Ausbildung zum Beruf Hauswirtschafter/in neu aufgestellt
Auch ein Schwerpunkt "ländlich-agrarische Dienstleistungen" ist geschaffen worden

Die Ausbildung zum Beruf Hauswirtschafter/in ist neu geregelt. Der Deutsche Bauernverband wertet es als Erfolg für den ländlichen Bereich, dass ein eigener Schwerpunkt ‚ländlich-agrarische Dienstleistungen‘ neu geschaffen wurde, erklärt Werner Schwarz, Vizepräsident und Vorsitzender des Bildungsausschusses des Verbandes gegenüber der Presse.

Die Nachfrage nach hauswirtschaftlichen Fachkräften steige nicht nur vor dem Hintergrund sich ändernder gesellschaftlicher und demographischer Gegebenheiten, auch in den landwirtschaftlichen Betrieben mit Agrartourismus, Direktvermarktung, ländlicher Gastronomie und anderen agrarischen Dienstleistungsschwerpunkten würden qualifizierte Fachkräfte gesucht, heißt es weiter. Diese Betriebe können zukünftig entsprechende berufliche Kompetenzen stärker in die Berufsausbildung einbeziehen und angehende Fachkräfte noch gezielter für den zunehmend differenzierten Arbeitsmarkt ausbilden.

Aus Sicht der Agrarwirtschaft kann die inhaltlich aktualisierte, strukturell angepasste und im Prüfungsbereich umgestaltete duale Berufsausbildung der Hauswirtschaft neue Impulse in die Ausbildungspraxis bringen. In der Umsetzung sind neben den Ausbildungsbetrieben auch die Berufsschulen und die regionalen zuständigen Stellen für die Berufsbildung (Kammern, Ämter, Ministerien, u.a.) mit ihrer Ausbildungsberatung und den Prüfungsausschüssen besonders gefordert. „Interessierte Betriebe und ausbildende Einrichtungen sollten die Umsetzung der novellierten Berufsausbildung jetzt konsequent und systematisch angehen, damit sich wieder deutlich mehr junge Menschen für diesen Beruf entscheiden, der viel zu bieten hat“, rät Schwarz.

Die Neuregelungen treten am 01.08.2020 in Kraft und lösen die bisherige Ausbildungsordnung ab.