Die Corona-Pandemie hat in allen Bereichen des Lebens für teilweise einschneidende Veränderungen gesorgt. Besonders betroffen waren auch die Schüler*innen, die nun zwei Jahre mit gänzlichen Schulschließungen, Digitalisierungsdefizit an der Schule, Distanzunterricht und vielen anderen Zumutungen umgehen mussten. Weltweit wurden in zahlreichen Untersuchungen bereits Lerndefizite festgestellt. Eine repräsentative Umfrage der Robert Bosch-Stiftung hat sich nun spezifisch mit sogenannten Brennpunktschulen auseinandergesetzt und kommt dabei zu ernüchternden Ergebnissen. 


Zum Jubiläum: Bafög auf dem Prüfstand

Das Berufsausbildungsförderungsgesetz, kurz Bafög, feierte vor kurzem sein 50. Jubiläum. Und das einstige Erfolgsmodell ist etwas in die Jahre gekommen: kurz nach seiner Einführung 1971 erhielt noch beinahe die Hälfte aller Studierenden finanzielle Hilfe vom Staat. Inzwischen ist die Zahl auf elf Prozent gesunken. Die Zahl der Studierenden stieg hingegen alleine in den vergangenen zwanzig Jahren um eine Million. Die Zahl der Geförderten blieb derweil konstant. 


Chancengerechtigkeit in der Bildung

In einer neuen Studie über die Karrierewege von Nichtakademikerkindern des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft und McKinsey gibt es Altbekanntes und Neues: bereits seit diversen Jahren weisen alle Studien zum Thema darauf hin, dass in Deutschland die soziale Herkunft bzw. akademische Prägung der Kinder –ebenfalls im internationalen Vergleich– eine zu große Rolle bei den Bildungs- und Karrierewegen spielt. So auch diese Studie. Allerdings zeigt die Studie daneben auf, daß die Zahl der Nichtakademikerkinder die auf Hochschulen wechseln einen Anstieg verzeichnen kann. Hinter die Problemanalyse der Studie lässt sich allerdings ein Fragezeichen setzen. 


Über 400.000 Hochschulabsolventen erwarben 2019 einen Abschluss

Laut der Veröffentlichung des Berichts „Internationale Bildungsindikatoren im Ländervergleich – Ausgabe 2021“ des Statistischen Bundesamts erwarben im Jahr 2019 448.000 Menschen in Deutschland einen Abschluss im sogenannten tertiären Bildungsbereich. Dieser Bereich umfasst neben Fachhochschulen und Universitäten auch Fachschulen und u.a. medizinische und pädagogische Hochschulen. Die Zahl der Absolventen entspricht mit 46 Prozent knapp der Hälfte des Altersjahrgangs. Die Abschlussquote bezieht sich dabei überwiegend auf junge Menschen im Alter von 21 bis 29 Jahren. 


Umwelttrauer

Der Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP) hat jüngst in einer bemerkenswerten Pressemitteilung die Aktivitäten von Fridays for Future begrüßt und darauf aufmerksam gemacht, daß die Umweltbedingungen direkte Auswirkungen auf die psychische Gesundheit der Menschen hat. Unter dem Stichwort "ecological grief" (Ökologische Trauer) wird die psychologische Reaktion auf die Zerstörung der Biosphäre subsummiert. Vor diesem Hintergrund sieht der BDP das Engagement für den Klimaschutz auch als psychohygienische Aktivität, die dazu beitragen könne, "Ängste und klimabezogene Stressreaktionen" zu reduzieren. 


"MUT – Mädchen und Technik"

Als Mädchen mit Interesse für Technik hat man es noch immer nicht leicht. Um hier Angebote zu schaffen und auch Berührungsängste abzubauen hat ein Verbund bayrischer Hochschulen unter Führung der Uni Bamberg bereits 2005 das "MUT"-Programm aufgelegt. Hier gibt es ein breites Themenspektrum aus dem MINT-Bereich, von Robotik bis zur Gestaltung der Energiewende. Pandemiebedingt findet die Veranstaltung auch dieses Jahr digital statt und richtet sich mit zwei Angeboten an die Altergruppen 10-14 und 15-19 Jahre. 


Männer starten früher ins Berufsleben

Laut einer Befragung des Statistischen Landesamtes Nordrhein-Westfalen waren im Jahr 2019 29 Prozent der 21-jährigen Männer und 20,1 Prozent der gleichaltrigen Frauen erwerbstätig. Die Mehrzahl der Frauen in diesem Alter besuchten eine Fachhoch- oder Hochschule. Die Mehrheit der Männer ging auf eine berufliche Schule (31,5 Prozent). 


Papieratlas 2021: Recyclingpapier auf dem Vormarsch

Schwarz, braun oder grün, gelb und blau, manchmal sogar rot – keine politischen Koalitionen, sondern die Mülltonnen in Deutschland. Doch während sich die Deutschen gerne als Recyclingweltmeister loben weil sie Müll trennen, ist die Nutzung recycleter Produkte noch ausbaufähig. Um die Verwendung von Recyclingpapier zu fördern, gibt die "Initiative Pro Recyclingpapier" (IPR) seit 2008 den u.a. vom Bundesumweltministerium (BMU) geförderten "Papieratlas" heraus, in dem die Recyclingpapierquote von Städten, Kreisen und Hochschulen dokumentiert und die Gewinner prämiert werden. 2021 wurde dabei ein neues Rekordniveau erreicht.  


Neues Portal für Auslandsaufenthalte in der Ausbildung

Die Nationale Agentur des Bundesinstituts für Berufsbildung hat ein neues Service-Portal vorgestellt. Unter „MeinAuslandspraktikum.de“ können interessierte Schülerinnen und Schüler künftig alle Angebote zum Thema „Auslandsaufenthalte in der Berufsbildung“ abrufen. 


Hohe Nachfrage an Sozialpädagogen

In Niedersachsen werden zurzeit verstärkt Lehrerinnen und Lehrer an berufsbildenden Schulen der Fachrichtung Sozialpädagogik gesucht. Nur wenn der Mangel an Lehrkräften behoben werde, könne die zunehmend nachgefragte Ausbildung zur Erzieherin oder zum Erzieher sichergestellt werden, so die Aussage von Kultusminister Grant Hendik Tonne.