Oha, du arbeitest im Labor?“-einheimsende und zukunftssichere Arbeit erwartet.
Queisser Pharma ermöglicht es dir übrigens nicht nur, berufsübergreifende Abläufe, wie im Marketing, während Praktika im eigenen Betrieb kennenzulernen. Während deiner Ausbildung bekommst du auch die Möglichkeit, in Laboren anderer Branchen direkt in deiner Region zu arbeiten und somit schon erste Eindrücke aus anderen Laboren zu sammeln. Dies erweist sich als sehr praktisch, da Labore sich in ihrer Ausstattung sehr unterscheiden können, weil sie alle unterschiedlichen Zwecken dienen. Darüber hinaus lernst du als Schüler*in einer Bezirksfachklasse, verschiedenste Chemieunternehmen aus ganz Schleswig-Holstein, deren Arbeitsweise und große Industrieparks kennen.
Während deiner Ausbildung profitierst du also nicht nur von einem starken Zusammenhalt im Betrieb und in der Berufsschule, sondern auch von vielen Eindrücken in die bunte Welt der Chemie.
Ach, um noch einmal auf Kindheitsträume zurückzukommen: Ich hab' bis vor der Ausbildung geglaubt, ich müsste studieren, um Meeresbiologe zu werden. Das mag auch stimmen. Allerdings kann ich als angehender Chemielaborant auch in der (Ozean-)Forschung und somit mit Forschern innerhalb eines Forschungsinstituts zusammenarbeiten! Chemie bedeutet also nicht gleich Industrie.
Fazit: Das Schönste, das ich bisher während meiner Ausbildung gelernt habe ist neben spannenden naturwissenschaftlichen Abläufen die Vielfältigkeit, die dieser Beruf mit sich bringt und wie viele Interessengebiete darauf warten, entdeckt zu werden.
Ob als rasende Reporterin, Karla Kolumna oder als Biene Maja - der Schleswig-Holsteinische Zeitungsverlag bietet mir eine facettenreiche Ausbildung. Unterwegs auf den Straßen sein, um die brandneuen Geschichten zu erfahren, die die Menschen bewegen, und Interviews führen, gehören in der Redaktion zu den Kernaufgaben. Also schlüpfe ich, die ein oder andere Woche, in die Rolle der Karla Kolumna und suche nach spannenden Themen. Dabei komme ich in Schleswig-Holstein herum und sehe verschiedene Standorte des Unternehmens.
In der Personalabteilung habe ich die Möglichkeit, hinter die Kulissen des Unternehmens zu schauen. Die Personalabteilung motiviert und legt Strukturen für das Unternehmen fest. Sie erarbeitet praktische Herangehensweisen an Problemen und hält für alle Mitarbeiter die Türen offen. In der nächsten Woche habe ich die Option, kreative Ideen einzubringen, um Werbung und Kampagnen zu entwickeln. Dabei sind die Konzepte entscheidend, um Kunden und Bewerber für sich zu gewinnen. Ob digital oder analog - Anzeigen und Werbung können ganz verschieden ausgespielt werden. Wenn Du auch gerne Deinem Unternehmen zu mehr Reichweite verhelfen möchtest, kannst Du hierbei helfen und eigene Vorschläge bei einem Social-Media-Stammtisch einbringen. Bei einem Zeitungsverlag sind auch Zahlen, Daten und Fakten relevant. Diese werden täglich im Controlling und in der Buchhaltung überprüft. Finanzen und Ressourcen werden kontrolliert. Budgets werden geprüft und sichergestellt, um den finanziellen Raum eines Unternehmens zu bestimmen.
Ich finde meine Ausbildung zur Medienkauffrau bei dem Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlag toll, da jede einzelne Person eine fleißige Biene Maja im Unternehmen ist und jedem die Chance bietet, offen in die Welt zu schauen. Ich darf in diesem Unternehmen verschiedene Perspektiven, Menschen und Abteilungen kennenlernen und erhalte einen guten Überblick über die Aufgaben eines Zeitungsverlags. Es ist, als wäre ich in einem Bienenstock, wo jede Biene zu einem Großen und Ganzen beiträgt. In diesem Fall ist es zwar nicht der Honig als Endprodukt, aber dafür die Zeitung. Doch wie ich schon kennenlernen durfte, steckt hinter einem Medienhaus viel mehr. Die Produktpalette ist breit gefächert. Nicht nur Journalismus und Marketing stehen im Vordergrund, sondern auch andere Abteilungen mit betriebswirtschaftlichem Zweig oder ein Videoteam für Imagefilme und Kampagnen werden benötigt, um einen Verlag wie hier in Flensburg zu etablieren.
