Ausbildung und Studium

Karriere in der Elektrobranche

Berufsziel Elektroniker*in für Gebäudesystemintegration

Ein vernetztes smart home, Ladestelle fürs E-Auto vor der Tür, Solarpaneele auf dem Dach, automatische Außenbeleuchtung – was vor wenigen Jahren noch Zukunftsmusik war, wird heute schon gebaut. Gebäude, privat wie gewerblich, sind heute komplexe technische Meisterwerke. Damit das aber funktioniert, braucht es Menschen, die all diese Herausforderungen beherrschen: Elektroniker*innen für Gebäudesystemintegration.

 

(ps) Die Digitalisierung hält die Welt in Atem – kaum ein Lebensbereich, in dem nicht digitale, elektronische Hilfsmittel vorkommen. Das Badezimmerradio ist heute ein Interface an der Wand, die Heizung wird digital gesteuert, der Kühlschrank funktioniert per App, vor dem Haus lädt das E-Auto, hinterm Haus der Rasenmähroboter, der Rasensprenger sprengt automatisch nach Programm, um hier nur wenige Bespiele zu nennen.- Schon das private Heim kann heute eine Hochburg der Digitalisierung sein. In der Wirtschaft kommen dann noch größer dimensionierte Anlagen hinzu: etwa Gebäudeklimatisierung, Lichtsteuerung bis hin zu smarten Brandschutzinstallationen. „Smarte Gebäude, die durch IT intelligent gemacht werden“, nennt das Prof. Michael Böhm von der TU Dortmund in der Tagesschau.

Vielfältige Ausbildungsinhalte

Eine neue Ausbildung für neue Herausforderungen! Tatsächlich könnte die Ausbildung aktueller kaum sein: Erst 2021 wurde sie ins Leben gerufen und ist damit heute die viertneueste Ausbildung überhaupt in Deutschland. Im Kern ist das Ziel der Ausbildung, Fachleute zu gewinnen, die den komplexen, fächerübergreifenden Herausforderungen moderner Gebäudetechnik gewachsen sind. Denn dazu gehören heute umfangreiche Aufgaben – so umfangreich, dass die lange Beschreibung vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) fast schon witzig klingt: „Sie planen, konzipieren, errichten, ändern, analysieren, vernetzen, warten und reparieren gebäudetechnische Systeme.“ Die Ausbildung, die zum E-Handwerk zählt, vermittelt damit alle wichtigen Fähigkeiten, vom Verlegen der Kabel bis hin zur Inbetriebnahme und Softwareeinrichtung – ein Beruf für Technik- und IT-Interessierte gleichermaßen.

„Wir haben festgestellt, dass es am Markt eine Nachfrage gibt nach Elektronikern, die gewerkeübergreifend tätig sein können“, sagt Andreas Habermehl vom Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke gegenüber der Nordwest-Zeitung. Auch Dr. Jürgen Jarusch vom Bildungszentrum für Elektro- und Informationstechnik des BIBB betont die breite inhaltliche Aufstellung der Ausbildung. „Aber der Schwerpunkt des neuen Ausbildungsberufs liegt eindeutig auf der Gebäudesystemintegration und somit in der Abdeckung sämtlicher Technologiefelder, die in diesen Bereich fallen. Dazu gehören Smart Building-Systeme, Energiemanagementsysteme in vernetzten Gebäuden und die Integration konventioneller und regenerativer Wärme- und Stromerzeugungssysteme.“

Aktuell und zukunftsweisend

Elektroniker*innen für Gebäudesystemintegration arbeiten am Puls der Zeit. Das heißt, sie arbeiten in einem Bereich, der buchstäblich noch dabei ist, sich erst voll zu entfalten. Ihre Arbeit trägt auch dazu bei, ressourcenschonende - weil effizient geplante - Gebäudesysteme zu ermöglichen. Neben Dingen wie Gebäudedämmung ist das ein wichtiger Baustein in Zeiten des Klimawandels. Die Ausbildung ist in einer Zukunftsbranche angesiedelt und zählt zu den Speerspitzen der neuen Berufe durch Digitalisierung und Automation. Somit kann die Ausbildung nicht nur durch vielfältige und abwechslungsreiche Inhalte glänzen, sondern auch mit spannenden Berufsaussichten und Karrierechancen auf einem wachsenden Markt.

Die Ausbildung

Wer Elektroniker*in für Gebäudesystemintegration werden möchte, macht dafür eine 3,5-jährige Ausbildung im Handwerk. Ein spezieller Schulabschluss ist nicht vorgeschrieben. Die Mehrheit der Azubis hat einen mittleren Bildungsabschluss oder die Hochschulreife. Zu den allgemeinen Anforderungen gehören ein technisches Verständnis und die Fähigkeit, Detailarbeit zu leisten, ohne das große Ganze aus dem Blick zu verlieren. Die Bundesagentur für Arbeit empfiehlt Kenntnisse in den Fächern Physik, Mathematik, Informatik und ggf. Technik/Werken. Die Ausbildungsvergütung ist je nach Bundesland unterschiedlich und liegt im ersten Ausbildungsjahr zwischen 770 und 900 Euro. Im vierten Ausbildungsjahr können 1150 Euro erreicht werden.

Weitere Informationen:

Allgemeine Informationen hat die Bundesagentur für Arbeit im Berufe-Net zusammengestellt:
https://web.arbeitsagentur.de/berufenet/beruf/134715

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https://www.erfolg-im-beruf.de/suchboerse


Quellen:

https://web.arbeitsagentur.de/berufenet/beruf/134715

https://web.arbeitsagentur.de/berufenet/beruf/steckbrief/134715

https://www.bibb.de/dienst/berufesuche/de/index_berufesuche.php/profile/apprenticeship/857plo7

https://www.foraus.de/de/themen/foraus_139335.php

https://www.nwzonline.de/bildung-beruf/smarte-vernetzer-bildschirm-an-fuer-die-neue-ausbildung-im-e-handwerk_a_51,3,842136134.html

https://www.tagesschau.de/wirtschaft/unternehmen/arbeitsmarkt-neue-berufe-101.html

 

 

 

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