Wege in die Welt: Auslandserfahrungen im Fokus (1/2)

Schule, und dann? Ab ins Ausland!

Viele Schüler*innen interessieren sich trotz Corona für Auslandserfahrungen, sei es während oder nach der Schule. Aus Abenteuerlust oder als Karrierebooster – sinnvoll sind die Erfahrungen immer. Persönliche Entwicklung und bessere Bewerbungschancen sind praktisch garantiert. Weil die Bedingungen zur Zeit so kompliziert sind, kommt es noch mehr als sonst auf gute Recherche und Beratung im Vorfeld an. Umso wichtiger ist, sich seiner Sache sicher zu sein – wir werfen einen Blick auf die Gründe für Auslandsaufenthalte, und was man dort machen kann.

Wege in die Welt: Auslandserfahrungen im Fokus (1/2)
Schule, und dann? Ab ins Ausland!

 

(ps) Viele Schüler*innen interessieren sich trotz Corona für Auslandserfahrungen, sei es während oder nach der Schule. Aus Abenteuerlust oder als Karrierebooster – sinnvoll sind die Erfahrungen immer. Persönliche Entwicklung und bessere Bewerbungschancen sind praktisch garantiert. Weil die Bedingungen zur Zeit so kompliziert sind, kommt es noch mehr als sonst auf gute Recherche und Beratung im Vorfeld an. Umso wichtiger ist, sich seiner Sache sicher zu sein – wir werfen einen Blick auf die Gründe für Auslandsaufenthalte, und was man dort machen kann.


Auslandserfahrungen sind immer ein Gewinn

"Das war die beste Entscheidung meines Lebens dieses Auslandsjahr zu machen - ich bin so froh, dass ich mich dafür entschieden habe", freut sich Charlotte im Interview mit dem Schüler-Blog des Rhein-Wied-Gymnasiums Neuwied. "Wenn jemand mit dem Gedanken spielt, das zu machen und sie haben auch die Möglichkeit dazu, würde ich das hundertprozentig machen." Sie erzählt, dass sie beim Schüleraustausch nach London auf den Geschmack gekommen sei, die Stadt habe sie "riesig fasziniert". Damit ist Charlotte eine von über 15.000 Schüler*innen deutschlandweit, die sich auf den Weg gemacht haben, im Ausland bei einer Gastfamilie zu wohnen und dort zur Schule zu gehen. 

Für viele ist die Vorstellung wie ein Sprung ins kalte Wasser. Du lässt dein Zuhause zurück, die Eltern, die Freunde, die Vereine, alles was du bisher kanntest – und weißt nicht wirklich, wo du landest. Auch Charlotte ging es so: "Ich hatte echt Sorgen, wie meine Gastfamilie ist", sagt sie. Die Begeisterung über die Erfahrungen überwiegen aber immer die anfänglichen Bedenken. Außerdem gibt es stets ein Ass im Ärmel: "Sobald man sagt, dass man Austauschschüler ist, wird man von den Jugendlichen sofort gut aufgenommen", berichtet Tom dem Pola-Magazin über seine Erfahrungen an einer High School in den USA. Und auch Tom ist sich sicher: "Jeder sollte ein Austauschjahr machen."


Viele Wege führen zum Ziel

Charlotte und Tom haben beide an einem organisierten Schüleraustausch teilgenommen. Für längerfristige Auslandsaufenthalte während der Schulzeit ist dies eine perfekte Option. Die Schule geht weiter, aber eben woanders – da gibt es Internatsaufenthalte ebenso wie das Leben in Gastfamilien. Doch es ist längst nicht die einzige Möglichkeit, als Schüler*in Auslandserfahrungen zu sammeln. Auch die Ferienzeiten können nämlich produktiv genutzt werden: so gibt es beispielsweise Sprachreisen und viele andere Ferienprogramme, die ins Ausland führen. Für ältere Schüler*innen, die bereits über die nötigen Sprachkenntnisse verfügen, kann es auch lohnend sein nach einem Praktikumsplatz im  Traumland zu suchen, um dort die letzten Schulferien zu verbringen. 

Gute Gründe für die Zeit im Ausland gibt es viele: Ganz vorn steht der Spracherwerb. Erfahrungen in anderen Ländern, mit anderen Kulturen, mit anderen Alltagen lassen neue Perspektiven auf das Leben und die Welt entstehen. Sie stärken die Persönlichkeit, den Charakter, das Selbstbewusstsein. Das Wissen, es alleine, ohne Eltern, im Ausland "geschafft zu haben" ist mehr wert als jedes Zertifikat. Für viele Programme gibt es auch Stipendien, so dass der Traum vom Ausland kein Traum bleiben muss. Und die Destinationen können den individuellen Wünschen folgen: Sommerferien oder Schuljahre in den USA, England oder Kanada – den Klassikern – sind genauso drin wie Aufenthalte in Ecuador, Neuseeland oder Costa Rica. 

