Viele Schüler*innen interessieren sich trotz Corona für Auslandserfahrungen, sei es während oder nach der Schule. Aus Abenteuerlust oder als Karrierebooster – sinnvoll sind die Erfahrungen immer. Persönliche Entwicklung und bessere Bewerbungschancen sind praktisch garantiert. Weil die Bedingungen zur Zeit so kompliziert sind, kommt es noch mehr als sonst auf gute Recherche und Beratung im Vorfeld an. Umso wichtiger ist, sich seiner Sache sicher zu sein – wir werfen einen Blick auf die Gründe für Auslandsaufenthalte, und was man dort machen kann. 


Mehr Anerkennung für Weiterbildungen

Zukünftig tragen alle Absolvent*innen von Meister-, Techniker- sowie Fachwirt- und Fachkaufleuten-Lehrgängen bei ihrem staatlichen Abschluss die Bezeichnung „Bachelor Professional“. Parallel dazu wird allen Absolvent*innen von kaufmännischen und technischen Betriebswirten der Titel „Master Professional“ verliehen. Das bereits seit Anfang 2020 gültige Berufsbildungsgesetz ist die Grundlage für die neuen Bezeichnungen. Durch sie sollen berufliche Weiterbildungen nochmals attraktiver werden. 


Zahl der Kurzarbeitenden geringer als gedacht

Laut einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) lagen erste befragungsbasierte Hochrechnungen im Frühjahr und Sommer 2020 offenbar zu hoch. Aufgrund des großen Interesses der Öffentlichkeit an diesem Thema wurden häufig Befragungen in den Unternehmen durchgeführt, um die Zahl der von der Kurzarbeit Betroffenen noch vor der amtlichen Veröffentlichung festzuhalten. Vergleicht man allerdings die von der Bundesagentur für Arbeit vorgelegten Daten mit denen aus den Befragungen und Hochrechnungen, werden große Diskrepanzen deutlich. Während die Bundesagentur für den August des vergangenen Jahres 2,5 Millionen Kurzarbeitende erfasste, lagen die Hochrechnungen des IAB (3,3 Millionen) und des ifo-Instituts (4,6 Millionen) deutlich höher. 


Trotz Corona: Zahl der Studierenden erreicht Höchststand

Das Statistische Bundesamt registriert in einer ersten Erhebung für das Wintersemester 2021/22 knapp 2,95 Millionen Studierende in Deutschland. Auch wenn damit die Zahl der Studierenden zum 14. Mal in Folge gestiegen ist, fällt das Plus mit lediglich 0,1 Prozent denkbar gering aus: So sind an hiesigen Universitäten, Fach-, Kunst- und Musikhochschulen nur etwas über 3.300 Studierende mehr eingeschrieben als im vergangenen Jahr.  


Sehnsucht nach Südkorea

Wieder einmal beweisen die Koreaner ihren weltweiten kulturellen Einfluss: nun mit der Serie "Squid Game". Inhaltlich wird sie - ob berechtigt oder unberechtigt steht auf einem anderen Blatt - zum Teil sehr kritisch gesehen. Global feiert sie Erfolge und zieht auch ins echte Leben ein. So werden "Squid Game"-Partys veranstaltet, die Uniformen als Kostüme verkauft, und ein besonders findiger Produzent von Erdmöbeln bietet einen Sarg an, wie er auch in der Serie vorkommt: schwarz mit pinkem Geschenkband. Neben solchen Merkwürdigkeiten gibt es aber auch positive Nebeneffekte: die Nachfrage nach Koreanisch-Sprachkursen ist mit der Serie sprunghaft angestiegen. Auch das Land selbst wird immer interessanter.    


Zahl der Studiengänge auf Rekordhoch

Die Zahl der Studiengänge in Deutschland ist auf einem Rekordhoch angelangt, wie jüngst eine Analyse des Centrums für Hochschulentwicklung gGmbH der Bertelsmann-Stiftung ergab. Auch die Zahl der Studierenden ist so hoch wie nie. Damit setzt sich der Trend zum Studium weiter fort. Seit 2009 übersteigt die Zahl der Studierenden jene der Auszubildenden. 2020 standen einem Azubi bereits 2,3 Studierende gegenüber.     


Digitale Prüfungen unter der Lupe

Digitale Prüfungen haben sich spätestens durch die Corona-Pandemie zu einem zentralen Thema nicht nur der Hochschulbildung entwickelt. In den vergangenen anderthalb Jahren mussten viele Hochschulen und Unis gezwungenermaßen auf sie zurückgreifen und entdeckten Möglichkeiten, standen aber auch vor Herausforderungen. In der Praxis stießen viele Lehranstalten auf Schwierigkeiten rechtlicher, didaktischer, logistischer und technischer Natur. 


So viele Kinder!

Die Zahl der Erstklässler*innen hat im Schuljahr 2021/22 ein neues Hoch erreicht: 771.700 Kinder wurden eingeschult, so viele wie seit 14 Jahren nicht mehr. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt waren das 21.900 oder 2,9 % mehr Schulanfänger*innen als im Vorjahr. Sie treffen auf rund 237.000 Grundschullehrer*innen deutschlandweit – viele Stellen sind jedoch noch unbesetzt. Die Bertelsmann-Stiftung geht davon aus, dass bis 2025 etwa 26.300 Lehrkräfte fehlen werden. 


26 % Frauenanteil bei Hochschulprofessuren 2020

Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, liegt der Frauenanteil bei den hauptberuflichen Hochschulprofessuren 2020 bei 26 Prozent. Damit ist der Frauenanteil unter der Professorenschaft seit 1990 um über 20 Prozent gestiegen, bei einem durchschnittlichen Jahreszuwachs von 0,69 Prozent. Verglichen mit dem Frauenanteil in der Bevölkerung und unter den Erstsemestern sind Frauen bei den Professuren deutlich unterrepräsentiert. Bei der höchsten Besoldungsgruppe der C4/W3-Professuren ist der Anteil sogar noch geringer.  


Corona belastet auch Leitungspersonal in Schulen

Die Corona-Pandemie hat die Welt weiterhin fest im Griff. Seit Beginn sind Schulen einer der am stärksten von ihren Auswirkungen betroffenen Orte. Die meisten Betrachtungen darüber richteten ihren Blick bisher vor allem auf Schüler*innen und Lehrkräfte. Untersuchungen der Hochschule Fulda zusammen mit den Universitäten Bielefeld und Trier zeigen jetzt, dass auch Schulleitungen unter den Zuständen leiden. Untersucht wurden arbeitsbedingte Stressbelastungen, gesundheitsriskante Strategien der Arbeitsbewältigung und gesundheitliche Beanspruchung der schulischen Führungskräfte. Die Wissenschaftler*innen sehen dabei vor allem für weibliche Schul- und Grundschulleitungen Handlungsbedarf.