Das Motivationsschreiben oder die dritte Seite
Welche Aspekte gibt es dabei zu beachten?

 

Häufig verlangen Stiftungen und Hochschulen oder manchmal auch Arbeitgeber zusätzlich zu den üblichen Bewerbungsunterlagen ein Motivationsschreiben. Damit wollen sie schon im Vorfeld abklären, ob die Bewerber*innen mit ihrem Engagement und ihrer Persönlichkeit zur Leitidee der Stiftung passen bzw. bestimmte Anforderungen an einen Studiengang oder Beruf erfüllen.

Das Schreiben sollte meist ein bis zwei Seiten lang und aussagekräftig sein. Hierin ergibt sich die Gelegenheit über das Anschreiben hinaus, individuelle Kompetenzen, eine Übersicht über deine wichtigsten Daten sowie deine persönlichen Argumente für deine Bewerbung ausführlicher darzustellen. Das kann in Form eines Textes, einer Aufzählung mit Bulletpoints oder einer Kombination aus beidem formuliert werden. Aber genau wie beim Anschreiben auch, sollte auf allgemeine Floskeln verzichtet werden. Gut strukturiert mit einem roten Faden macht es den besten Eindruck. Je nach Anlass sind jedoch unterschiedliche Aspekte zu beachten:

Motivationsschreiben zur Stipendienvergabe

Mach dir klar, bei welcher Stiftung du dich bewirbst. Welche Ideale und Ziele werden durch sie verfolgt und wie passt deine eigene Persönlichkeit zur Institution und deren Zielen? Äußere dich dazu, warum du ein Stipendium haben möchtest, warum genau bei dieser Stiftung und was du wiederum im Gegenzug der Stiftung bieten könntest.

Motivationsschreiben zur Studienplatzvergabe

Durch eine hochschuleigene Studienplatzvergabe ist auch an Universitäten das Motivationsschreiben für dich wichtig. Dabei solltest du im Schreiben auf folgende Punkte immer eingehen: Stell deine Persönlichkeit dar und versuche, deine Motivation zum gewünschten Studium deutlich zu machen. Überlege, warum du dich auf genau diesen Studiengang bewirbst und warum an dieser Hochschule. Oft ist es auch ratsam, sich vorher über den jeweiligen Studienort zu informieren und Gründe anzugeben, warum man genau in diese Stadt möchte. Zeige, dass du dich zum gewünschten Studiengang und den Anforderungen gründlich informiert hast.

Die Dritte Seite

In besonders begehrten Ausbildungsberufen wird manchmal eine Dritte Seite gefordert. Sie ähnelt dem Motivationsschreiben sehr und gibt dir die Chance, dich bei vergleichbaren Noten von Mitbewerber*innen abzuheben. Mache deutlich, wie du in das Unternehmen und zu dessen Leitbild passt. Falls der Beruf besondere Kenntnisse und Fähigkeiten erfordert, bietet sich hier die Chance, darauf einzugehen. Häufig ist dies bei künstlerischen oder handwerklichen Berufen der Fall, da solche Fähigkeiten aus den Schulzeugnissen nicht hervorgehen. Aber: Eine Dritte Seite bedeutet immer einen Mehraufwand, insbesondere für Leser*innen. Schicke sie daher nur bei ausdrücklicher Aufforderung mit.