Seit 2001 ist es ein fester Termin: der Girls' Day, oder Mädchen-Zukunftstag – eine bundesweite Berufsorientierungsinitiative für Mädchen ab der 5. Klasse, die Einblicke in noch immer männerdominierte Bereiche wie Technik, IT und Naturwissenschaft bieten soll. Seit Gründung haben fast 2 Millionen junge Frauen dieses Angebot wahrgenommen. Das 20. Jubiläum muß pandemiebedingt weitgehend digital stattfinden. Doch Chancen gab es auch dieses Jahr zahlreiche. Im Alltag bemerkt man(n) sie selten, doch die Probleme sind nach wie vor frappierend – die Ungleichbehandlung von Männern und Frauen in praktisch allen Lebensbereichen setzt sich weiter fort. Dabei bleibt besonders die Arbeitswelt eine große Baustelle. Ein jährlicher Termin, der dies sichtbar macht, kommt glücklicherweise vor dem Girls' Day: der Equal Pay Day. Dieser bezieht sich auf die Lohnlücke zwischen Männern und Frauen. 2021 war jener Tag am 10. März – d.h., statistisch gesehen haben Frauen vom 1. Januar bis 10. März "umsonst" bzw. ohne Lohn gearbeitet – im Vergleich zu ihren besser bezahlten männlichen Kollegen.  


Corona infiziert auch unsere Sprache

Das Leibniz-Institut für deutsche Sprache hat seit Beginn der Pandemie bereits mehr als 1.000 neue Wortschöpfungen mit Bezug zur Covid-19-Pandemie gesammelt. 


Corona-Selbsttest an Schulen erfolgreich

Es ist inzwischen eingeübt: Mundschutz, Abstand, Händewaschen. Die Maßnahmen helfen, doch gerade im Schulbetrieb sind nicht alle jederzeit einhaltbar. Um die Infektionsketten schon an der Schulpforte zu brechen, werden nun in großem Stil Selbsttests für Schüler*innen verteilt. Erste Auswertungen zeigen bereits Erfolge. Bei allen Erfolgen ist das Ziel aber dennoch nicht erreicht. So gäbe es trotz aller Bemühungen und anderer Planungen noch "weiße Flecken", wo die Testkits noch nicht angekommen seien. Die Arbeit geht also weiter. Nichtsdestoweniger besteht Anlaß zur Hoffnung, daß ein im Rahmen der Möglichkeiten "sicherer" Präsenzunterricht wieder für alle greifbar werden könnte. 


Klage gegen digitale Prüfungen gescheitert

Die Überwachung und Aufzeichnung von Studierenden während einer Onlineprüfung sind erlaubt. Zwei Studenten der Fernuni Hagen und der Uni Kiel hatten gegen die Überwachung ihrer Prüfungen geklagt. Beide Anträge wurden durch die zuständigen Oberverwaltungsgerichte Münster und Schleswig in Eilentscheidungen abgelehnt. Für die Studenten bedeutet das, dass während einer Prüfung Video- und Tonüberwachungen gespeichert werden dürfen. Der nicht anfechtbare Beschluss verwies auf die Corona-Prüfungsordnung der Fernuniversität. In der wird als Alternative zur Präsenzprüfung eine Prüfung zuhause angeboten. Dabei überwacht die Aufsicht den Prüfling per Video- und Tonverbindung sowie der Darstellung des Bildschirms. Sollte es zu keinen Auffälligkeiten kommen, wird das Material nach der Prüfung gelöscht. Der Kläger sah in der Aufzeichnung einen Verstoß gegen die Datenschutzgrundverordnung. 


