Das kulturelle Erbe erhalten
Goethe-Institut und Ethnologische Museen starten Restaurierungsabteilung am Nationalmuseum für Anthropologie in Angola


Mit der Schulung von Restaurator*innen und dem Aufbau einer Abteilung für Konservierung und Restaurierung engagiert sich das Goethe-Institut mit Unterstützung des Ethnologischen Museums der Staatlichen Museen zu Berlin für den Erhalt akut gefährdeter Objekte der weltweit einzigartigen Sammlung des angolanischen Nationalmuseums für Anthropologie. Die Restaurierungsabteilung nimmt am 1. Oktober ihre Arbeit auf, heißt es in einer Pressemitteilung des GI.

Mit über 6.000 Objekten gilt die Sammlung des Nationalmuseums in Luanda nach Angaben des Goethe-Instituts als umfassendste ethnologische Angola-Sammlung der Welt. Sie besteht aus Alltags-, Kunst- und religiösen Objekten aller ethno-linguistischen Gruppen des Landes und beherbergt ästhetisch herausragende Stücke, die in vergleichbaren Sammlungen fehlen. Dazu gehören auch Verzeichnisse versklavter Menschen aus dem 18. und 19. Jahrhundert, deren historiografische Bedeutung weit über Angola hinaus reicht.

Im Zentrum des Projekts steht die Residenz einer*s erfahrenen Fachrestaurator*in aus Deutschland, der oder die jeweils zwei Mitarbeiter*innen des Museums in Luanda sowie anderer angolanischer Museen oder Studienabgänger*innen angolanischer Universitäten ausbilden wird. Teil der Ausbildung sind unter anderem sechswöchige Residenzen in der Abteilung Restaurierung des Ethnologischen Museums der Staatlichen Museen zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz und Gegenbesuche der Berliner Kolleg*innen im anthropologischen Museum in Luanda.

Der Aufbau der Abteilung für präventive Konservierung und Restaurierung am Museu Nacional de Antropologia ist Teil einer Zusammenarbeit, die die Direktion der staatlichen Museen Angolas, die Stiftung Preußischer Kulturbesitz und das Goethe-Institut Angola bereits im Dezember 2018 miteinander vereinbart haben.

 

Weitere Informationen zur Arbeit des Goethe-Instituts in Angola sind hier zu finden