"Klimawandel ist große Bedrohung für globale Gesundheit"
BMBF startet Forschungsinitiative über Zusammenhänge zwischen Klimawandel, Umweltverschmutzung und Gesundheitsrisiken

 

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat eine neue Förderrichtlinie "Nachwuchsgruppen Globaler Wandel: Klima, Umwelt und Gesundheit" veröffentlicht. Im Rahmen von innovativen Projekten soll erstmalig eingehend untersucht werden, welche gesundheitlichen Risiken auf den Klimawandel und Veränderungen der Umwelt zurückzuführen sind und wie Menschen ihre Gesundheit schützen können.

Tagtägliche Meldungen über den Klimawandel und Umweltverschmutzung gehören zur traurigen Realität unserer Zeit. Doch während das Artensterben der globalen Flora und Fauna infolge von Klimawandel und Verschmutzung vergleichsweise gut untersucht ist, sind Studien zur menschlichen Gesundheit Mangelware. Diese Lücke sucht nun das BMBF zu schließen. Hierfür stellt das Ministerium über einen Zeitraum von fünf Jahren 15 Millionen Euro für verschiedene Projekte zur Verfügung.

"Der Klimawandel ist eine große Bedrohung für die globale Gesundheit. Die Zunahme von Allergien, Herzkreislauferkrankungen und Hautkrebs aufgrund extrem hoher Temperaturen und vermehrt auftretender Hitzeperioden sind nur drei Beispiele für die erheblichen gesundheitlichen Folgen. Deshalb ist es wichtig, die Zusammenhänge zwischen Klimawandel, Umweltverschmutzung und Gesundheitsrisiken besser zu verstehen. Wir müssen jetzt handeln und das nötige Wissen schaffen, wenn wir die Gesundheit der Menschen vor den Folgen des Klimawandels schützen wollen. Nur dann können wir wirksame Schutz- und Anpassungsmaßnahmen entwickeln," erklärt Bundesforschungsministerin Anja Karliczek in einer Mitteilung ihres Hauses.

Mit der Förderrichtlinie soll zugleich der Wissenschaftsnachwuchs gezielt unterstützt werden. Förderanträge für Forschungsprojekte können noch bis zum 02.08.2021 eingereicht werden. "Diesen Forschungsprozess wollen wir mit der neuen Fördermaßnahme anstoßen und vereinen dafür erstmalig die Klimaforschung mit der Gesundheitsforschung. Das wird zum Beispiel Städten, Krankenhäusern, Pflegeheimen und Kindergärten dabei helfen, sich wirksam auf Hitzewellen oder harte Wetterumschwünge vorzubereiten," führt Karliczek weiter aus. Perspektivisch sei es das Ziel, informierte Entscheidungen zu Vorsorgemaßnahmen und Strategien des Gesundheitsschutzes in Zeiten des Klimawandels treffen zu können.

Förderungsrichtlinien:
https://www.bmbf.de/foerderungen/bekanntmachung-3511.html

Quelle:
Pressemitteilung BMBF:
https://www.presseportal.de/pm/67245/4879457