Berufsziel Verkäufer*in
"Wichtiger als das Produkt ist die Person, die es verkauft."

 

(ps) Die Ausbildung zum/zur Verkäufer*in wird immer beliebter – bei Männern und Frauen. Unter den nachgefragtesten Ausbildungen ist sie im Gesamtranking von Platz 4 im Jahr 2019 nun auf Platz 2 im Jahr 2022 aufgestiegen. Besonders unter den männlichen Azubis hat das Interesse stark zugenommen. Der abwechslungsreiche Beruf bietet verschiedene Einsatzbereiche, zudem gibt es viele Fortbildungsmöglichkeiten.

Der Einzelhandel ist eine jener Branchen, welche die Coronapandemie besonders hart getroffen hat. Während der Lockdowns war natürlich gleich ganz geschlossen, und in den Phasen dazwischen gab es sich oft ändernde Regelungen, die die Arbeit zu keinem besonderen Vergnügen gemacht haben dürften. Doch die Pandemie hat auch deutlich gemacht, wie wichtig soziale Kontakte sind und wie schön es war und ist, einkaufen zu gehen. Nachdem vorerst fast alle Coronabeschränkungen gefallen sind und seit nunmehr einem Jahr sich alle impfen lassen können, die es wünschen, kommt der Einzelhandel zurück – und dies schlägt sich auch in den Azubi-Zahlen nieder: Sie erreichen fast das Vor-Pandemie-Niveau, trotz der Corona-Delle bei den Ausbildungszahlen.

Überall werden Azubis händeringend gesucht, doch die Verkäufer*innen-Ausbildung konnte ihren Platz in den Top-10 souverän verteidigen. Bei den Männern ist sie von Platz 7 auf Platz 4 gestiegen. Der Beruf glänzt mit vielfältigen Sozialkontakten im Bereich der Kundenberatung – Kommunikationsfähigkeit und Kontaktbereitschaft gehört also zu den zentralen Anforderungen. Daneben ist ein kaufmännisches Verständnis sehr wichtig. Später bietet eine Vielzahl von Fachgeschäften die Spezialisierung auf einem bestimmten Bereich. Vom Woll- und Strickwarenbedarf bis zum Spielefachhandel sind die Möglichkeiten fast unbegrenzt – leider können gerade die kleinen Fachgeschäfte nicht immer selbst ausbilden, hier helfen aber beispielsweise Praktika weiter.

Die duale Ausbildung dauert zwei Jahre. Ein spezieller Schulabschluss ist für die Ausbildung nicht vorgeschrieben; wichtig sind Kenntnisse in Deutsch und Mathematik. Für Verkäufer*innen gibt es auch viele Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten: Naheliegend ist der Weg in den kaufmännischen Bereich, bspw. zum/zur Einzelhandelskaufmann*frau, zum/zur Handelsfachwirt*in oder Handelsbetriebswirt*in IHK. Auch in den Bereichen Einkauf und Management gibt es zahlreiche Optionen für die weitere Karriere.

 

Weitere Informationen:

berufenet.arbeitsagentur.de/berufenet/bkb/6628.pdf

 

Quellen:

https://berufenet.arbeitsagentur.de/berufenet/faces/index?path=null/kurzbeschreibung&dkz=6628 

https://www.ausbildung.de/berufe/verkaeuferin/karriere/ 

https://www.ausbildungspark.com/news/rangliste-beliebte-ausbildungsberufe-2019/ 

https://www.ausbildungspark.com/news/beliebteste-ausbildungsberufe-2022/ 

Titelzitat von Werner Katzengruber, österr. Kommunikationsberater

 

27.04.2022