AusbildungWeltweit öffnet sich für Berufsschulen
Auch Auszubildende in vollzeitschulischen Berufsausbildungen sind jetzt förderfähig

 

Seit 2017 fördert AusbildungWeltweit Auslandsaufenthalte für Auszubildende und Bildungspersonal rund um den Globus. Zum Jahresbeginn 2020 traten Neuerungen in Kraft, durch die das Förderprogramm mehr Menschen erreichen wird: Ab sofort können auch Berufsschulen Förderanträge stellen und Auszubildende in vollzeitschulischen Berufsausbildungen werden förderfähig.

Dazu erklärt Bundesbildungsministerin Anja Karliczek: „Mehr Menschen in der Berufsausbildung sollen künftig Auslandserfahrungen sammeln. Ob Auszubildende oder Lehrpersonal: Der Perspektivwechsel im Ausland ermöglicht jungen Menschen einen unschätzbare interkulturelle Erfahrungen. Von diesem Erfahrungsschatz junger Menschen profitiert natürlich auch der weltweit bestens vernetzte Wirtschaftsstandort Deutschland. Mir ist es ein wichtiges Anliegen, dass für junge Menschen die Möglichkeiten für Auslandsaufenthalte noch besser werden. Deshalb können von nun an auch die beruflichen Schulen Zuschüsse für ihre Berufsschüler beantragen. Auch Personen in vollzeitschulischen Ausbildungen bekommen künftig Unterstützung. Junge Menschen, die beispielsweise eine Ausbildung in den Pflegeberufen machen, können in Zukunft mithilfe von AusbildungWeltweit Praxiserfahrungen im Ausland sammeln. Ich freue mich, wenn möglichst viele Auszubildende diese Möglichkeit nutzen."

Karliczek betont weiter: „Mit AusbildungWeltweit wollen wir dazu beitragen, die Auslandsmobilität in der Berufsausbildung in den nächsten Jahren weiter deutlich zu steigern. Noch mehr angehende und erfahrene Fachkräfte sollen von Lernaufenthalten in der ganzen Welt profitieren.“

Am 16. Januar 2020 veröffentlichte das BMBF die neue Förderrichtlinie für das Förderprogramm AusbildungWeltweit. Die neue Förderrichtlinie des BMBF gibt den Rahmen für die nächste Programmperiode bis 2024 vor. Sie enthält wesentliche Neuerungen, die das Spektrum von AusbildungWeltweit deutlich erweitern.

Die neue Förderrichtlinie gilt bereits. Anträge können schon in der laufenden ersten Antragsrunde 2020 (Antragsfrist: 13. Februar 2020 um 12 Uhr) gestellt werden. Ausreisen sind damit ab Juni 2020 möglich. Zwei weitere Antragsrunden sind in 2020 vorgesehen: 18. Juni (Ausreisen ab Oktober 2020) und 15. Oktober (Ausreise ab Februar 2021).

Das Programm

Das Förderprogramm AusbildungWeltweit wurde 2017 als Pilotprojekt ins Leben gerufen und ist seit 2018 ein offizielles Programm des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Es unterstützt Auslandsaufenthalte von Auszubildenden, Ausbilder*innen im Rahmen der Berufsbildung und soll eine tragende Säule der Internationalisierung der Ausbildung werden. Während das EU-Programm Erasmus+ Lernaufenthalte innerhalb Europas fördert, schließt AusbildungWeltweit eine wichtige Förderlücke für Auslandspraktika rund um den Globus. Seit 2017 hat das Programm rund 1.000 Auslandsaufenthalte von angehenden und erfahrenen Fachkräften in mehr als 40 Ländern auf der ganzen Welt bewilligt. USA, China, die Schweiz und Australien sind häufig gewählte Destination.

Zum Jahresbeginn 2020 trat die neue Förderrichtlinie für AusbildungWeltweit in Kraft. Sie verbessert die Fördermöglichkeiten. Bislang konnten nur Ausbildungsbetriebe, Kammern oder andere nichtschulische Einrichtungen der Berufsbildung Anträge stellen. Ab sofort können neben den Berufsschulen auch weitere Ausbildungsstätten wie beispielsweise Zahnarztpraxen, Anwaltskanzleien und viele mehr Anträge einreichen.

Weitere Informationen rund um die Antragstellung und die neue Förderrichtlinie gibt es unter ausbildung-weltweit.de.

Neue Auslandsmesse

Englisch und Kenntnisse anderer Sprachen lassen sich am besten während eines Auslandsaufenthaltes vertiefen. Wer sich über seine individuellen Möglichkeiten informieren möchte, kann dies zum Beispiel auch auf der pluspunkt.ausland Braunschweig 2020 tun - der Bildungsmesse für Wege in die Welt. Die Auslandsmesse des IfT feiert am 30. September 2020 ihre Premiere. Sie findet von 14 bis 19 Uhr in der Volkswagen Halle statt. Der Eintritt ist frei.