Auch die eigene Karriere kann von diesen Erfahrungen profitieren. Selbst wenn der spätere Berufswunsch dann (doch) nichts mit dem Auslandsaufenthalt zu tun hat, können die Personalchef*innen daraus bei Bewerbungen eine Reihe guter Eigenschaften ablesen: Offenheit, Selbstständigkeit, Flexibilität und ein guter Umgang mit Menschen sind Voraussetzungen für eine erfolgreiche Zeit im Ausland – die du dann in den Betrieb, das Unternehmen mitbringen kannst. Und noch dazu natürlich gute Fremdsprachenkenntnisse, die immer gefragter sind. Dabei spielt die Dauer des Auslandsaufenthalts eine weniger wichtige Rolle – planst du unter Karrieregesichtspunkten, ist natürlich ein zielgerichtetes dreiwöchiges Praktikum im Ausland hilfreicher als zwölf Monate Weltreise zu schönen Urlaubsdestinationen. 

Nach der Schule? Ab ins Ausland!

Traditionell ist die Zeit nach dem Schulabschluss bestens geeignet, um zwanglos neue Erfahrungen zu sammeln. Viele nutzen die Zeit für Freiwilligendienste im ökologischen oder sozialen Bereich, Praktika oder Reisen. Auslandsaufenthalte bieten dabei die einzigartige Möglichkeit, all diese Aktivitäten miteinander zu kombinieren: Freiwilligenarbeit, Praktika, Work & Travel, Au-pair oder Sprachreisen – die Möglichkeiten sind vielfältig. Das ist nicht nur spannend, sondern hilft auch bei der Berufsorientierung. Zahlreiche neue Erfahrungen und Tätigkeiten eröffnen schließlich neue Horizonte. Viele Universitäten bieten auch offene Orientierungssemester an, die genutzt werden können, um Studieninteressen auszuloten und zugleich Auslandserfahrungen zu sammeln. 

Ismael, der aus Spanien kam und nach der Schule ein Au-pair-Jahr in Deutschland verbracht hat, kann das jedenfalls nur empfehlen: "Eine neue Sprache direkt in einer einheimischen Familie zu lernen, war definitiv ein sehr positives Erlebnis," sagt er AuPairWorld. "Dann die deutsche Kultur zu entdecken und auch die eigene mit einzubringen, war wirklich super" – und umgekehrt gilt das natürlich genauso. "Macht es!", sagt Dorrit, die in den USA war, im Interview mit dem Stubenhocker. "Ihr werdet Hochs und Tiefs erleben, die euch stärken. Die neuen Erfahrungen führen nicht nur zu einem größeren Selbstbewusstsein und einem anderen Weltbild, sondern bringen euch später sicherlich auch im Berufsleben weiter."

Leider gehört zu der Geschichte auch, dass die Corona-Pandemie hier manchen Strich durch Rechnungen gemacht hat. Einige Programme können derzeit schlicht nicht durchgeführt werden. Doch es gibt auch weiterhin viele Möglichkeiten mit gut vertretbaren Risiken Auslandserfahrungen zu sammeln. Nicht zuletzt liegen die Impfquoten in nicht wenigen Ländern schon über denen Deutschlands – etwa in beliebten Zielländern wie Portugal, Kanada, Neuseeland oder Frankreich. Umso wichtiger ist es aber, im Vorfeld gut zu recherchieren und sich gut beraten zu lassen. Hier bietet es sich an, auch nach Messen Ausschau zu halten, beispielsweise die pluspunkt.ausland-Foren, die im September 2022 wieder in Braunschweig und Magdeburg stattfinden. 


Weiterführende Informationen (Auswahl):

AFS Interkulturelle Begegnungen e. V. 

AIFS – Educational Travel

Ayusa Intrax

Barnes Educational Services

Cultural Care Au Pair

Culture XL - Xplore & Learn UG 

Deutsche UNESCO-Kommission e.V./kulturweit 

EF Education

ehighschool Christian Prelle 

Global Horizons

international Experience e. V.

Kulturwerke Deutschland Sprachreisen GmbH St.

Rotary Jugenddienst Deutschland e. V.

Sarah Jochums Internatsberatung 

Stepin - High School International

TravelWorks

Praktikawelten


Quellen:

https://www.rwg-neuwied.de/hp/der-rwg-schueler-blog/item/531-interview-mit-charlotte-leonardi 

https://pola-magazin.de/auslandsjahr-schule-jugendliche-ausland/ 

https://weltweiser.de/erfahrungsberichte/interview-mit-einer-heimkehrerin-au-pair-erlebnis-usa/ 

https://www.aupairworld.com/de/blog/interview-au-pair-boy 

https://weltweiser.de/wp-content/uploads/pdf/weltweiser-studie_schueleraustausch_high_school_auslandsjahr_statistik_2019.pdf.pdf 

 

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