Freiwilliges Engagement fördert die Berufswahl
Mitarbeit in Vereinen

Jugendliche mit freiwilligem sozialem Engagement stehen der Berufsorientierung aufgeschlossener gegenüber als jene, die sich nicht entsprechend engagieren. Dieses Ergebnis einer amerikanischen Studie aus dem Jahr 2006 wird von Untersuchungen in Deutschland bestätigt. 

Beim Engagement erleben die Jugendlichen die Selbstwirksamkeit ihres Handelns. Sie erwerben Fähigkeiten, die für sie wichtig sind, z.B. der Umgang mit anderen Menschen, hohe Einsatzbereitschaft und Organisationstalent. 

Freiwilliges Engagement sei ein wichtiges Lernfeld für junge Menschen, betonen auch die Dortmunder Wissenschaftler Wiebken Düx und Erich Sass. Sie kommen zu dem Schluss, dass frühe soziale Betätigung einen starken oder sogar sehr starken Einfluss auf das weitere Leben der Menschen habe. Es zeige sich, dass früher Engagierte auch höhere Berufsabschlüsse erreichen als andere. Ehrenamtliches Engagement ist also zu Recht für Personalverantwortliche ein klarer Hinweis auf persönliche Fähigkeiten.

In zahlreichen Diskussions- und Kontaktforen unter dem Motto »ich & wir – Engagement für uns« stellt das IfT Institut für Talententwicklung die Bedeutung freiwilliger Tätigkeit für Schüler heraus. Über kleine Messen, auf denen sich Vereine und Organisationen präsentieren, sollen Jugendliche verstärkt für ehrenamtliche Aufgaben begeistert werden, die ihnen auch im Kontext mit der Berufswahl, mit der Ausbildung bzw. des Studiums und der Berufsausübung zugute kommen.