AusbildungsScouts machen Lust auf mehr
„Echte“ Azubis werben für ihre Berufe

Junge Menschen in Zeiten des Studienwahns für eine duale Ausbildung gewinnen – das ist das Ziel des Projektes „IHK AusbildungsScouts“ der Industrie- und Handelskammer in Bayern.

Die IHK AusbildungsScouts sind „echte“ Azubis, die mitten in der betrieblichen Berufsausbildung stecken und für ihre Ausbildung ehrliche Werbung machen wollen. Sie kommen auf Wunsch in die Schulen und berichten von ihrem Ausbildungsalltag, den Aufgaben, die sie im Betrieb übernehmen, und den Inhalten, die sie in der Berufsschule lernen. Zusätzlich geben sie den Schülern Informationen zum Bewerbungsprozess und zu den zahlreichen Weiterbildungs- und Aufstiegsmöglichkeiten. Glaubwürdigere Botschafter für die duale Berufsausbildung gibt es also nicht!

Projekt läuft im fünften Jahr erfolgreich

Bereits seit 2015 läuft das Projekt in Mittelfranken sehr erfolgreich unter der Regie von IHK für Mittelfranken und IfT Institut für Talententwicklung. Das Team des Messeveranstalters IfT kümmert sich um die Organisation der Schulbesuche, schult die Azubis und begleitet sie in die Klassen.

Pro Schuljahr sind die AusbildungsScouts in mehr als 300 Schulklassen zu Gast und halten zusätzlich Vorträge auf den parentum und vocatium-Messen, bei Elternabenden oder Veranstaltungen der Wirtschaftsförderungen. In der Region Mittelfranken beteiligen sich mittlerweile 107 Schulen am ScoutProjekt und 150 Unternehmen stellen motivierte Auszubildende zur Verfügung. Das sind insgesamt 42% aller allgemeinbildenden Schulen im Kammerbezirk. Auch verbucht das Projekt einen immer größer werdenden Zuwachs an Gymnasien. Das zeigt, dass auch immer mehr Abiturienten Interesse an einer dualen Ausbildung als Basis für einen Karrierestart haben.

Das IfT organisiert vor den Schulbesuchen eintägige Workshops, in denen die angehenden Scouts lernen, wie man schlüssig argumentiert und zielgruppengerechte Präsentationen erstellt. Wenn die Scouts dann die Klassen besuchen, sind Überzeugungsfähigkeit und Kreativität gefragt, um die Schüler*innen thematisch abzuholen. Beispielsweise gibt es Produkttests im Klassenzimmer, selbstgedrehte Videos, angefertigte Werkstücke oder ein Berufsquiz. Hauptsache, die Schüler*innen bekommen Lust auf eine Ausbildung.

Teilnehmende Unternehmen bekommen nach den erfolgreichen Klassenbesuchen Bewerbungen für Praktika und Ausbildungsplätze und sind sich einig: Es gibt keine bessere Werbung für das eigene Unternehmen, als einen engagierten Auszubildenden, der sich zutraut, vor Schulklassen zu präsentieren und seine Ausbildung schmackhaft zu machen. Als Dank für das Engagement und die Beteiligung der Azubis organisiert das IfT im Nachgang des Projektes eine besondere Veranstaltung für sie und überreicht ihnen eine Urkunde. Denn wichtig ist, dass den jungen Menschen Anerkennung für ihre Leistung im Projekt gezollt wird.