Ausbildung und Studium

Männeranteil in Kitas steigt weiter

Männliche Vorbilder gesucht

Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, ist auch im Jahre 2022 der Anteil männlicher Erzieher in Kindergärten und Kitas weiter gestiegen – zwar auf niedrigem Niveau, aber immerhin. Männer stellen besonders für Jungs unter 10 Jahren unverzichtbare Rollenvorbilder, ohne die ihnen Nachteile in der weiteren Entwicklung entstehen können.


(ps) Traditionell liegt die Erziehung der (Klein-)Kinder in der westlichen Welt bei den Frauen. Es ist ein Rollenmuster, das sich bis in die Antike zurückverfolgen lässt. Doch obwohl dies also „schon immer so“ war, ist es nicht gleichbedeutend mit der best practice. Die pädagogische Forschung hat inzwischen zweifelsfrei nachgewiesen, dass es für Kinder, vor allem für Jungs, ausgesprochen förderlich ist, auch männliche Rollenvorbilder zu erleben (wir berichteten).

Vor diesem Hintergrund sind die aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) erfreulich: 2022 lag der Männeranteil in Kindergärten und KiTas bei 7,9 Prozent. Das ist zwar noch immer ein ausgesprochen geringer Anteil, setzt aber einen kontinuierlichen Wachstumstrend fort. Seit 2012 hat sich der Männeranteil fast verdoppelt, damals lag er bei 4,1 Prozent. „Am Stichtag 1. März 2022 waren insgesamt rund 681.000 Menschen unmittelbar mit der pädagogischen Betreuung von Kindern in Tageseinrichtungen befasst, knapp 53.500 davon waren Männer“, so Destatis. Im Jahre 2012 arbeiteten „insgesamt gut 438.000 Menschen in der pädagogischen Betreuung, davon rund 18.000 Männer.“ In absoluten Zahlen haben sich die (männlichen) Erzieher seit 2012 also fast verdreifacht.

Hoffnung macht vor allem der Nachwuchsbereich: „Je jünger die unmittelbar mit der pädagogischen Betreuung befassten Beschäftigten in Kindertagesstätten sind, desto höher ist der Männeranteil“, teilt Destatis weiter mit. So waren 2022 bei den Beschäftigten unter 30 Jahren immerhin 12,6 Prozent männlich, und bei den Beschäftigten unter 20 Jahren sogar 17,9 Prozent. Dagegen liegt der Männeranteil bei den Beschäftigten über 50 Jahren bei mageren 2,8 Prozent. Hoffnung macht weiterhin auch der Männeranteil bei der schulischen Erzieher*innen-Ausbildung: Diese absolvierten 2021 17,7 Prozent Männer. Deutlich größeren Nachholbedarf gibt es allerdings im Bereich der Tagesmütter und -väter. Unter den 41.900 Beschäftigten waren lediglich 1.700 Männer, also 4,1 Prozent. Auch hier hat sich aber der Anteil in den vergangenen zehn Jahren erhöht, 2012 waren es lediglich 2,7 Prozent.


Weitere Informationen:

Allgemeine Informationen hat die Bundesagentur für Arbeit im Berufe-Net zusammengestellt.

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Quellen:

https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/Zahl-der-Woche/2023/PD23_34_p002.html

https://www.bildungsserver.de/zahlen-zur-betreuung-von-kindern-u3-3635-de.html

 

 

14.09.2023

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