Optimierung des digitalen Lernens
Digitale Didaktik mit der Lernsoftware BRAINIX


(ps) In Pandemiezeiten sind sie gefragt wie nie: Möglichkeiten zur Gestaltung und Optimierung des digitalen Unterrichts. Die gemeinnützige Stiftung Digitale Bildung, erst 2019 gegründet, entwickelte hierfür die Lernsoftware BRAINIX. Im Konzept der Stiftung werden beide Ansätze mit einer als "Blended Learning" bezeichneten Methode wirkungsvoll kombiniert: Während sich die eine Hälfte der Klasse den Unterrichtsstoff durch Lernsoftware aneignet, kann der andere Teil im Präsenzunterricht mit der Lehrkraft die Inhalte vertiefen. 

Über den Einsatz digitaler Medien in den Schulen und die Reduzierung der Klassenstärke wird in der Coronakrise viel geredet, doch die Bedeutung dieser Themen für die Verbesserung der Schulbildung geht weit über die aktuelle Diskussion hinaus. Schon seit Jahren gibt es politische Absichtsbekundungen, die Digitalisierung an den Schulen voranzutreiben. Die Pandemie hat nun konkrete Taten erzwungen, doch die nun entwickelten Techniken zeigen auch Wege in einer Zukunft "nach Corona" auf. 

Schultests an drei bayerischen Gymnasien haben ergeben, daß mit der Lernsoftware BRAINIX die Aufmerksamkeit der Schülerinnen und Schüler in hohem Maße gebunden wird. Nicht nur beim Einsatz in der Schule, auch beim Lernen zu Hause wird nach Einschätzung sowohl der Lernenden als auch der Lehrkräfte und Eltern eine hohe Konzentration erzielt.

An den drei Test-Gymnasien, an denen die Software im Wechsel mit Präsenzunterricht und auch beim Lernen zu Hause eingesetzt wurde, beurteilten 90 Prozent der Schülerinnen und Schüler ihre Konzentration beim Lernen mit der Software als sehr hoch oder hoch. Die Eltern sagten, dass ihre Kinder "nie" (über 50 Prozent) oder nur "manchmal" (über 20 Prozent) abgelenkt waren. Weniger als 5 Prozent beobachteten eine regelmäßige oder ständige Ablenkung. Entsprechend wurde die Motivation von Eltern, Lehrkräften und Lernenden unisono als hoch oder sehr hoch eingeschätzt. Die Lernsoftware bindet die Aufmerksamkeit, indem sie auf hochwertige Grafik, interaktionsstarke Aufgaben, spielerisches Üben und ein zeitgemäßes Belohnungssystem setzt.

Das Tempo des Lernfortschritts kann von den Lernenden selbst reguliert werden: Während leistungsstarke Schülerinnen und Schüler einen Shortcut, den direkten Weg zum Test ("Challenge"), wählen und sich im "Training-Center" mit Expertenaufgaben beschäftigen können, vertiefen und festigen die anderen den Stoff und machen bei Bedarf zusätzliche Übungsaufgaben. Das Feedback-System fördert insbesondere mittlere und leistungsschwächere Schülerinnen und Schüler: Wenn eine Aufgabe nicht oder nicht ganz richtig beantwortet wurde, gibt die Software ein differenziertes Feedback. Methoden der künstlichen Intelligenz können auch Freitexteingaben bis zu einem gewissen Grad bewerten. 

Die Lehrkräfte behalten beim Einsatz der Lernsoftware das Ruder in der Hand. Sie entscheiden, wann welche Lektionen und Aufgaben von wem gemacht werden. Dabei unterstützt sie der "Lehrermonitor" durch laufendes Monitoring des Arbeits- und Leistungsfortschrittes. Thomas Haas, Mathematik-Lehrer am Gymnasium Beilngries und Dozent an der Kath. Universität Eichstätt-Ingolstadt, ist an der Entwicklung der Lernsoftware beteiligt: "Der Lehrermonitor gibt den Lehrkräften ein starkes Analyseinstrument zur Differenzierung des Unterrichts. Auf dieser Basis können sie jeder Schülerin und jedem Schüler Inhalte individuell zuweisen, um den Lernfortschritt optimal zu unterstützen." 

 

Informationen zu BRAINIX: https://www.digi-edu.org/brainix

Quellen: https://www.presseportal.de/pm/150662/4768545

https://www.presseportal.de/pm/150662/4818048

https://www.presseportal.de/pm/150662/4859213