Corona-Selbsttest an Schulen erfolgreich
Selbsttests an Schulen ausgeweitet / Kultusministerien weitgehend zufrieden

(ps) Gut zehn Millionen Schüler*innen gibt es in Deutschland – getestet werden sollen alle, regelmäßig. Was schon in normalen Zeiten wie ein Mammutprojekt klingt, ist mit der allgemeinen organisatorischen Unsicherheit der Coronakrise eine besondere Herausforderung. Dennoch laufen die Selbsttests seit Ostern leidlich erfolgreich und sollen nun ausgeweitet werden. 

Es ist inzwischen eingeübt: Mundschutz, Abstand, Händewaschen. Die Maßnahmen helfen, doch gerade im Schulbetrieb sind nicht alle jederzeit einhaltbar. Um die Infektionsketten schon an der Schulpforte zu brechen, werden nun in großem Stil Selbsttests für Schüler*innen verteilt. Erste Auswertungen zeigen bereits Erfolge. "Das ist ein wichtiger Schritt im Kampf gegen die Pandemie. Je engmaschiger das Testnetz, desto mehr Sicherheit an Schulen", sagt die baden-württembergische Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann in einer Mitteilung. "Mehr Tests bieten mehr Sicherheit. Sie sind deshalb von großer Bedeutung, um Schulen offenzuhalten und auch wieder mehr Schülerinnen und Schüler in den Präsenzunterricht zurückholen zu können."

In Hessen läuft die Maßnahme mit "Paten" vom "Arbeiter-Samariter-Bund, der Johanniter-Unfallhilfe und dem Malteser-Hilfsdienst", erläutert der hessische Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz. Die Tests seien einfacher anzuwenden, als die Schnelltests in den Testzentren und durch die "Paten" würde den Schulen kompetente Unterstützung für die Umsetzung geboten.

Niedersachsen hat nach Ostern erste 1,4 Millionen Testkits an die Schüler*innen verteilt und geht auf die Auswertung ein: Rückmeldungen aus 2.450 von rund 3.200 Schulen ergeben 698 positive Selbsttest-Ergebnisse, PCR-Nachtests bestätigten hiervon 490 Fälle. "Insgesamt haben wir damit in der ersten Pflichttestwoche 554 Infektionen identifiziert", erläutert Kultusminister Grant Hendrik Tonne. "Das ist ein deutlicher Indikator dafür, dass Selbsttests Schule noch sicherer machen. Die Infizierten konnten keine Mitschülerinnen, Mitschüler, Personal mehr anstecken, aber eben auch keine Familienangehörigen. Damit haben wir frühzeitig Infektionsketten durchbrochen."

Bei allen Erfolgen ist das Ziel aber dennoch nicht erreicht. So gäbe es trotz aller Bemühungen und anderer Planungen noch "weiße Flecken", wo die Testkits noch nicht angekommen seien. Die Arbeit geht also weiter. Nichtsdestoweniger besteht Anlaß zur Hoffnung, daß ein im Rahmen der Möglichkeiten "sicherer" Präsenzunterricht wieder für alle greifbar werden könnte.

Quellen:
https://km-bw.de/,Lde/startseite/service/2021-04-08-selbsttests-an-schulen
https://kultusministerium.hessen.de/presse/pressemitteilung/hessen-weitet-patenmodell-fuer-selbsttests-an-schulen-aus
https://www.mk.niedersachsen.de/startseite/aktuelles/presseinformationen/erste-ruckmeldungen-aus-schulen-zu-selbsttestungen-199690.html