Schüler*innen absolvieren digitales Mathe-Praktikum
Angebot des Kompetenzzentrums für mathematische Modellierung der TU Kaiserslautern

Ein zweiwöchiges Schülerpraktikum in der zweiten Januarhälfte ist seit Jahren ein etabliertes und nachgefragtes Angebot des Kompetenzzentrums für mathematische Modellierung in MINT-Projekten in der Schule (KOMMS), einer wissenschaftlichen Einrichtung des Fachbereichs Mathematik der TU Kaiserslautern. Erstmals läuft es digital ab.

Die Mathematik in ihrer ganzen Anwendungsbreite und -tiefe kennenlernen und dabei erfahren, wie das Mathematikstudium abläuft: Diese Chance nutzen laut einer Pressemitteilung der TU Kaiserslautern noch bis 29. Januar 2021 insgesamt 16 Schüler*innen der Klassenstufen 9-12 aus vier Bundesländern im Rahmen des vom Fachbereich Mathematik der TUK angebotenen zweiwöchigen Schülerpraktikums. Digital untereinander und mit den Dozent*innen vernetzt, können sie das Gelernte dabei auch umsetzen und knifflige mathematische Fragestellungen lösen.
 

Fachbezogene Berufsorientierung

Wie kommen Versicherungstarife zustande? Wie funktioniert Nachrichten-Verschlüsselung mit der Programmiersprache Python? Wie lässt sich Musik komprimieren? Und wie lautet das mathematische Rezept für den optimalen Basketballwurf? Beim Praktikum sind die Schüler*innen mittendrin in der Welt der Mathematik.

In der ersten Woche hatten die Teilnehmer*innen bereits Gelegenheit, sich ans Programmieren heranzutasten und methodische Grundlagen zu erlernen, heißt es weiter. „Wir wollen die Schüler*innen zunächst in die Lage versetzen, dass sie eigenständig mathematische Probleme lösen können“, erklärt Dr. Martin Bracke, der die Praktikumswochen organisiert hat und begleitet. „Zum Beispiel haben wir geübt, wie sich mithilfe eines einfachen Algorithmus, der in einem eigenen Programm implementiert wurde, alle Primzahlen bis zu einer gewünschten Obergrenze berechnen lassen. Dabei ist wichtig, dass wir unterschiedliche Vorkenntnisse berücksichtigen und alle Teilnehmer*innen mit dem Lernstoff gleichermaßen abholen.“
 

Basketball trainieren mit Mathematik

In der zweiten Woche stehen Workshops auf dem Programm – zum Beispiel: Der optimale Basketballwurf. Hier überlegen die Schüler*innen in Kleingruppen, welche Variablen wie zusammenspielen müssen, um den Korbwurf möglichst robust zu machen und entwickeln dafür die mathematische Systematik. Sprich, bei welcher Flugbahn oder bei welchem Wurfwinkel kann ein Spieler zuverlässig den Korb treffen, auch wenn er kleinere Fehler macht.