Neuer Studiengang gegen das Waldsterben
"Nature Conservation" an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung in Eberswalde

(pz) Wälder spielen eine zentrale Rolle für das Wohlergehen des Menschen – nicht nur wegen der Holzproduktion, sondern auch vor dem Hintergrund des Klimawandels kommt den Wäldern eine zentrale Rolle zu. Das Wissensmagazin GEO fordert nun ein Umdenken bei der Konzeption deutscher Wälder – und entwickelt dazu einen neuen Studiengang: „Ökologische Waldbewirtschaftung“. An der Konzeption sind außerdem der Autor Peter Wohlleben und Pierre Ibisch, Professor für "Nature Conservation" an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung in Eberswalde beteiligt.

Mit zwei bis drei Stiftungsprofessuren ausgestattet, soll das Studium jährlich rund 20 Absolventen hervorbringen, die dann Forsthäuser beziehen, in der Forstverwaltung arbeiten oder in ähnlichen Funktionen Verantwortung übernehmen. Ziel sei es, den Umgang mit dem Wald nach und nach zu verändern – weg von klassischer Plantagenwirtschaft für den Holzertrag, hin zu lebenswerter Landschaft als komplexes Ökosystem.

Der Standort für den Studiengang ist noch offen. GEO ist aktuell auf der Suche nach Förderern. Laut Magazin hätten bereits mehrere große Stiftungen ihr Interesse bekundet und fachliche sowie finanzielle Unterstützung in Aussicht gestellt. Die Umweltstiftung Greenpeace engagiert sich bereits für den Studiengang.

Der Studiengang ist Teil einer Nachhaltigkeitsoffensive des Wissensmagazins. Mitte Februar formulierte GEO unter anderem das Ziel, bereits 2022 komplett klimaneutral zu funktionieren. Dazu stellt es Arbeitsprozesse um, hinterfragt Abläufe und setzt sich nach eigenen Angaben ehrgeizige Ziele.

Quelle: www.presseportal.de/pm/7861/4843449