Außerschulische Lernorte

Außerschulische Lernorte im Fokus

Das Gläserne Labor in Berlin-Buch

Der Wissenschafts- und Biotechnologiepark Campus Berlin-Buch beherbergt eines der ersten und größten Schülerlabore Deutschlands. Das prämierte Angebote bietet eine breite Palette von Molekularbiologie über Ökologie bis Physik.


(ps) Wie entdeckt man genetische Veränderungen in Nahrungsmitteln? Was passiert bei der Photosynthese? Wie teste ich meine Blutgruppe? Welche Eigenschaften hat das Koffein in meinem Kaffee? Diesen und zahlreichen weiteren Fragen können Schüler*innen im Gläsernen Labor anhand von praktischen Versuchen nachgehen. Mit über 20 Kursen zu unterschiedlichsten Themen in sechs Fachbereichen bietet das innovative Labor die Möglichkeit, in aktuelle Fragen der wissenschaftlichen Forschung einzusteigen und selbst Experimente durchzuführen.

Seit 1999 schreibt das Gläserne Labor seine Erfolgsgeschichte(n): Anfangs konnten sich auch Familien für einen Laborbesuch über die VHS anmelden, doch durch das überwältigende Interesse seitens der Schulen ist es rasch zu einem Schülerlabor geworden – und zählt seit Jahren zu den meistbesuchten Laboren der Republik. Unter wissenschaftlicher Anleitung finden die Schüler*innen dort hochwertige Angebote, die auch berufliche Perspektiven bieten. So gebe es beispielsweise die Möglichkeit, „mal in einen Kittel zu schlüpfen, die Rolle als Schülerin oder Schüler zu verlassen und stattdessen in die Rolle von Technischen Assistent*innen oder Wissenschaftler*innen zu schlüpfen“, sagt Teamleiterin und Diplom-Biologin Claudia Jacob im Interview mit dem IfT. „Für uns ist besonders wichtig, dass alles, was wir vermitteln, eine Verbindung zur Forschung hat, die auf unserem Campus stattfindet, und dass die Schülerinnen und Schüler das auch verstehen.“

Die meisten Kurse richten sich an Schüler*innen der Sekundarstufe – spannende Angebote gibt es aber auch für Kitas und Grundschulen. Heute gibt es sechs verschiedene Labore zu den Themen Molekularbiologie, Neurowissenschaften, Zellbiologie, Ökologie, Chemie und Physik. Dabei ist stets auch die Einbindung in den Unterricht mitgedacht: „Wir orientieren uns am Rahmenlehrplan, an dem sich die Lehrkräfte orientieren. Unsere Aufgabe besteht darin, Forschung so zu verpacken, dass sie einen interessanten und spannenden Inhalt für den Lehrauftrag bietet“, so Claudia Jacob.

Neben den Laborbesuchen im Rahmen des Schulunterrichts bietet das Gläserne Labor noch eine ganze Reihe weiterer Möglichkeiten an: etwa AGs für Schüler*innen der Grund- und Mittelstufe – in denen speziell auch über naturwissenschaftliche Ausbildungsberufe informiert wird – oder Projektwochen während der Ferien für Mittelstufenschüler*innen bis Abiturient*innen. Teilweise werden auch (Ferien-)Kurse in englischer Sprache angeboten, die von den internationalen Wissenschaftler*innen am Max-Delbrück-Center geleitet werden. Weiterhin gibt es für Lehrkräfte ebenfalls Laborkurse, Vorträge, Unterrichtsmaterialien und noch vieles mehr.

Trägerschaft

Für die hohe Qualität des Gläsernen Labors bürgen auch die Träger des Schülerlabors. Das vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) in der Helmholtz-Gemeinschaft gegründete Labor geht auf eine Initiative von Prof. Detlev Ganten, ehem. Wissenschaftlicher Vorstand des MDC, und Dr. Gudrun Ergräber zurück. Das Gläserne Labor gehört zur Campus Berlin-Buch GmbH – der Entwicklungs- und Betreibergesellschaft des Campus Berlin-Buch – und ist Teil des „Netzwerks Schülerlabore in der Helmholtz-Gemeinschaft“.

Weitere Informationen:

Aktuelle Informationen, Details zu den Kursangeboten und vieles mehr finden sich auf der Webseite des Gläsernen Labors: https://www.glaesernes-labor.de/de/index

Anmeldungen für den Besuch zu Preisen von 10–15 Euro je Schüler*in erfolgen online bei den jeweiligen Kursen. Die aktuelle Preisliste und weitere Hinweise sind hier zu finden: https://www.glaesernes-labor.de/de/preise_glab


Ein Interview mit der Teamleiterin des Gläsernen Labors Claudia Jacob findet sich hier.

 

 

03.01.2024

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