Meiner Meinung nach ist es sehr spannend, für die Überbringung von Nachrichten mitverantwortlich zu sein. Während meiner Ausbildungszeit habe ich die Chance, in verschiedene Rollen innerhalb des Unternehmens zu schlüpfen, und darf mich am Ende meiner Ausbildungszeit für eine Hauptrolle oder auch als Nebenrolle qualifizieren, um dementsprechend eine Position im Unternehmen anzunehmen. Wie das eine Zitat von Pippi Langstrumpf hieß: “Ich mache mir die Welt, wie sie mir gefällt!” Das bedeutet für mich so viel wie kreative Freiheit im Schreiben und neue Ideen beziehungsweise Perspektiven in Zeiten der voranschreitenden Digitalisierung zu verfolgen, um Geschichten auch in digitalen Medien zu veröffentlichen. Abschließend kann ich nur sagen, dass es definitiv Spaß macht, vor oder auch hinter der Kamera zu arbeiten, um Kampagnen zu entwickeln.
Warum ich meine Ausbildung Liebe?!
Nun vor etwas mehr als vier Jahren, habe ich aufgrund eines Praktikums drei Wochen in einem kleinen Fleischerei Betrieb im Hamburger Westen gearbeitet. Durch dieses Praktikum wurde mein Interesse am Herstellen und Verkaufen von Lebensmittel geweckt, da das Lächeln und die Freude der Kunden in mir ein Gefühl ausgelöst haben, und dieses Gefühl wollte ich im späteren Berufsleben wieder finden. Die Freude am Arbeiten wurde von der Familiären Art in diesem kleinen Betrieb unterstützt.
Ein Jahr später machte ich wieder ein Praktikum. Deshalb beschloss ich nach einem Lebensmittel zu suchen welches zu mir passt und bei dem ich das Interesse hatte den Herstellungsprozess kennen zulernen. Nun wie es bei vielen Jugendlichen in Deutschland der Fall ist, trinke ich gerne mal ein Bier. Und durch meinen Vater, wurde ich auf die Wildwuchs Brauerei in Hamburg aufmerksam. In diesem Praktikum ist mir wieder die Familiäre Art im Betrieb aufgefallen und mein Highlight war das Handwerkliche Brauen für ein Gasthaus im Norden von Hamburg. So war der Plan klar, nach der Schule eine Lehre zum Brauer und Mälzer. Aber Wo? Es gibt in Deutschland ca. 1492 Brauereien, natürlich bildet nicht jede von ihnen aus, aber es ist trotzdem eine große Auswahl. Und man hat ja auch immer eigene Ansprüche, bei mir waren es: Von den Eltern weg und auf den Eigenen Beinen stehen, vernünftige Ausbildungsvergütung und ein Betrieb wo man sich wohl fühlt Stichwort Familiäres Klima. Nun hieß es sich bewerben, was ein Aufwand so eine vernünftige Berufsbewerbung, aber mit Hilfe meiner Eltern habe ich es gemeistert und wurde von diversen Brauereien in ganz Deutschland zum Bewerbungsgespräch eingeladen. Mit der Einladung war es aber noch lange nicht geschafft. Der nächste Schritt, ich musste persönlich mit den Menschen reden und ihnen erklären warum Sie denn mir, einen 19-jährigen Junge, frisch aus der Schule die Chance geben sollten bei ihnen im Betrieb zulernen. Aber auch die Hürde habe ich überstanden und dann musste man sich nur noch entscheiden, wo man denkt seine Lehre am lehrreichsten beendet zu können, aber auch wo man die schönste Zeit haben wird. Bei mir ist die Entscheidung auf die Nördlichste Brauerei Deutschlands gefallen, auf die Brauerei mit dem Plop. Und nun nach rund neun Monaten Ausbildung kann ich mir nur selbst gratulieren die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Wo rann es genau liegt kann ich nicht sagen da es so viele Gründe gibt: es könnte an den netten Kollegen und Kolleginnen liegen, die dafür gesorgt haben, dass man sich vom ersten Tag an im Betrieb willkommen gefühlt hat, oder dass ich bis heute immer mit einem Lächeln zur Arbeit gehen kann. Ein anderer Grund könnte das Leben allein sein, zum ersten Mal seine eigenen Vierwände zu beziehen war sehr aufregend. Aber ich hatte auch Respekt vor der Aufgabe: 200km von den Eltern, Freunden und der bekannten Umgebung weg zu ziehen. Aber dieses Gefühl hat sich nicht lange gehalten. Und wenn man jetzt mit jemanden ins Gespräch kommt, gibt es kein besseres Gefühl als die Freude und das Interesse, welches man entgegen bekommt, wenn man ihnen von seinem Ausbildungsberuf erzählt. Abschließend kann ich nur sagen: „ich liebe meine Ausbildung da ich das gefunden habe, was ich gesucht hatte!“
Mona Wittelmann
Projektleiterin vocatium Wettbewerbe
+49 40 226909812
Fenja Wegner
Projektmitarbeiterin vocatium Wettbewerbe
+49 69 95425517
Philipp Stintzing
Redaktionelle Leitung
+49 5527 8416764
ausbildungspreis@if-talent.de
sowie unsere Projektmitarbeiter/innen in Ihrer Region
