Seit Beginn der Corona-Pandemie werden deutlich weniger Ausbildungsplätze angeboten als zuvor. Das zeigen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit, die der SWR ausgewertet hat. Demnach meldeten Betriebe deutschlandweit von Oktober 2020 bis Ende April nur rund 430.000 Lehrstellen. Das sind etwa 60.000 weniger als im Vergleichszeitraum 2018/2019. Auch bei den Bewerbern ist ein Rückgang zu verzeichnen: von rund 418.000 auf 345.000 – das entspricht etwa 18 Prozent. 


Vorbehalte gegen Homeoffice nehmen ab

Das Infektionsgeschehen zwang viele Arbeitnehmer, ihre Tätigkeit ins Homeoffice zu verlegen. Im Zeitraum von August 2020 bis Februar 2021 stieg deren Anteil von 25 auf 36 Prozent. Damit einher gingen sinkende Vorbehalte von Arbeitgebern und Beschäftigten gegen das Arbeiten von zu Hause aus. 


"Alles beginnt im Kopf"

Das Statistische Bundesamt (Destatis) hat aktuelle Zahlen zum Frauenanteil an Habilitationen und Professuren in Deutschland veröffentlicht. Dabei gibt es eine gute und eine schlechte Nachricht. Die Gute ist: der Frauenanteil erreicht einen historischen Höchststand. Die Schlechte ist: der durchschnittliche Anteil liegt bei mageren 35%. In der Professorenschaft Deutschlands liegt die Quote sogar nur bei gut 25%.  


Hochschulen bekennen sich zu Nachhaltigkeit

Beim Global University Leaders Council Hamburg verabschiedeten Hochschulleitungen aus aller Welt Empfehlungen zum konkreten Engagement für globale Nachhaltigkeit und gegen den Klimawandel. Zukünftig sollen alle Studierenden in ihren Fächern mit den Herausforderungen des Klimawandels und Fragen der Nachhaltigkeit vertraut gemacht werden. Zu diesem und anderen Zielen bekannten sich insgesamt 45 Hochschulleitungen aus 27 Ländern.  


Höchststand bei Geburten im März 2021

Im März diesen Jahres sind nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes 65.903 Kinder zur Welt gekommen. Das ist der höchste Wert für den Monat März seit 20 Jahren. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Geburtenzahl um 10 Prozent. Der Trend beschränkt sich nicht nur auf Deutschland: europaweit stiegen die Geburtenzahlen im März an. Insbesondere in stark von der Pandemie betroffenen Ländern wie Spanien, Frankreich oder Belgien haben sich die zunächst deutlich rückläufigen Zahlen stabilisiert. In Rumänien (+15%), Estland und Litauen (+13%), Niederlande, Finnland und Ungarn (+10%) nahmen sie deutlich zu.  


Interdisziplinäre Forschung für die Zukunft

An der Technischen Universität Kaiserslautern (TUK) und dem Campus Landau der Universität Koblenz-Landau wird von der Carl-Zeiss-Stiftung ein Fonds zur Förderung von Nachhaltigkeitsforschung aufgelegt. Damit soll interdisziplinäre und standortübergreifende Forschung im MINT-Bereich unterstützt werden. Ein besonderes Augenmerk liegt auch auf der Nachwuchsförderung.  


Aufbereitung von Medizinprodukten

Die Corona-Pandemie hat Hygieneaspekte verstärkt in den Fokus gerückt. Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) regt deshalb jetzt die Schaffung eines neuen Ausbildungsberufs in der Medizinproduktaufbereitung an. Die Ausbildung soll dual angelegt sein und drei Jahre dauern.  


Fachkräftemangel im Handwerk hält an

Keine Urlaubsreisen, geschlossene Restaurants, Homeoffice – in der Pandemie verbringen die Bürger gezwungenermaßen viel Zeit zu Hause. Da liegt es nahe, anstehende Renovierungen anzugehen. Das Problem: Acht bis neun Wochen Wartezeit auf einen Handwerker müssen Kunden einkalkulieren, im Baubereich noch deutlich mehr. Grund dafür ist der anhaltende Fachkräftemangel im Handwerk. Das Defizit liegt aktuell bei knapp 65.000 Stellen. Zieht man Berufe mit Handwerksanteilen in Betracht, kommen noch einmal 12.000 dazu. Das Kompetenzzentrum Fachkräfte am Institut der deutschen Wirtschaft bilanziert in seiner Studie, dass die Zahl der offenen Stellen im vergangenen Jahr zwar um gut 14 Prozent sank – dennoch gibt es für jede dritte offene Stelle immer noch keinen verfügbaren Arbeitssuchenden mit entsprechender Qualifikation. Vor allem an Gesellinnen und Gesellen herrscht Mangel. Alleine 54.000 offene Arbeitsplätze entfallen auf diese Gruppe.  


"Die psychische Belastung ist besorgniserregend"

Eine aktuelle Studie der IU Internationale Hochschule widmet sich umfassend dem Thema "Arbeitslosigkeit" und berücksichtigt dabei auch die in Pandemiezeiten verbreitete Kurzarbeit. Das Bild ist geteilt: knapp 40% der Arbeitssuchenden sähen für sich keine Chancen mehr, ebenfalls etwa 40% sähen die Arbeitslosigkeit dagegen auch als Chance. Ein großes Interesse bestehe an Weiterbildung, doch fänden zwei Drittel der Interessierten keine geeigneten Angebote. Über die Hälfte der 1.900 Befragten gab an, "emotional unter der Situation zu leiden". Ein Überblick.  


"Unsere Welt hängt von besserer Bildung ab"

Die Entwicklungsorganisation ONE, die Globale Bildungspartnerschaft GPE (Global Partnership for Education) und Save the Children haben mit dem "Lost Potential Tracker" jüngst ein Echtzeit-Tool vorgestellt, das darstellt, "wie viele zehnjährige Kinder nicht in der Lage sind, einen einfachen Satz zu lesen und zu verstehen." Damit werfen sie ein Schlaglicht auf ein globales Problem. Auch in Deutschland: Über 12% der Bevölkerung hat Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben. Hier muß nachgesteuert werden, sowohl in der Schulförderung als auch in der Erwachsenenbildung.