Die Schlafforschung bestätigt, was Schüler*innen schon immer wussten: Die Schule fängt viel zu früh an. Es ist eines dieser Themen, bei denen seit Jahren, seit Jahrzehnten bekannt ist, dass die gängige Praxis anscheinend falsch ist – aber nichts unternommen wird. So darf man davon ausgehen, dass noch zahlreiche Generationen viel zu früh und entgegen ihrer inneren Uhr aus dem Bett gezwungen werden. Dabei hat das sogar direkten Einfluss auf die Noten.  


Internationaler Tag der Bildung

Zum Internationalen Tag der Bildung am 24.01. macht die UNO-Flüchtlingshilfe auf die prekäre Bildungssituation von Flüchtlingskindern und -jugendlichen aufmerksam. Dabei sei gerade für diese Gruppe der Zugang zu weiterführender Bildung besonders wichtig. Die Lage ließe sich durchaus verbessern, jedoch fehle für viele Projekte schlicht das Geld. Ende 2020 vermeldete der UNHCR mit 82,4 Millionen Menschen – oder einem Prozent der Weltbevölkerung – die höchste jemals ermittelte Zahl an Flüchtlingen. 42 Prozent sind unter 18 Jahren. 


So viele Kinder!

Die Zahl der Erstklässler*innen hat im Schuljahr 2021/22 ein neues Hoch erreicht: 771.700 Kinder wurden eingeschult, so viele wie seit 14 Jahren nicht mehr. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt waren das 21.900 oder 2,9 % mehr Schulanfänger*innen als im Vorjahr. Sie treffen auf rund 237.000 Grundschullehrer*innen deutschlandweit – viele Stellen sind jedoch noch unbesetzt. Die Bertelsmann-Stiftung geht davon aus, dass bis 2025 etwa 26.300 Lehrkräfte fehlen werden. 


26 % Frauenanteil bei Hochschulprofessuren 2020

Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, liegt der Frauenanteil bei den hauptberuflichen Hochschulprofessuren 2020 bei 26 Prozent. Damit ist der Frauenanteil unter der Professorenschaft seit 1990 um über 20 Prozent gestiegen, bei einem durchschnittlichen Jahreszuwachs von 0,69 Prozent. Verglichen mit dem Frauenanteil in der Bevölkerung und unter den Erstsemestern sind Frauen bei den Professuren deutlich unterrepräsentiert. Bei der höchsten Besoldungsgruppe der C4/W3-Professuren ist der Anteil sogar noch geringer.  


Corona belastet auch Leitungspersonal in Schulen

Die Corona-Pandemie hat die Welt weiterhin fest im Griff. Seit Beginn sind Schulen einer der am stärksten von ihren Auswirkungen betroffenen Orte. Die meisten Betrachtungen darüber richteten ihren Blick bisher vor allem auf Schüler*innen und Lehrkräfte. Untersuchungen der Hochschule Fulda zusammen mit den Universitäten Bielefeld und Trier zeigen jetzt, dass auch Schulleitungen unter den Zuständen leiden. Untersucht wurden arbeitsbedingte Stressbelastungen, gesundheitsriskante Strategien der Arbeitsbewältigung und gesundheitliche Beanspruchung der schulischen Führungskräfte. Die Wissenschaftler*innen sehen dabei vor allem für weibliche Schul- und Grundschulleitungen Handlungsbedarf.  


Bundespreis für Kunststudierende

Die Gewinner*innen des diesjährigen 25. "Bundespreises für Kunststudierende" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung stehen fest. Die Werke der acht Laureaten werden nun bis zum 30. Januar '22 in der Bundeskunsthalle Bonn zu sehen sein. Sie konnten sich bei der Jury des Wettbewerbs gegen mehr als 50 nominierte Kommiliton*innen durchsetzen. Der mit insgesamt 30.000 Euro dotierte Wettbewerb zeigt Kunst aus allen Bereichen: von Installationen über Performance bis hin zu Malerei. 


Mehrsprachigkeit wertschätzen

An der Uni Bremen hat eine vom Bundesbildungsministerium beauftragte Forschungsgruppe ihre Ergebnisse zur Frage präsentiert, wie Schulen mit transnationaler Mobilität umgehen können. Eine Kernforderung ist die Anerkennung von Mehrsprachigkeit an den Schulen durch das Anbieten von entsprechenden Sprachprüfungen, selbst wenn die Sprache nicht an der Schule gelehrt wird. Für das Forschungsprojekt wurden auch Schulen im Ausland besucht.  


Weltmädchentag 2021: Viel zu tun

2011 hat die UN den 11. Oktober als Weltmädchentag ("International Day of the Girl Child") ausgerufen, um auf die Schwierigkeiten und Probleme aufmerksam zu machen, denen Mädchen weltweit entgegen treten müssen. In vielen Städten auch in Deutschland fanden Aktionen und sogenannte "takeovers" statt, um die Belange der Mädchen in die Öffentlichkeit zu bringen. Zum 10. Jahrestag ist die Bilanz gemischt: manches ist gelungen, aber zu tun ist noch vieles. 


Praktische Experimente für den Unterricht

Der Arbeitgeberverband Chemie Baden-Württemberg e.V. lud zum alljährlichen Lehrer*innenkongress, der dieses Jahr wieder "real" und nicht digital stattfinden konnte. Im Zentrum standen eine Reihe von Workshops, die Möglichkeiten praktischer Experimente für den Unterricht vorstellten, aber auch Einblicke in die Arbeitswelt der Chemiker gewährten. Auf dem Kongress gab es ebenfalls Anlass für eine Feierstunde, in der das 25jährige Bestehen des "Dialogs Schule – Chemie" gewürdigt wurde. Ziel damals wie heute: Begeisterung für Chemie und Naturwissenschaften entfachen und Informationen über die Berufe in der Chemiebranche vermitteln.  


Corona-Effekt: Soziale Schere öffnet sich weiter

Die Corona-Pandemie hat in allen Bereichen des Lebens für teilweise einschneidende Veränderungen gesorgt. Besonders betroffen waren auch die Schüler*innen, die nun zwei Jahre mit gänzlichen Schulschließungen, Digitalisierungsdefizit an der Schule, Distanzunterricht und vielen anderen Zumutungen umgehen mussten. Weltweit wurden in zahlreichen Untersuchungen bereits Lerndefizite festgestellt. Eine repräsentative Umfrage der Robert Bosch-Stiftung hat sich nun spezifisch mit sogenannten Brennpunktschulen auseinandergesetzt und kommt dabei zu ernüchternden Ergebnissen.