Berufswahl heute

Laut einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) lagen erste befragungsbasierte Hochrechnungen im Frühjahr und Sommer 2020 offenbar zu hoch. Aufgrund des großen Interesses der Öffentlichkeit an diesem Thema wurden häufig Befragungen in den Unternehmen durchgeführt, um die Zahl der von der Kurzarbeit Betroffenen noch vor der amtlichen Veröffentlichung festzuhalten. Vergleicht man allerdings die von der Bundesagentur für Arbeit vorgelegten Daten mit denen aus den Befragungen und Hochrechnungen, werden große Diskrepanzen deutlich. Während die Bundesagentur für den August des vergangenen Jahres 2,5 Millionen Kurzarbeitende erfasste, lagen die Hochrechnungen des IAB (3,3 Millionen) und des ifo-Instituts (4,6 Millionen) deutlich höher. 


26 % Frauenanteil bei Hochschulprofessuren 2020

Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, liegt der Frauenanteil bei den hauptberuflichen Hochschulprofessuren 2020 bei 26 Prozent. Damit ist der Frauenanteil unter der Professorenschaft seit 1990 um über 20 Prozent gestiegen, bei einem durchschnittlichen Jahreszuwachs von 0,69 Prozent. Verglichen mit dem Frauenanteil in der Bevölkerung und unter den Erstsemestern sind Frauen bei den Professuren deutlich unterrepräsentiert. Bei der höchsten Besoldungsgruppe der C4/W3-Professuren ist der Anteil sogar noch geringer.  


Fakt und Fake: Ringvorlesung in Landau

Nicht erst seit Donald Trump sind fake news und alternative Fakten ein Thema und ein Problem. In Zeiten, in denen "soziale" Medien den news feed übernehmen und dabei Millionen vernetzen, können Falschinformationen ganz reale und substantielle Auswirkungen auf die gesellschaftliche Wirklichkeit haben. Aber nicht nur dort begegnen sich Wahrheit und Fiktion, in praktisch allen Bereichen des Lebens werden Gewissheiten hinterfragt. Hier setzt die interdisziplinäre Ringvorlesung aus verschiedenen Fächern der Kultur- und Sozialwissenschaften an. Thema ist das Spannungsfeld von Wahrheit und Lüge. 


Homeoffice-Angebote sollen reduziert werden

Die Corona-Pandemie erforderte einen tiefgreifenden Wandel im Umgang mit Heim- oder Mobilarbeit. Zahlreiche Bürotätigkeiten wurden zumindest zeitweise ins Homeoffice verlagert. Eine Umfrage des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung zeigt nun, dass die weiteren Pläne für den Umgang mit solchen Arbeitsplätzen von Firma zu Firma unterschiedlich ausfallen. Rund zwei Drittel der befragten Betriebe möchten Arbeit von zuhause im gleichen Umfang wie vor der Krise ermöglichen. Jedes zehnte Unternehmen will die Angebote hingegen reduzieren.  


"MUT – Mädchen und Technik"

Als Mädchen mit Interesse für Technik hat man es noch immer nicht leicht. Um hier Angebote zu schaffen und auch Berührungsängste abzubauen hat ein Verbund bayrischer Hochschulen unter Führung der Uni Bamberg bereits 2005 das "MUT"-Programm aufgelegt. Hier gibt es ein breites Themenspektrum aus dem MINT-Bereich, von Robotik bis zur Gestaltung der Energiewende. Pandemiebedingt findet die Veranstaltung auch dieses Jahr digital statt und richtet sich mit zwei Angeboten an die Altergruppen 10-14 und 15-19 Jahre. 


Männer starten früher ins Berufsleben

Laut einer Befragung des Statistischen Landesamtes Nordrhein-Westfalen waren im Jahr 2019 29 Prozent der 21-jährigen Männer und 20,1 Prozent der gleichaltrigen Frauen erwerbstätig. Die Mehrzahl der Frauen in diesem Alter besuchten eine Fachhoch- oder Hochschule. Die Mehrheit der Männer ging auf eine berufliche Schule (31,5 Prozent). 


Hohe Nachfrage an Sozialpädagogen

In Niedersachsen werden zurzeit verstärkt Lehrerinnen und Lehrer an berufsbildenden Schulen der Fachrichtung Sozialpädagogik gesucht. Nur wenn der Mangel an Lehrkräften behoben werde, könne die zunehmend nachgefragte Ausbildung zur Erzieherin oder zum Erzieher sichergestellt werden, so die Aussage von Kultusminister Grant Hendik Tonne. 


Neustart in die vocatium-Präsenzmessen ist geglückt

Der Neustart der Ausbildungsmessen im Präsenzformat ist beim IfT Institut für Talententwicklung geglückt. Seit Anfang September 2021 können sämtliche geplanten Fachmessen für Ausbildung+Studium vocatium sowie die parentum-Berufswahlmessen für Eltern+Jugendliche wieder, wie vor der Corona-Krise - in Messehallen stattfinden. Das vom IfT entwickelte Hygienekonzept wird von den zuständigen Behörden der Bundesländer und Kommunen anerkannt.  


Jugendliche und Ausbildungsplätze finden immer seltener zusammen

Im vergangenen Jahr blieben in Deutschland 60.000 Ausbildungsstellen unbesetzt. Und das, obwohl gleichzeitig 29.000 Bewerber keinen Ausbildungsplatz bekamen. Gleichzeitig entschieden sich 49.000 Schülerinnen und Schüler aufgrund einer Bewerbungsabsage für eine Alternative zur Ausbildung. 


Honig aus der Heimat

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, schlossen im Jahr 2020 in Deutschland 24 Menschen einen Ausbildungsvertrag als Tierwirt beziehungsweise Tierwirtin der Fachrichtung Imkerei neu ab. Damit gehen die Ausbildungsneuverträge um etwa 11 Prozent zum Vorjahr zurück, was angesichts des "Corona-Knicks" bei den Ausbildungszahlen im Rahmen ist. Dabei übernehmen Imker*innen eine wichtige Rolle in der Landwirtschaft. Obgleich es auch hauptberufliche Imker*innen gibt, wird die Honigbienenhaltung meistens als Nebenerwerb betrieben.