Zukunft in der Bauwirtschaft
Azubi-Zahlen erreichen neuen Höchststand

 

(ps) Die SOKA-BAU und F.A.Z. Business Media legen eine neue Studie über "Einstellungen, Erwartungen und Pläne junger Berufsanfänger aus der Baubranche" vor. Ausschlaggebend für eine große Mehrzahl der Befragten war die Freude an der Arbeit: "Spaß an einem Bauberuf" war für 96 Prozent der wichtigste Grund für eine Ausbildung am Bau. Aber es locken auch das gute Ausbildungsgehalt und die weiteren Berufsaussichten.

"Die aktuelle Ausbildungsstudie belegt es: Karrieren am Bau machen nicht nur Spaß, sondern bieten neben hoher Ausbildungsqualität auch eine große Job-Sicherheit", freut sich Tim-Oliver Müller, Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, über die Ergebnisse der SOKA-BAU-Studie. Noch nie seien die Voraussetzungen für junge Menschen in der Baubranche so gut gewesen, wie heute. Nun habe man es "schwarz auf weiß: Kollegialität, spannende Tätigkeiten und Top-Ausbildungsqualität sind weitere Punkte, die Jugendliche an uns zu schätzen wissen. Auch daher haben wir heute mit 42.500 Auszubildenden den höchsten Stand seit 20 Jahren." 

Tatsächlich gibt die neue Studie hauptsächlich Anlass zur Freude: Die Baubranche sei gut durch die Coronapandemie gekommen, besser als die meisten anderen Branchen, und könne auch in diesem Jahr einen Anstieg der Azubi-Zahlen um 2,1 Prozent verzeichnen. Das hat einerseits mit den guten Berufsperspektiven und den zahlreichen Berufssparten am Bau zu tun. Es gibt viele Weiterbildungsmöglichkeiten und die Nachfrage danach steigt – sowohl bei den Auszubildenden, als auch bei den Beschäftigten. Auch die Möglichkeiten zur beruflichen Selbstständigkeit sind für viele Berufsanfänger*innen attraktiv. 

Andererseits sind die Befragten auch von der Ausbildung selbst sehr überzeugt: "94 Prozent der befragten Auszubildenden sind (sehr) zufrieden. Den entscheidenden Beitrag zu diesem positiven Ergebnis leisten die ausbildenden Betriebe. 93 Prozent der befragten Azubis sind mit ihrem Ausbildungsbetrieb (sehr) zufrieden", wie die Studie aufzeigt. Im DGB-Ausbildungsreport wird dagegen im Durchschnitt aller Branchen eine Zufriedenheit mit der Ausbildung von lediglich gut 70 Prozent festgestellt. An Popularität gewinnen auch die überbetrieblichen Ausbildungszentren, die von 87 Prozent der Azubis als gut oder sehr gut bewertet werden. 

Befragt nach den beruflichen Zielen geben 88 Prozent ein gutes Gehalt als Top-Ziel an. Dies war mit ähnlichen Werten bereits in den beiden vorangegangenen Studien von 2017 und 2012 der Fall. Ebenfalls sehr wichtig ist den Berufsanfänger*innen die Arbeitsplatzsicherheit, die 79 Prozent mit ihrer Berufswahl anstreben – ein Wert, der seit 2012 allerdings um 9 Punkte gefallen ist. Einen großen Zuwachs verzeichnet das erwähnte Interesse an Weiterbildungen, das von 61 Prozent 2012 auf 71 Prozent 2022 gestiegen ist. Aber auch die beruflichen Aufgaben selbst sind der Mehrheit wichtig: 57 Prozent wünschen sich für die Zukunft die "Mitarbeit an spannenden Bauprojekten". 

Weitere Informationen:

Die Bundesagentur für Arbeit hat einen informativen Überblick über alle Berufe der Baubranche zusammengestellt: www.arbeitsagentur.de/datei/dok_ba013192.pdf


 
Quellen:

https://www.soka-bau.de/soka-bau/medien/nachrichten/beitrag/studie-ausbildung-als-zukunft-der-bauwirtschaft-2022 

https://www.presseportal.de/pm/24058/5186499 

https://www.verkehrsrundschau.de/nachrichten/ausbildung-karriere/gut-70-prozent-der-azubis-mit-ausbildung-zufrieden-2972112 

 

05.04.2022