Unterricht

Spielen gehört zu den Grunderfahrungen eines jeden Menschen. Dennoch oder vielleicht deshalb, ist Spielen bis auf wenige anerkannte Ausnahmen wie Schach weitgehend eine Privatangelegenheit. Dabei hat Spielen in jedem Lebensalter positive Effekte. Selbst die oft verschrienen Computerspiele können Lernleistungen verbessern, sofern auf einen verantwortungsvollen und zeitlich begrenzten Umgang geachtet wird. 


Lehrkräftepreis 2022 sucht Kandidat*innen

Der Deutsche Lehrkräftepreis sucht Kandidat*innen für die Auszeichnungsrunde 2022. Der renommierte Preis unter der Schirmherrschaft der Bundesbildungsministerin widmet sich in diesem Jahr mit zwei Sonderpreisen den Themen "Umwelt und Nachhaltigkeit" sowie "Kulturelle Bildung". Schülerinnen und Schüler, die ihre Lehrer*in für preisverdächtig halten, können Vorschläge noch bis zum 16. September 2022 einreichen.  


Schulleitungsstudie 2022

Der Schulbuchverlag Cornelsen präsentiert die Schulleitungsstudie 2022 – die erste einer geplanten Reihe, die sich speziell mit den Trends und Positionen auf Ebene der Schulleitungen befasst. Klares Ergebnis in diesem Jahr: Deutschland brauche eine "neue Kultur des Lernens". Ginge es nach den Schulleitungen, stünde eine große, grundlegende Bildungsreform an.  


"Vier Zeilen in einem guten Lexikon"

Digitalisierung ist in aller Munde – nicht erst seit der Coronapandemie, aber seit dem nachdrücklicher denn je. Dabei werden auch die didaktischen Materialien digital: Lehrbücher, Lernsoftware, ganze Unterrichtseinheiten werden über digitale Endgeräte vermittelt. Auch Schülerlexika und andere Nachschlagewerke sind inzwischen digital. Ist die Zeit gedruckter Informationsvermittlung vorbei? Wenngleich die Alltagsnutzung auch stark zurückgegangen sein mag, bildet das gedruckte Lexikon nach wie vor das Rückgrat wissenschaftlicher Wissensvermittlung. Hiervon kann auch die Schule als Institution der Wissensvermittlung profitieren. Nicht zuletzt lernen die Schüler*innen hier quasi beiläufig, wie seriöse, gut belegte Informationen aussehen und aufgebaut sind. In Zeiten, in denen jede*r Informationen ungeprüft ins Netz stellen kann, ist dies ein wichtiges Lernziel. Gerade jüngere Schüler*innen verfügen häufig noch nicht über die nötigen Fähigkeiten, um seriöse, gute Inhalte von unseriösen Inhalten zu unterscheiden.  


"Kuhstall statt Klassenzimmer"

Bio liegt im Trend, seit Jahren schon. Doch was man als Konsument*in gerne mal vergisst: Irgendjemand muss all das schöne Essen auch herstellen und anbauen. Die Bewerbungs- und Berufsaussichten in der Ökolandwirtschaft und in den verarbeitenden Betrieben sind derzeit sehr gut – die Branche wächst und Fachkräfte werden händeringend gesucht. Um Berufsschülerinnen und -schülern ebenso wie Lehrkräften, einen Einblick in die Berufswelt des Bio-Landbaus zu ermöglichen, bieten die von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung getragenen Demonstrationsbetriebe Ökologischer Landbau Fachveranstaltungen und Exkursionen an. 


Kultur an den Schulen

Schule im Ausnahmezustand: die Schutzmaßnahmen gegen die Pandemie haben den Schulbetrieb auf den Kopf gestellt. In Zeiten von Lockdowns, Distanz- und Wechselunterricht ist aber auch das schulische Angebot selbst zusammengeschmolzen. Nach den ersten Schulschließungen im Frühjahr 2020 und in den folgenden Lockdowns wurde an vielen Schulen der Fokus auf die Hauptfächer Deutsch, Englisch und Mathematik gelegt, Fächer wie Kunst und Musik lagen vielerorts dagegen auf Eis. Dabei ist gerade während der Kontaktbeschränkungen die Förderung der eigenen Kreativität und künstlerischen Schaffens nicht nur schulisch, sondern auch psychologisch ausgesprochen wichtig. 


Fernunterricht – persönlicher Kontakt am wichtigsten

Seit 2020 kommt es pandemiebedingt immer wieder zu Schulschließungen, die mit Distanzunterricht aufgefangen werden. Neben technischen Herausforderungen bringt diese Form des Unterrichts auch pädagogisch und didaktisch "Neuland" mit sich. In Tübingen wurde eine Studie vorgestellt, die Licht auf die Erfolgsbedingungen des Distanzunterrichts wirft. Die zentrale Erkenntnis: "Unterrichtsmethoden, die einen persönlichen Kontakt ermöglichen und Beziehungen aufrechterhalten, haben sich als besonders günstig für den Lernerfolg der Schülerinnen und Schüler im Distanzunterricht herausgestellt." 


So viele Kinder!

Die Zahl der Erstklässler*innen hat im Schuljahr 2021/22 ein neues Hoch erreicht: 771.700 Kinder wurden eingeschult, so viele wie seit 14 Jahren nicht mehr. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt waren das 21.900 oder 2,9 % mehr Schulanfänger*innen als im Vorjahr. Sie treffen auf rund 237.000 Grundschullehrer*innen deutschlandweit – viele Stellen sind jedoch noch unbesetzt. Die Bertelsmann-Stiftung geht davon aus, dass bis 2025 etwa 26.300 Lehrkräfte fehlen werden. 


Corona belastet auch Leitungspersonal in Schulen

Die Corona-Pandemie hat die Welt weiterhin fest im Griff. Seit Beginn sind Schulen einer der am stärksten von ihren Auswirkungen betroffenen Orte. Die meisten Betrachtungen darüber richteten ihren Blick bisher vor allem auf Schüler*innen und Lehrkräfte. Untersuchungen der Hochschule Fulda zusammen mit den Universitäten Bielefeld und Trier zeigen jetzt, dass auch Schulleitungen unter den Zuständen leiden. Untersucht wurden arbeitsbedingte Stressbelastungen, gesundheitsriskante Strategien der Arbeitsbewältigung und gesundheitliche Beanspruchung der schulischen Führungskräfte. Die Wissenschaftler*innen sehen dabei vor allem für weibliche Schul- und Grundschulleitungen Handlungsbedarf.  


LUCA jetzt auch für den Unterricht

Die Bürosimulation „LUCA“ wurde für den Einsatz im Präsenz- oder Distanzunterricht entwickelt und soll zielgerichtetes und individuelles Lernen am simulierten Arbeitsplatz ermöglichen. Seit Mitte Oktober ist die Plattform online. Sie bietet kaufmännischen Auszubildenden die Möglichkeit, individuell am simulierten Arbeitsplatz zu lernen. Lehrkräfte können LUCA im Präsenz- und Distanzunterricht nutzen, um diesen mit Praxis anzureichern und kompetenzorientiertes Lernen zu fördern. Das Entwicklungsteam der Universität Mannheim feilt aktuell noch an der Benutzerfreundlichkeit. Die Plattform stößt aber bereits jetzt auf positive Resonanz.