Digitalkongress #ZukunftLernen!
Schule der Zukunft: Netzwerk Digitale Bildung richtet Online-Kongress aus

 

Spätestens seit der Coronavirus-Pandemie kommt keine Schule mehr daran vorbei: Digitalisierung ist in aller Munde. Bisher haben die Maßnahmen in der Krise allerdings primär darauf abhoben, überhaupt Unterricht zu gewährleisten – doch die Chancen und Möglichkeiten im Bereich der digitalen Bildungsvermittlung sind noch zahlreiche. Zum Thema lädt das Netzwerk Digitale Bildung Spitzen aus Lehrerverbänden, Politik und Wissenschaft zu einem dreitägigen Online-Kongress. Eine Teilnahme und aktive Beteiligung steht, nach vorheriger Anmeldung, allen Interessierten offen.


In der jüngst veröffentlichten OECD-Studie "Bildung auf einen Blick 2021" zeigen sich die Autor*innen besorgt über das Ausmaß des Unterrichtsausfalls während der Coronapandemie. Dies habe "Folgen für gleichberechtigtes Lernen: Die meisten Bildungssysteme gingen weltweit in der Pandemie zu Fernunterricht über, doch Schülerinnen und Schüler aus sozial benachteiligten Verhältnissen haben häufig mehr Schwierigkeiten, zu Hause effektiv zu lernen." Die Autor*innen mahnen an: "Bildungsinvestitionen sind von entscheidender Bedeutung." Diese Problematik ist ebenfalls der Ausgangspunkt für den Digitalkongress. Mit Blick auf die OECD-Studie teilt das Netzwerk mit, dass "mehr Einsatz für Digitalisierung und bessere Infrastruktur (...) wichtige Lösungsansätze für die Zukunft" seien. Mithin hätten hauptsächlich "fehlende technische Möglichkeiten" die Bildungsungerechtigkeit verschärft.

Neben der Bewältigung existierender Herausforderungen richtet der Kongress den Blick auch in die Zukunft. "Wagen Sie mit uns einen Blick ins Jahr 2031," wirbt Dr. Sarah Henkelmann, Sprecherin des Netzwerks Digitale Bildung in einer Mitteilung des Hauses. "Wie werden Schulen in 10 Jahren aussehen? Wie in 20 Jahren? Wie verändert sich das Lehren und Lernen? Was müssen wir in der Aus- und Fortbildung von Lehrerinnen und Lehrern ändern? Diese Fragen müssen jetzt besprochen werden." Dabei ist das Adressatenspektrum breit aufgestellt. So soll es sowohl "um Konkretes gehen, wie Flipped Classroom Konzepte und Umsetzungen von Digitalstrategien im Schulalltag", für Schulträger seien "speziell Themen zur Organisationsentwicklung von Schulen und Fragen nach Perspektiven auch im Hinblick auf Förderungen interessant." Grundsätzlich fänden sich sowohl "Themen für Einsteiger in digitale Welten" als auch "detaillierte Verdichtungen zu Einzelfragen."

"Heute wird davon ausgegangen, dass zwei von drei Grundschülern in Berufen arbeiten werden, die wir derzeit noch nicht einmal benennen können", erläutert Henkelmann. Vor diesem Hintergrund sei es besonders wichtig, für eine "konsequente Weiterentwicklung" des Bildungssystems zu sorgen. Der Anspruch an die Bildungskonzepte sei dabei, dass sie die Kinder befähigen, "ihre Talente und Interessen zu erkennen", und ferner, "ihnen das Wissen, die Fähigkeiten sowie die Kompetenzen zu vermitteln, um diese später bestmöglich anwenden zu können." Themen wie "KI im Unterricht",  Lehrkräftebildung für die Zukunft" oder "Lernumgebung der Zukunft" versprechen interessante Impulse.


Quellen:
https://www.netzwerk-digitale-bildung.de/digitalkongress-zukunft-lernen/
https://www.presseportal.de/pm/153092/5025650 
https://www.oecd.org/berlin/publikationen/bildung-auf-einen-blick.htm
https://www.oecd.org/berlin/presse/kampf-gegen-chancenungleichheit-erfordert-mehr-investitionen-in-bildung.htm
https://manage.oecd-berlin.de/assets/download/OECD-COVID-Survey.pdf