Berufe zum maschinellen Lesen und Lernen sind gefragt
Digitalisierung bringt neue Studiengänge hervor

Die menschliche Neugierde ist nicht aufzuhalten. Sie gebiert immer neue technische Verfahren. Zu den neueren Schlüsselwörtern des technischen Fortschritts gehört die „Digitalisierung“. Zu den neuen Berufen, die die Digitalisierung aus der Taufe hebt, gehören solche, die sich mit dem maschinellen Lesen und maschinellen Lernen beschäftigen.

An fast allen Universitäten entstehen solche Angebote. Beispielsweise bewirbt seit kurzem die Universität des Saarlandes einen neuen Bachelor-Studiengang, der die Themen Künstliche Intelligenz, Maschinelles Lernen und Data Science verbindet. Die Interessenten werden über das spätere Berufsprofil informiert: „Sie bereiten komplexes Datenmaterial auf, analysieren es mit Verfahren der Statistik und der Künstlichen Intelligenz, um daraus bisher unbekannte Trends und Fakten zu berechnen. Solche Spezialistinnen und Spezialisten sind nicht nur auf dem Arbeitsmarkt sehr umworben. Schon jetzt bleiben tausende gut bezahlter Stellen unbesetzt. Die Universität des Saarlandes führt daher zum kommenden Wintersemester den Bachelor- und Masterstudiengang „Data Science and Artificial Intelligence“ ein.“

Maschinelles Lernen? Das Wikipedia-Lexikon erklärt: Es sei „ein Oberbegriff für die „künstliche“ Generierung von Wissen aus Erfahrung: Ein künstliches System lernt aus Beispielen und kann diese nach Beendigung der Lernphase verallgemeinern. Dazu bauen Algorithmen beim maschinellen Lernen ein statistisches Modell auf, das auf Trainingsdaten beruht. Das heißt, es werden nicht einfach die Beispiele auswendig gelernt, sondern es „erkennt“ Muster und Gesetzmäßigkeiten in den Lerndaten. So kann das System auch unbekannte Daten beurteilen (Lerntransfer) oder aber am Lernen unbekannter Daten scheitern."

Der Digitalisierung werden ungeahnte Anwendungen vorausgesagt. Wie bisher jede Technik wird auch die Digitalisierung zu enormen positiven Beschäftigungseffekten führen, ist der mitteöständische Unternehmer Roderich Stintzing (Berlin/Flensburg) überzeugt. Nicht wenige herkömmliche Berufsprofile würden sich überholen. Der Verlust werde vom Bedarf an neuen „komplexeren“ Beschäftigungen bei weitem kompensiert. (Neue) Technik sei generell beschäftigungsintensiv.