2018 war es so weit: der Lobbyverband der Angler in Mecklenburg-Vorpommern konnte an zwei Schulen Angeln als Unterrichtsfach an der Schule erproben. Ab dem neuen Schuljahr 2021/22 soll dieses Fach nun landesweit den Schüler*innen der 5. und 6. Klasse angeboten werden. Das vom Landwirtschaftsministerium getragene Projekt läuft zunächst bis 2024 und soll die "Umweltbildung" der Kinder erweitern und "fachliches Wissen auf dem Gebiet der Fischbiologie und der Gewässerökologie" sowie im "Naturschutz" vermitteln. 


Baden-Württemberg erlaubt Genderzeichen in Schulen

In Baden-Württemberg dürfen Schulen künftig selbst entscheiden, Genderzeichen wie bspw. das Sternchen „*“ in Prüfungen und Aufsätzen zuzulassen.  


"Luftfilter oder nicht" - das ist die Frage

Die Sommerferien im Jahr zwei der Corona-Pandemie neigen sich dem Ende zu und der Schulbetrieb soll weitergehen. Dabei ist vielerorts die Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts in voller Klassenstärke geplant. Zugleich läuft die vierte Coronawelle an und die fünfte, durch die hochgefährliche Lambda-Variante, braut sich bereits am Horizont zusammen. Währenddessen hat sich an den schulischen Rahmenbedingungen kaum etwas verändert. Dabei stehen Luftfilter im Zentrum der Debatte. Ein Überblick. 


Sprachförderung hat Schlüsselrolle

Das Bamberger Leibniz-Institut für Bildungsverläufe (LIfBi) hat die Geflüchtetenstudie ReGES vorgestellt und zieht eine gemischte Bilanz. Praktisch durchweg positive Ergebnisse werden dort erzielt, wo die Sprachförderung gut funktioniert. Hier gebe es allerdings deutliche Unterschiede zwischen den Bundesländern. Kinderbetreuung spielt ebenfalls eine Schlüsselrolle – doch längst nicht jedes Kind bekommt einen Platz. 


Gleiche Chancen für alle Kinder

Seit der Pandemie ist sie in aller Munde: die Digitalisierung an den Schulen. Neben Apps und Tools für onlinegestützten Unterricht bietet die Digitalisierung auch ganz neue Möglichkeiten. An einer davon arbeitet das Team um Prof. Monika Kil: frühe Förderdiagnostik zwecks Erhebung von Lern- oder Entwicklungsständen der Kinder. Dies könne, so die Hoffnung, zu schnelleren und paßgenaueren Problemlösungen führen und Lerndefizite adressieren, bevor sie Schwierigkeiten machen. 


Lockdown: Schüler verloren Kontakt zu ihren Schulen

Während der ersten Corona-bedingten Schulschließungen im Frühjahr 2020 hatten rund 30 Prozent der Schülerinnen und Schüler keinen Kontakt zu ihren Schulen. Vor allem in ländlichen Regionen gelang es nicht, den Kontakt zu halten. Lediglich etwa 25 Prozent der dortigen Schüler erhielten während der Schließungen Lernmaterial in Form von Onlineunterricht. In den Städten wurden hingegen etwa 60 Prozent der Schüler dadurch versorgt. 


Lernlücken wegen Pandemie – was tun?

Seit Beginn der Pandemie herrscht Ausnahmezustand an den Schulen. Mit heißer Nadel wird an der Digitalisierung gestrickt, und vieles ist gelungen. Trotz allem ist klar: Homeschooling und digitaler Unterricht ersetzen keinen geregelten Schulablauf. Es entstehen Lernlücken, die mit zunehmender Dauer der Lage anwachsen. Ob und wie diese Lernlücken geschlossen werden können, ist trotz verschiedener Ansätze noch unklar. Derweil verabschieden sich in den kommenden Wochen die ersten Jahrgänge ins Berufsleben, die seit über einem Jahr keinen geregelten Unterricht mehr hatten.  


Digitale Lehrbücher fördern das Mathematik-Lernen

Die Technische Universität München hat in einer Studie die Effekte digitaler Lehrbücher auf den Lernfortschritt von Schüler*innen im Mathematikunterricht untersucht. Die Forscher*innen kommen dabei zu erfreulichen Ergebnissen: gerade in der Gruppe der leistungsschwächeren Kinder sind die positiven Effekte klar erkennbar und führen zu teils deutlich besseren Ergebnissen als mit konventionellen Lernmitteln. 


"Corona war für viele Schulen ein Weckruf"

Die Verleihung des diesjährigen Deutschen Schulpreises fand am 10. Mai in Berlin statt. Hierbei wurden die sieben herausragendsten Schulen des Wettbewerbs prämiert und erhielten jeweils den mit 10.000 Euro dotierten Preis. Mit drei erfolgreichen Schulen führt Nordrhein-Westfalen das diesjährige Siegerranking an. Schirmherr Frank-Walter Steinmeier findet mahnende Worte, blickt aber optimistisch in die Zukunft. 


Schüler*innen lernen im Lockdown weniger

In einer aktuellen Umfrage des Ifo-Instituts zur Lage der Schulen zeigt sich ein gemischtes Bild: zwar gibt es Fortschritte beim onlinegestützten Distanzunterricht, die durchschnittliche Lerndauer der Schüler*innen liegt jedoch 3 Stunden unter dem Vorkrisenniveau. Hinzu kommen große psychische Belastungen. Ebenfalls kaum verbessert hat sich die Lage für sozial schwächere Familien. Experten warnen vor einer weiteren Öffnung der sozialen Schere.