Tschüss zum Einwegbecher
75 Teilnehmende des Freiwilligen Ökologischen Jahres (FÖJ) unterstützen die Initiative

Jeden Tag werden in Berlin ca. 460.000 Becher verbraucht. Das sind viele verschwendete Ressourcen und letztlich auch: sehr viel Müll, informiert die Stiftung Naturschutz Berlin in einer Pressemitteilung. Im Sommer 2019 unterstützten rund 75 Teilnehmende des Freiwilligen Ökologischen Jahrs (FÖJ) aus ganz Berlin die Kampagne für Mehrwegbecher „Better World Cup“.

Unter dem Motto „Einwegbecher Tschüss“ widmeten sich die FÖJ-ler*innen im Rahmen Ökologischen Freiwilligendienstes mit einem Seminartag der Einwegbecherproblematik. Die Stiftung Naturschutz Berlin koordinierte als größter FÖJ-Träger der Hauptstadt und Mitinitiator der Kampagne „Better World Cup“ die Aktion.

Nach Angaben der Stiftung werden allein in Berlin pro Stunde 20.000 Einwegbecher verbraucht – das sind 170 Millionen Wegwerfbecher pro Jahr. Diese Becherflut verschwende enorme Ressourcen und erzeuge viel Müll. Die verbrauchten Wegwerfbecher entsprächen einem Abfallberg von 2.400 Tonnen pro Jahr. Für ihre Herstellung werde das Holz von 2.580 Bäumen verbraucht, außerdem 1.320 Tonnen Rohöl für den Kunststoffanteil des Bechers sowie 85 Millionen Liter Wasser. Das sei ein halber Liter Wasser pro Einwegbecher. Die Einwegbecher, die pro Jahr in Berlin verbraucht werden, verursachten bei ihrer Herstellung 6.660 Tonnen CO2-Emissionen.

Better World Cup ist eine Initiative der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, der Berliner Stadtreinigung (BSR) und der Stiftung Naturschutz Berlin sowie verschiedener Unternehmen und Institutionen aus Umwelt und Wirtschaft. Ziel ist es, möglichst viele Menschen zur Nutzung von Mehrwegbechern zu animieren und die Verkaufsstellen zu überzeugen, ihre Heißgetränke in Mehrwegbechern zu rabattieren oder selbst Mehrwegbecher über ein Pfandsystem anzubieten. Weitere Informationen finden Sie unter www.betterworldcup.de