Mit dem Aufschwung nach dem Corona-bedingten Konjunktureinbruch steigt der Arbeitskräftebedarf in technischen und naturwissenschaftlichen Berufen. Laut dem MINT-Report des Instituts der deutschen Wirtschaft fehlten im April rund 141.500 Arbeitskräfte. Im Herbst des vergangenen Jahres betrug das Defizit noch 109.000 Arbeitskräfte. 


Millennial Survey 2021

Der diesjährige Millenial Survey von Deloitte zeichnet ein düsteres Bild von der Lage der jüngeren Generationen. Befragt wurden Jahrgänge von 1982 bis 2003. Die Generationen blicken mit Pessimismus auf die wirtschaftliche Zukunft, bei nicht wenigen löst sie Angst aus. Die mit großem Abstand drängendste Sorge ist jedoch die Entwicklung von Umwelt und Klima.  


Lockdown: Schüler verloren Kontakt zu ihren Schulen

Während der ersten Corona-bedingten Schulschließungen im Frühjahr 2020 hatten rund 30 Prozent der Schülerinnen und Schüler keinen Kontakt zu ihren Schulen. Vor allem in ländlichen Regionen gelang es nicht, den Kontakt zu halten. Lediglich etwa 25 Prozent der dortigen Schüler erhielten während der Schließungen Lernmaterial in Form von Onlineunterricht. In den Städten wurden hingegen etwa 60 Prozent der Schüler dadurch versorgt. 


Ausbildung 2021: Azubis gesucht!

Mangelware Azubi: Laut Statistischem Bundesamt mache sich der "Corona-Effekt" auf dem Ausbildungsmarkt bemerkbar – 2020 wurden 9,4 % weniger Ausbildungsverträge abgeschlossen, ein nie dagewesener Einbruch. Auch 2021 suchen die Betriebe händeringend nach Azubis. Detlef Scheele, Chef der Bundesagentur für Arbeit, führt dies u.a. auf das Fehlen von Berufsinformationsmessen zurück. 


Interdisziplinäre Forschung für die Zukunft

An der Technischen Universität Kaiserslautern (TUK) und dem Campus Landau der Universität Koblenz-Landau wird von der Carl-Zeiss-Stiftung ein Fonds zur Förderung von Nachhaltigkeitsforschung aufgelegt. Damit soll interdisziplinäre und standortübergreifende Forschung im MINT-Bereich unterstützt werden. Ein besonderes Augenmerk liegt auch auf der Nachwuchsförderung.  


Lernlücken wegen Pandemie – was tun?

Seit Beginn der Pandemie herrscht Ausnahmezustand an den Schulen. Mit heißer Nadel wird an der Digitalisierung gestrickt, und vieles ist gelungen. Trotz allem ist klar: Homeschooling und digitaler Unterricht ersetzen keinen geregelten Schulablauf. Es entstehen Lernlücken, die mit zunehmender Dauer der Lage anwachsen. Ob und wie diese Lernlücken geschlossen werden können, ist trotz verschiedener Ansätze noch unklar. Derweil verabschieden sich in den kommenden Wochen die ersten Jahrgänge ins Berufsleben, die seit über einem Jahr keinen geregelten Unterricht mehr hatten.  


Aufbereitung von Medizinprodukten

Die Corona-Pandemie hat Hygieneaspekte verstärkt in den Fokus gerückt. Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) regt deshalb jetzt die Schaffung eines neuen Ausbildungsberufs in der Medizinproduktaufbereitung an. Die Ausbildung soll dual angelegt sein und drei Jahre dauern.  


Digitale Lehrbücher fördern das Mathematik-Lernen

Die Technische Universität München hat in einer Studie die Effekte digitaler Lehrbücher auf den Lernfortschritt von Schüler*innen im Mathematikunterricht untersucht. Die Forscher*innen kommen dabei zu erfreulichen Ergebnissen: gerade in der Gruppe der leistungsschwächeren Kinder sind die positiven Effekte klar erkennbar und führen zu teils deutlich besseren Ergebnissen als mit konventionellen Lernmitteln. 


Fachkräftemangel im Handwerk hält an

Keine Urlaubsreisen, geschlossene Restaurants, Homeoffice – in der Pandemie verbringen die Bürger gezwungenermaßen viel Zeit zu Hause. Da liegt es nahe, anstehende Renovierungen anzugehen. Das Problem: Acht bis neun Wochen Wartezeit auf einen Handwerker müssen Kunden einkalkulieren, im Baubereich noch deutlich mehr. Grund dafür ist der anhaltende Fachkräftemangel im Handwerk. Das Defizit liegt aktuell bei knapp 65.000 Stellen. Zieht man Berufe mit Handwerksanteilen in Betracht, kommen noch einmal 12.000 dazu. Das Kompetenzzentrum Fachkräfte am Institut der deutschen Wirtschaft bilanziert in seiner Studie, dass die Zahl der offenen Stellen im vergangenen Jahr zwar um gut 14 Prozent sank – dennoch gibt es für jede dritte offene Stelle immer noch keinen verfügbaren Arbeitssuchenden mit entsprechender Qualifikation. Vor allem an Gesellinnen und Gesellen herrscht Mangel. Alleine 54.000 offene Arbeitsplätze entfallen auf diese Gruppe.  


"Die psychische Belastung ist besorgniserregend"

Eine aktuelle Studie der IU Internationale Hochschule widmet sich umfassend dem Thema "Arbeitslosigkeit" und berücksichtigt dabei auch die in Pandemiezeiten verbreitete Kurzarbeit. Das Bild ist geteilt: knapp 40% der Arbeitssuchenden sähen für sich keine Chancen mehr, ebenfalls etwa 40% sähen die Arbeitslosigkeit dagegen auch als Chance. Ein großes Interesse bestehe an Weiterbildung, doch fänden zwei Drittel der Interessierten keine geeigneten Angebote. Über die Hälfte der 1.900 Befragten gab an, "emotional unter der Situation zu leiden". Ein Überblick.