"AusbildungWeltweit": Erzählt uns mehr!
Azubis und Ausbildungsbetriebe berichten über ihre Erfahrungen mit dem Förderprogramm

 

Zur Infoveranstaltung „Erzählt uns mehr!“ von AusbildungWeltweit am 13. November sind rund 100 Gäste aus der Berufsbildung ins BMBF nach Berlin gereist, um sich über das Förderprogramm für weltweite Lernaufenthalte während der Ausbildung auszutauschen.

„Hoffen wir, dass es irgendwann nicht nur eine Generation Erasmus+, sondern auch eine Generation AusbildungWeltweit gibt!“, sagte Ministerialrat Stefan Schneider vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) bei seiner Begrüßungsrede der Veranstaltung. Damit stimmte er die Gäste auf den weiteren Tag ein und ermutigte alle Anwesenden, das Förderprogramm zu nutzen und gemeinsam zu einer höheren Auslandsmobilität in der Berufsbildung beizutragen.

Teilnehmer waren sowohl Vertreter*innen aus Kammern, Betrieben, Berufsschulen und Auszubildende. In speziellen Foren widmete sich das Team von AusbildungWeltweit Fragen von potentiellen Antragstellern und Zuwendungsempfängern und nannte auch Best-Practice-Beispiele.

In einer Keynote-Speech griff Referent Alexander Groß vom Kölner Institut für interkulturelle Kompetenz e.V. zudem das Thema „Lernen in interkulturellen Kontexten“ auf. So betonte er die große Bedeutung von Auslandsaufenthalten als wichtiger Erfahrungsmöglichkeit für interkulturelle Kompetenz- und der allgemeinen Persönlichkeitsentwicklung.

Neben den Fachinformationen standen die Erfahrungsberichte von Vertreter*innen von Betrieben und ihren Auszubildenden im Zentrum der Veranstaltung, die mit AusbildungWeltweit ihren internationalen Lernaufenthalt während der Ausbildung absolviert haben.

Auslandsaufenthalt lohnt sich

So berichteten fünf Auszubildende und ihre Betreuer in den Betrieben auf der Bühne von ihren Erfahrungen mit AusbildungWeltweit. Unter ihnen war auch Niko Remmert, der als Auszubildender zum Industriekaufmann bei Tillmann & Köckmann seinen Lernaufenthalt in Nanjing in China mit großer Eigeninitiative organisiert hat. Sein Fazit: „Man sollte auf jeden Fall einen Auslandsaufenthalt machen! Man muss es gut vorbereiten – aber es lohnt sich.“ Auch die anderen Azubis auf der Bühne pflichteten ihm bei.

Den größten Erfahrungs- und Kompetenzzuwachs sehen die jungen Menschen im Bereich der Persönlichkeitsentwicklung. Dem pflichtete auch Carola Lotzmann, Ausbilderin beim Friseursalon Elegant Bannewitz, bei, die den Aufenthalt ihrer jungen Mitarbeiterin Evelyn Dietrich in Moskau mit Unterstützung der Mobilitätsberaterin der HWK Dresden organisiert hat. „Im Auslandsaufenthalt werden die Azubis erwachsen“, berichtet sie schmunzelnd. „Und das stärkt auch langfristig die Bindung zum Betrieb.“

Bis nach Australien

Ina de Vries aus der Personalabteilung von Dr. Oetker, die den Auslandsaufenthalt der Industriekaufleute nach Australien – darunter auch von Lena Hermbusche – betreut hat, ergänzt: „Für die Azubis und die Betriebe sind diese Auslandsaufenthalte ein großer Mehrwert. Der Auslandsaufenthalt während der Ausbildung ist bei uns auch ein Aushängeschild.“

Gute Förderchancen

Während der Informationsforen am Ende des Veranstaltungstages wurde noch einmal betont: die Förderchancen sind sehr gut – im Jahr 2019 lagen sie bei 94 Prozent. „Wir hoffen nach der positiven Resonanz, dass wir in den neuen Antragsrunden 2020 viele neue Förderanträge bekommen“, erzählt Susanne Timmermann, die AusbildungWeltweit bereits seit der Pilotphase im Jahr 2017 bei der NA beim BIBB ( Nationale Agentur beim Bundesinstitut für Berufsbildung) betreut. „Unser erklärtes Ziel ist es, deutlich mehr junge Auszubildende mit AusbildungWeltweit ins Ausland entsenden zu können. Bei Fragen dazu sind wir jederzeit ansprechbar – und freuen uns über viele neue Interessierte und Multiplikatoren.“ 

Alle Auslandsaufenthalte müssen in einem bestimmten Zeitraum stattfinden (inkl. Hin- und Rückflug):

  • Antragsfrist 13. Februar 2020, 12 Uhr: 1. Juni 2020 bis 31. Mai 2021
  • Antragsfrist 18. Juni 2020, 12 Uhr : 1. Oktober 2020 bis 30. November 2021
  • Antragsfrist 15. Oktober 2020, 12 Uhr: 1. Februar 2021 bis 31. Januar 2022

Ausführliche Informationen zum Programm AusbildungWeltweit