Studienstandort Deutschland international beliebt
Chinesische Studierende bilden größte Gruppe / Zahlen sind trotz Corona gestiegen

 

(ps) Wie der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) mitteilt, kann Deutschland trotz der Corona-Pandemie seinen Platz unter den vier weltweit beliebtesten Studienstandorten verteidigen und sogar einen leichten Anstieg internationaler Studierender verzeichnen. Die Zahl digital Studierender verzeichnet einen "deutlichen Zuwachs." Ebenfalls gab es laut Statistischem Bundesamt mehr internationale Promotionsstudierende. Dagegen sind die Erstsemester-Einschreibungen aus dem Ausland um deutliche 20 Prozent zurückgegangen.

"Die aktuellen Zahlen zeigen, dass internationale Studierende auch während der Corona-Pandemie ihr Vertrauen in den Studienstandort Deutschland gesetzt haben," freut sich DAAD-Präsident Prof. Dr. Joybrato Mukherjee in einer Mitteilung seines Hauses. "Neben dem großen Engagement unserer Mitgliedshochschulen liegt dies auch daran, dass die Hochschulen die Digitalisierung im vergangenen Jahr intensiv vorangetrieben haben. Damit sind sie nun in einer hervorragenden Ausgangslage für den internationalen Wettbewerb um die talentiertesten Köpfe nach der Corona-Pandemie." Tatsächlich ist mit 325.000 internationalen Studierenden im Wintersemester 2020/21 die Zahl trotz Pandemie im Vorjahresvergleich um immerhin 2 Prozent gestiegen.
 
Deutschland liegt damit auf Platz 4 der Länder mit den größten internationalen Studierendenzahlen weltweit. Angeführt wird die Statistik von den USA, gefolgt von Australien und dem Vereinigten Königreich. Nach dem Austritt letzterer darf sich Deutschland damit auch mit dem Titel "attraktivstes Land in der EU" (DAAD) schmücken. Die wichtigsten Herkunftsländer sind die VR China "mit rund 41.000 Studierenden, gefolgt von Indien (25.000), Syrien (15.000), Österreich (12.000) und Russland (10.500)." Dabei besuchen mit 71 Prozent eine Mehrzahl der Studierenden Universitäten, 29 Prozent sind an einer Hochschule für angewandte Wissenschaften (HAW) eingeschrieben.
 
Zugleich nimmt die Zahl derer, die digitale Studienangebote nutzen, deutlich zu. Während 2019 lediglich 14 Prozent der Studienanfänger*innen ihr Studium digital begannen und im Ausland wohnhaft blieben, liegt diese Zahl aktuell bei 24 Prozent. Unter den chinesischen Studierenden stiegen die Zahlen digitaler Studienanfänge von 10 auf 18 Prozent, unter den indischen Studierenden sogar von 16 auf 35 Prozent um mehr als das Doppelte. "Die hohe Nachfrage muss für uns Ansporn sein, in Sachen Digitalisierung an den Hochschulen nicht nachzulassen. Wir gehen davon aus, dass sich dies auch im Programm der künftigen Bundesregierung wiederfinden wird", so DAAD-Präsident Mukherjee.
 


Quellen:
https://www.presseportal.de/pm/59097/5036806
https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Bildung-Forschung-Kultur/Hochschulen/Publikationen/Downloads-Hochschulen/promovierendenstatistik-5213501207004.html