Eingeschränkte Studierbarkeit in vielen Studiengängen

Die Wissenschaftsminister*innen der Länder protestieren in einem offenen Brief gegen die direkte Übertragung der Coronaregelungen für Schulen auf die Universitäten. Insbesondere am Prinzip des Wechselunterrichts wird Kritik geübt. Die Umsetzung ist an Universitäten schwierig und würde für Studierende mancher Studiengänge "faktisch einen Ausschluss vom Studium" bedeuten. Der offene Brief der Wissenschaftsminister*innen an Angela Merkel und Jens Spahn ist bis dato unbeantwortet geblieben. Nachdem schon seit geraumer Zeit beklagt wird, daß die Universitäten bei den Coronaregelungen schlicht vergessen wurden, sind sie nun in einem Topf mit den Schulen gelandet. Jedoch sei beispielsweise Präsenzunterricht nicht mit Präsenzveranstaltungen der Hochschulen vergleichbar. 


Puppen erklären die Corona-Selbstests

In einem achtminütigen Film mit dem Titel „Dr. Kasperls Coronatest-Anleitung“ erklärt der Kasperl dem jungen Erdmännchen Erwin, wie wie wichtig und einfach durchzuführen die Selbsttests im Klassenzimmer sind, um das Coronavirus in Schach zu halten. Der Film entstand in Zusammenarbeit mit dem bayrischen Kultusministerium und zeigt den grundsätzlichen Ablauf von Selbsttests, wie sie seit dem Schulstart nach Ostern in allen bayerischen Schulen durchgeführt werden. 


85 Berufswahlmessen im Jahr 2022

"Jugendlichen fehlt es an Unterstützung, passende Angebote zu finden", schreiben zwei Autoren Ende März in der "Frankfurter Allgemein Zeitung" über die aktuelle Situation der Berufsorientierung. Das IfT Institut für Talententwicklung plant derzeit für 2022 sein Jahresprogramm. Dies besteht aus rund 80 vocatium-Messen, davon rund 70 wieder im bewährten Präsenzformat und gut zehn als Videochat-Messen. Zudem sind mehrere parentum-Berufswahltage für Eltern und Jugendliche geplant. 


Schüler*innen lernen im Lockdown weniger

In einer aktuellen Umfrage des Ifo-Instituts zur Lage der Schulen zeigt sich ein gemischtes Bild: zwar gibt es Fortschritte beim onlinegestützten Distanzunterricht, die durchschnittliche Lerndauer der Schüler*innen liegt jedoch 3 Stunden unter dem Vorkrisenniveau. Hinzu kommen große psychische Belastungen. Ebenfalls kaum verbessert hat sich die Lage für sozial schwächere Familien. Experten warnen vor einer weiteren Öffnung der sozialen Schere.  


Wie krisensicher ist Ihr Unternehmen?

"Wie überwinden Unternehmen die Krisenzeit?" – so lautete die zeitgemäße Ausgangsfrage für die Studierenden des Masterstudiengangs "Innovation im Mittelstand" in Würzburg-Schweinfurt. Die Ergebnisse wurden im Rahmen der Netzwerkveranstaltung „Robuste Geschäftsmodelle in Krisenzeiten“ der IHK Würzburg-Schweinfurt präsentiert.  


Starker Anstieg bei Schulabbrechern erwartet

Wegen der Corona-Krise rechnet die Bundesarbeitsgemeinschaft der Jugendämter mit einem deutlichen Anstieg der Schulabbrecher. Anstatt der zuletzt 104.000 Schulabbrecher rechnen die Landesjugendämter für das vergangene Jahr mit 210.000 und genau so vielen für 2021. Laut dem Vorsitzenden Lorenz Bahr ziehe sich diese Entwicklung durch viele Schichten. Auch Kinder aus der Mittelschicht würden betroffen sein. Die Bundesarbeitsgemeinschaft fordert daher von Bund, Ländern und Kommunen einen sogenannten Post-Corona-Kinder-und-Jugendhilfefonds für den Zeitraum von 2022 bis 2027, um den zu erwartenden höheren Bedarf an Hilfsangeboten und Präventionsarbeit zu finanzieren.