Zum Internationalen Tag der Bildung am 24.01. macht die UNO-Flüchtlingshilfe auf die prekäre Bildungssituation von Flüchtlingskindern und -jugendlichen aufmerksam. Dabei sei gerade für diese Gruppe der Zugang zu weiterführender Bildung besonders wichtig. Die Lage ließe sich durchaus verbessern, jedoch fehle für viele Projekte schlicht das Geld. Ende 2020 vermeldete der UNHCR mit 82,4 Millionen Menschen – oder einem Prozent der Weltbevölkerung – die höchste jemals ermittelte Zahl an Flüchtlingen. 42 Prozent sind unter 18 Jahren. 


Digitalisierung der Arbeitswelt

Wer kennt ihn nicht, den Abtrittanbieter, den Hundepeitscher oder auch den Kinoerklärer? Keine*r? Denn diese Berufe hat ihr Schicksal schon längst ereilt – sie sind ausgestorben. Derzeit befeuert insbesondere die Digitalisierung den Wandel der Arbeitswelt und damit potentiell das Verschwinden nicht weniger Berufe. KI-Forschung und Robotik ermöglichen es, bereits heute selbst in vormals kaum technisierten Berufen diverse Aufgaben abzugeben, etwa in der Altenpflege oder der Gastronomie. Andere Berufe könnten sogar ganz von einem Computerprogramm übernommen werden. Jede*r Achte bangt deswegen schon heute um den Arbeitsplatz. 


Wir gehen alle dahin!

Benjamin Franklin wird der Aphorismus "Nur zwei Dinge auf dieser Welt sind uns sicher: Der Tod und die Steuer" zugeschrieben – doch während man nur reich genug werden muss, um letzterer zu entgehen, führt am Tode kein Weg vorbei. Dem Bestattungsgewerbe steht auch für die kommenden Jahrzehnte demographisch bedingt eine Belebung des Geschäfts bevor. Schon jetzt steigen die Umsätze kontinuierlich. Die Verbindung zwischen Handwerk, Kultur und vielseitiger Dienstleistung mache den Reiz aus, heißt es vom Branchenverband. Mindestens ein Bestatter trendet auf TikTok. 


Eltern-Ratgeber

TikTok, Twitch und Twitter zum Trotz: wenn Jugendliche Rat für ihre Berufswahl suchen, sind Eltern und Familie die mit Abstand wichtigsten Ratgeber. Umso wichtiger ist es auch für Eltern, sich im Dickicht der Möglichkeiten zu orientieren. Die Zahl der Studiengänge hat sich in den letzten 15 Jahren auf nun über 20.000 fast verdoppelt. Die Zahl der Ausbildungsberufe geht parallel stetig zurück – doch was für die Orientierung erstmal gut klingt, zeigt nur einen anderen Wandel: immer mehr neue und modernisierte Ausbildungen mit neuen Anforderungsprofilen. Da ist es auch für Eltern sinnvoll, sich zu informieren, am besten gemeinsam mit ihrem Kind, zum Beispiel auf einer parentum-Messe. 


"Kuhstall statt Klassenzimmer"

Bio liegt im Trend, seit Jahren schon. Doch was man als Konsument*in gerne mal vergisst: Irgendjemand muss all das schöne Essen auch herstellen und anbauen. Die Bewerbungs- und Berufsaussichten in der Ökolandwirtschaft und in den verarbeitenden Betrieben sind derzeit sehr gut – die Branche wächst und Fachkräfte werden händeringend gesucht. Um Berufsschülerinnen und -schülern ebenso wie Lehrkräften, einen Einblick in die Berufswelt des Bio-Landbaus zu ermöglichen, bieten die von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung getragenen Demonstrationsbetriebe Ökologischer Landbau Fachveranstaltungen und Exkursionen an. 


Kultur an den Schulen

Schule im Ausnahmezustand: die Schutzmaßnahmen gegen die Pandemie haben den Schulbetrieb auf den Kopf gestellt. In Zeiten von Lockdowns, Distanz- und Wechselunterricht ist aber auch das schulische Angebot selbst zusammengeschmolzen. Nach den ersten Schulschließungen im Frühjahr 2020 und in den folgenden Lockdowns wurde an vielen Schulen der Fokus auf die Hauptfächer Deutsch, Englisch und Mathematik gelegt, Fächer wie Kunst und Musik lagen vielerorts dagegen auf Eis. Dabei ist gerade während der Kontaktbeschränkungen die Förderung der eigenen Kreativität und künstlerischen Schaffens nicht nur schulisch, sondern auch psychologisch ausgesprochen wichtig. 


Wege in die Welt: Auslandserfahrungen im Fokus (2/2)

Eine einhellige Erfahrung praktisch aller Weltwanderer ist es, zwei Kulturschocks zu erleben: einen, wenn sie im Ausland ankommen, und einen, wenn sie wieder in Deutschland sind. Plötzlich wirkt die "alte" Heimat irgendwie altbacken und lame, man muss sich neu einfinden und erstmal überlegen, wie es jetzt weitergehen soll. Dabei gibt es eine einfache Möglichkeit, dem "Heimkehrer-Blues" vorzubeugen. Denn ist jeder Abschied leichter, wenn man sich auf einen neuen Anfang freuen kann: am besten schon im Ausland Pläne für den nächsten Schritt in Deutschland machen. Neben den einschlägigen Quellen im Internet können hier besonders Videochatmessen helfen, um in persönlichen Gesprächen Chancen und Möglichkeiten auszuloten. 


Fernunterricht – persönlicher Kontakt am wichtigsten

Seit 2020 kommt es pandemiebedingt immer wieder zu Schulschließungen, die mit Distanzunterricht aufgefangen werden. Neben technischen Herausforderungen bringt diese Form des Unterrichts auch pädagogisch und didaktisch "Neuland" mit sich. In Tübingen wurde eine Studie vorgestellt, die Licht auf die Erfolgsbedingungen des Distanzunterrichts wirft. Die zentrale Erkenntnis: "Unterrichtsmethoden, die einen persönlichen Kontakt ermöglichen und Beziehungen aufrechterhalten, haben sich als besonders günstig für den Lernerfolg der Schülerinnen und Schüler im Distanzunterricht herausgestellt." 


Bessere Berufsorientierung für Schüler*innen

Man hört und liest es allerorten: Fachkräfte werden händeringend gesucht. Die Bedingungen der Coronapandemie haben die Lage noch zusätzlich verkompliziert, sowohl für die Schüler*innen als auch für die Betriebe. In Mecklenburg-Vorpommern wird daher vom Landeseltern- und Landesschüllerrat gemeinsam mit der IHK ein "BerufsOrientierungsBeirat" (BOB) gegründet, der helfen soll, die Schüler*innen besser auf die Berufsorientierung im Ausbildungsbereich vorzubereiten. Daneben sollen auch gezielt Eltern angesprochen werden. 


Wege in die Welt: Auslandserfahrungen im Fokus (1/2)

Viele Schüler*innen interessieren sich trotz Corona für Auslandserfahrungen, sei es während oder nach der Schule. Aus Abenteuerlust oder als Karrierebooster – sinnvoll sind die Erfahrungen immer. Persönliche Entwicklung und bessere Bewerbungschancen sind praktisch garantiert. Weil die Bedingungen zur Zeit so kompliziert sind, kommt es noch mehr als sonst auf gute Recherche und Beratung im Vorfeld an. Umso wichtiger ist, sich seiner Sache sicher zu sein – wir werfen einen Blick auf die Gründe für Auslandsaufenthalte, und was man dort machen kann.