Das Bamberger Leibniz-Institut für Bildungsverläufe (LIfBi) hat die Geflüchtetenstudie ReGES vorgestellt und zieht eine gemischte Bilanz. Praktisch durchweg positive Ergebnisse werden dort erzielt, wo die Sprachförderung gut funktioniert. Hier gebe es allerdings deutliche Unterschiede zwischen den Bundesländern. Kinderbetreuung spielt ebenfalls eine Schlüsselrolle – doch längst nicht jedes Kind bekommt einen Platz. 


Gleiche Chancen für alle Kinder

Seit der Pandemie ist sie in aller Munde: die Digitalisierung an den Schulen. Neben Apps und Tools für onlinegestützten Unterricht bietet die Digitalisierung auch ganz neue Möglichkeiten. An einer davon arbeitet das Team um Prof. Monika Kil: frühe Förderdiagnostik zwecks Erhebung von Lern- oder Entwicklungsständen der Kinder. Dies könne, so die Hoffnung, zu schnelleren und paßgenaueren Problemlösungen führen und Lerndefizite adressieren, bevor sie Schwierigkeiten machen. 


Lockdown: Schüler verloren Kontakt zu ihren Schulen

Während der ersten Corona-bedingten Schulschließungen im Frühjahr 2020 hatten rund 30 Prozent der Schülerinnen und Schüler keinen Kontakt zu ihren Schulen. Vor allem in ländlichen Regionen gelang es nicht, den Kontakt zu halten. Lediglich etwa 25 Prozent der dortigen Schüler erhielten während der Schließungen Lernmaterial in Form von Onlineunterricht. In den Städten wurden hingegen etwa 60 Prozent der Schüler dadurch versorgt. 


Lernlücken wegen Pandemie – was tun?

Seit Beginn der Pandemie herrscht Ausnahmezustand an den Schulen. Mit heißer Nadel wird an der Digitalisierung gestrickt, und vieles ist gelungen. Trotz allem ist klar: Homeschooling und digitaler Unterricht ersetzen keinen geregelten Schulablauf. Es entstehen Lernlücken, die mit zunehmender Dauer der Lage anwachsen. Ob und wie diese Lernlücken geschlossen werden können, ist trotz verschiedener Ansätze noch unklar. Derweil verabschieden sich in den kommenden Wochen die ersten Jahrgänge ins Berufsleben, die seit über einem Jahr keinen geregelten Unterricht mehr hatten.  


50-mal Kinder-Uni DIGITAL

An der Universität zu Bremen startet die diesjährige Kinder-Uni. Mit 50 digitalen Veranstaltungen bis Oktober sollen Kinder an verschiedenste Wissens- und Wissenschaftsfragen herangeführt werden. Anläßlich des Jubiläumsjahres der Universität Bremen wird die Kinder-Uni ausgeweitet und bietet auch in den Sommer- und Herbstferien Veranstaltungen an.  


Digitale Lehrbücher fördern das Mathematik-Lernen

Die Technische Universität München hat in einer Studie die Effekte digitaler Lehrbücher auf den Lernfortschritt von Schüler*innen im Mathematikunterricht untersucht. Die Forscher*innen kommen dabei zu erfreulichen Ergebnissen: gerade in der Gruppe der leistungsschwächeren Kinder sind die positiven Effekte klar erkennbar und führen zu teils deutlich besseren Ergebnissen als mit konventionellen Lernmitteln. 


"Corona war für viele Schulen ein Weckruf"

Die Verleihung des diesjährigen Deutschen Schulpreises fand am 10. Mai in Berlin statt. Hierbei wurden die sieben herausragendsten Schulen des Wettbewerbs prämiert und erhielten jeweils den mit 10.000 Euro dotierten Preis. Mit drei erfolgreichen Schulen führt Nordrhein-Westfalen das diesjährige Siegerranking an. Schirmherr Frank-Walter Steinmeier findet mahnende Worte, blickt aber optimistisch in die Zukunft. 


Schüler*innen lernen im Lockdown weniger

In einer aktuellen Umfrage des Ifo-Instituts zur Lage der Schulen zeigt sich ein gemischtes Bild: zwar gibt es Fortschritte beim onlinegestützten Distanzunterricht, die durchschnittliche Lerndauer der Schüler*innen liegt jedoch 3 Stunden unter dem Vorkrisenniveau. Hinzu kommen große psychische Belastungen. Ebenfalls kaum verbessert hat sich die Lage für sozial schwächere Familien. Experten warnen vor einer weiteren Öffnung der sozialen Schere.  


Neues Wahlfach an bayrischen Schulen

Die Schulen in Bayern erweitern ihr Wahlpflicht-Angebot: ab dem kommenden Schuljahr wird flächendeckend „Islamischer Unterricht“ angeboten. Nach Angaben der bayerischen Staatskanzlei soll das Fach vor allem Schülerinnen und Schülern muslimischen Glaubens als Alternative zu Religionslehre und Ethikunterricht dienen. Es wird zunächst an 350 Standorten angeboten. Der Unterricht bietet in deutscher Sprache Wissen über die islamische Religion sowie eine grundlegende Werteorientierung im Geiste des Grundgesetzes.  


Volkshochschulen bangen um ihre Existenz

Baden-Württembergs Volkshochschulen kämpfen um ihr Fortbestehen. Seit dem Beginn des zweiten Lockdowns wurde der Präsenzunterricht untersagt. Damit einher gingen massive Defizite für das vergangene Jahr, welche noch nicht gedeckt sind. Auch für die ersten drei Monate 2021 rechnen die Volkshochschulen mit einem Einnahmerückgang von 75 Prozent.