(hrs) Jede berufliche Tätigkeit sollte darauf abzielen, „diese Welt zu einem erfreulichen Tummelplatz des Lebens zu machen“, erklärte der erfolgreiche amerikanische Unternehmer Henry Ford (1863-1947) vor rund einhundert Jahren in seiner autobiographischen Schrift „Mein Leben und Werk“. „Glück und Wohlstand“, war Ford überzeugt, lasse sich „nur durch ehrliche Arbeit gewinnen“. 


30 Stunden gewerbsmäßige Arbeit neben der Schule ...

(hrs) Mancher Zuhörer wird den Atem angehalten haben. Der Braunschweiger Schulinspektor Albert Sattler nahm auf einer Lehrerversammlung 1897 kein Blatt vor den Mund und trug aus Berichten von Gewerbeaufsichtsbeamten vor: 


Jagen: Vom fürstlichen Vergnügen zur Pflicht zur Hege

(hrs) Dreizehn mal in die Natur ausrücken, dreizehn mal einen Hochstand raufklettern, dreizehn mal passiert drei Stunden lang nichts. Fast nichts. Eine Hase hoppelt vorüber. Vögel zwischtern. Ein Ziel, vielleicht ein Hirsch, will nicht in Sicht- und Schussweite kommen. Mit der Natur allein, wie sie kreucht und fleucht. Das ist, wie erfahrene Jäger*innen berichten, nicht selten ihr Los. Immerhin: Entspannung pur. 


Zwei Menschen von früher - doch hochaktuelle Vorbilder

(hrs) Es ist ein alter und zugleich hochaktueller Streit: Welchen Einfluss sollen bzw. dürfen Mediziner auf die Politik ausüben? Wie lange ist die Einschränkung der Grundfreiheiten hinzunehmen, weil Ärzte vor einer zweiten Coronavirus-Welle warnen? Der Badenser Johann Peter Frank, geboren 1745, hat sich als Pionier für eine systematische „medicinische Polizey“ – heute sagen wir Sozialmedizin oder neudeutsch Public Health – den Ruf eines unbequemen Zeitgenossen eingehandelt. Das war vor über 200 Jahren.  


Für Schüler die Welt vermessen

Diercke - dieser Name dürfte jeder Schülerin und jedem Schüler etwas sagen. „Diercke-Weltatlas“. Bereits 136 Schülergenerationen lernen die Welt nach erdkundlichen Aspekten mit seiner Hilfe kennen. Stets über mehrere Jahre tragen sie den Atlas wöchentlich in der Schultasche mit sich herum.  


Theodor Fontane: "Ich will Schriftsteller werden"

Der junge Theodor Fontane, gespielt von dem Kölner Schauspieler Felix Bold, beschäftigt sich zum Auftakt einer vocatium-Messe mit seiner Berufswahl: Schriftsteller möchte er werden. Sein erster Schritt: Apothekerlehrling. Etwa 180 Jahre ist es her ... 


"Ich halte dafür, daß ein Fürst das Recht habe, die Lebens=Art zu bestimmen"

In Diktaturen ist es noch heute gang und gäbe, dass die Berufswahl junger Menschen direkt an die politisch-ökonomischen Zwänge gekoppelt ist. Ein Rektor aus Wolfenbüttel wollte auch noch vor 250 Jahren den Fürst entscheiden lassen. 


Jungpädagoge Philipp Lieberkühn gewinnt mit seinem „Gute Laune"-Konzept

Ein junger Pädagoge bringt eine darniederliegende Schule in Schwung und kultiviert die Unterrichtsgestaltung durch sein "Gute Laune"-Prinzip. Sogar der preußische König wird aufmerksam und lobt den Nachwuchslehrer.