Berufswahl früher

Hatte sie eine Berufswahl? Ihre Eltern fädeln ihre erste Ehe ein. Dorothea ist gerade 16 Jahre jung. Dies ist das Los nahezu aller Frauen des höheren Adels bis ins 18. Jahrhundert. Infolge ihrer Heirat 1653 mit dem Herzog Christian Ludwig von Braunschweig-Lüneburg, den sie immerhin vor der Hochzeit kennen und schätzen lernen durfte, ist ihr erster Beruf vorgegeben: Herzogin. 


Gegensätzlicher könnten die Lebensstrategien nicht sein

(hrs) Donald Trumps Vater soll dem scheidenden US-Präsidenten in seiner Kindheit gesagt haben: Sei ein "König" und werde bei allem, was du tust ein "Killer" (1). Dem steht eine andere "Lebenskunst" diametral gegenüber, die ein Pädagoge so formulierte: "... alle Beschäftigungen der Sinne und des Verstandes … sind eigentlich dazu gemacht, unsere Seele mit Heiterkeit zu erfüllen." (2)  


„Wer eine Sache am besten macht, der soll sie machen“

(hrs) Jede berufliche Tätigkeit sollte darauf abzielen, „diese Welt zu einem erfreulichen Tummelplatz des Lebens zu machen“, erklärte der erfolgreiche amerikanische Unternehmer Henry Ford (1863-1947) vor rund einhundert Jahren in seiner autobiographischen Schrift „Mein Leben und Werk“. „Glück und Wohlstand“, war Ford überzeugt, lasse sich „nur durch ehrliche Arbeit gewinnen“. 


30 Stunden gewerbsmäßige Arbeit neben der Schule ...

(hrs) Mancher Zuhörer wird den Atem angehalten haben. Der Braunschweiger Schulinspektor Albert Sattler nahm auf einer Lehrerversammlung 1897 kein Blatt vor den Mund und trug aus Berichten von Gewerbeaufsichtsbeamten vor: 


Jagen: Vom fürstlichen Vergnügen zur Pflicht zur Hege

(hrs) Dreizehn mal in die Natur ausrücken, dreizehn mal einen Hochstand raufklettern, dreizehn mal passiert drei Stunden lang nichts. Fast nichts. Eine Hase hoppelt vorüber. Vögel zwischtern. Ein Ziel, vielleicht ein Hirsch, will nicht in Sicht- und Schussweite kommen. Mit der Natur allein, wie sie kreucht und fleucht. Das ist, wie erfahrene Jäger*innen berichten, nicht selten ihr Los. Immerhin: Entspannung pur. 


Zwei Menschen von früher - doch hochaktuelle Vorbilder

(hrs) Es ist ein alter und zugleich hochaktueller Streit: Welchen Einfluss sollen bzw. dürfen Mediziner auf die Politik ausüben? Wie lange ist die Einschränkung der Grundfreiheiten hinzunehmen, weil Ärzte vor einer zweiten Coronavirus-Welle warnen? Der Badenser Johann Peter Frank, geboren 1745, hat sich als Pionier für eine systematische „medicinische Polizey“ – heute sagen wir Sozialmedizin oder neudeutsch Public Health – den Ruf eines unbequemen Zeitgenossen eingehandelt. Das war vor über 200 Jahren.