Neue Ausbildung zu pädagogischen Assistenten
Baden-Württemberg erprobt dreijährige Ausbildung in Schulen

Einen neuen Ausbildungsweg für Schüler*innen mit Berufsreifeabschluss und einer Erstausbildung wird in Baden-Württemberg erprobt, informiert das Stuttgarter Kultusministerium in einer Pressemitteilung. Das neue Ausbildungsmodell wird seit kurzem an zwei Schulen im Land mit je einer Klasse erprobt – an der Hedwig-Dohm-Schule Stuttgart sowie der Edith-Stein-Schule Freiburg. Weitere Berufsfachschulen wollen diese neue Form der Ausbildung zum Schuljahr 2021/2022 anbieten und damit das Angebot landesweit ergänzen.

Die Ausbildung erstreckt sich, wie es weiter heißt, über drei Jahre und gliedert sich in eine theoretische Ausbildung an der Berufsfachschule für sozialpädagogische Assistenz und eine praktische Ausbildung in einer Kindertageseinrichtung. Beim neuen Modell schließen die Schülerinnen und Schüler einen Ausbildungsvertrag mit einer Kindertageseinrichtung und erhalten eine Ausbildungsvergütung. Die Finanzierung der Ausbildungsvergütung erfolgt durch den Träger der Kindertageseinrichtung. Die Ausbildung dauert drei Jahre. In den Schulwochen findet an drei Tagen Unterricht statt, an zwei Tagen erfolgt die praktische Ausbildung in einer Kindertageseinrichtung.

Das neue Ausbildungsmodell soll neben der klassischen Kinderpflegeausbildung angeboten werden. Die Bezeichnung der bisherigen klassischen Kinderpflegeausbildung soll ab dem Schuljahr 2022/2023 ebenfalls zur Ausbildung zur sozialpädagogischen Assistentin und zum sozialpädagogischen Assistenten inhaltlich weiterentwickelt werden, in ihrer zweijährigen Grundstruktur mit anschließendem Berufspraktikum wird diese aber wie bislang bestehen bleiben.

Die baden-württembergische Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann sagt: „Wir schreiben die Erfolgsgeschichte der praxisintegrierten Ausbildung fort, indem wir die Ausbildung zur Kinderpflegerin/zum Kinderpfleger durch eine praxisintegrierte, vergütete Ausbildung weiterentwickeln.“