Jugendliche und Ausbildungsplätze finden immer seltener zusammen
Auch 2020 blieben zahlreiche Ausbildungsstellen unbesetzt

 

Im vergangenen Jahr blieben in Deutschland 60.000 Ausbildungsstellen unbesetzt. Und das, obwohl gleichzeitig 29.000 Bewerber keinen Ausbildungsplatz bekamen. Gleichzeitig entschieden sich 49.000 Schülerinnen und Schüler aufgrund einer Bewerbungsabsage für eine Alternative zur Ausbildung.

Damit verstärkte die Corona-Pandemie auch diesen Negativtrend: Angebot und Nachfrage finden auf dem Ausbildungsmarkt immer schwerer zusammen. er sich besonders stark beschleunigende Rückgang der Bewerbenden wird in den kommenden Jahren deutliche Auswirkungen auf die Fachkräftesicherung haben. Dies belegt die aktuelle repräsentative Studie des Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung (KOFA) am Institut der deutschen Wirtschaft (IW).

Ein wichtiger Grund für die Probleme liegt in den Berufswünschen der Bewerbenden. Diese entsprechen häufig nicht dem Bedarf der Unternehmen. Auch regionale Unterschiede spielen eine Rolle. So finden angebotene Stellen, die räumlich nur schwer für Schulabgänger erreichbar sind, keine Interessierten. Besonders betroffen vom aktuellen Rückgang sind Branchen wie Hotellerie und Gastronomie.

Positiv ist, dass Unternehmen bereits reagierte und ihr Angebot an Ausbildungsplätzen erhöhten. Vor allem in Bereichen mit Fachkräftemangel stieg das Angebot in den vergangenen neun Jahren um 6 Prozent.

 


Quelle: https://bildungsklick.de/aus-und-weiterbildung/detail/ausbildungsmarkt-kein-match-fuer-jugend-und-unternehmen