Mehr Anerkennung für Weiterbildungen
Bund führt neue Abschlussbezeichnungen ein

Zukünftig tragen alle Absolvent*innen von Meister-, Techniker- sowie Fachwirt- und Fachkaufleuten-Lehrgängen bei ihrem staatlichen Abschluss die Bezeichnung „Bachelor Professional“. Parallel dazu wird allen Absolvent*innen von kaufmännischen und technischen Betriebswirten der Titel „Master Professional“ verliehen. Das bereits seit Anfang 2020 gültige Berufsbildungsgesetz ist die Grundlage für die neuen Bezeichnungen. Durch sie sollen berufliche Weiterbildungen nochmals attraktiver werden.


Nach dem Europäischen und Deutschen Qualifikationsrahmen ist der „Bachelor Professional" gleichwertig zum akademischen Bachelor-Titel (Niveau 6). Gleiches gilt für den neuen Master-Abschluss. Die genauen Bezeichnungen unterscheiden sich nach der absolvierten Weiterbildung. So erhalten beispielweise staatliche geprüfte Techniker*innen aller Fachrichtungen zukünftig den Titel „Bachelor Professional in Technik“.


Der Bund erhofft sich, dass die international verständlichen Bezeichnungen auch die Mobilität beruflicher Aufsteiger und Aufsteigerinnen fördern. Eine rückwirkende Neuausstellung alter Zeugnisse oder nachträgliche Ergänzungen der erworbenen Abschlussbezeichnungen sind allerdings nicht vorgesehen.


Neben der Aufwertung durch die neuen Abschlusstitel sollen Interessent*innen auch von nochmals deutlich verbesserten Fördermöglichkeiten profitieren. Je nach Aufstiegsfortbildung könnten Teilnehmende aktuell damit rechnen, dass dank öffentlicher Unterstützung bis zu 75 Prozent, je nach Bundesland sogar bis zu 100 Prozent der Kosten vom Staat übernommen werden. Dadurch sollen in Zukunft Aufstiegsmöglichkeiten wie Staatlich geprüfte/r Techniker/in,  Industriemeister/in IHK oder auch Wirtschaftsfachwirt/in IHK praktisch ohne grundsätzliche Investitionen aus der eigenen Tasche möglich sein.


Quelle: https://bildungsklick.de/aus-und-weiterbildung/detail/bachelor-professional-und-master-professional-jetzt-offiziell