Landesweites Treffen der Demokratieprojekte in Mecklenburg-Vorpommern
Wie kann demokratische Teilhabe in ländlichen Räumen verbessert werden?

Wie kann demokratische Teilhabe in ländlichen Räumen verbessert werden? Wo fordern demokratiefeindliche Bestrebungen das Zusammenleben der Menschen heraus? Wie können zivilgesellschaftliche Strukturen in den Regionen unterstützt werden? Diese und andere Fragen haben Anfang September 2019 rund 60 Interessierte zum Forum „Willkommen im Dorf!?“ nach Demen geführt, informierte die Landesregierung in einer Pressemitteilung.

Bildungsministerin Bettina Martin zeigte sich beeindruckt von der Vielfalt der Demokratieprojekte und würdigte in Demen vor allem die Mitarbeit an der Fortschreibung des Landesprogramms „Demokratie und Toleranz gemeinsam stärken!“. „Die demokratische Gesellschaft, die lange selbstverständlich schien, wird derzeit an vielen Stellen herausgefordert und in Frage gestellt“, sagte Martin. „Die Arbeit, die im Rahmen des Landesprogramms gemacht wird, ist sehr wichtig für unser Zusammenleben in einer offenen und vielfältigen Gesellschaft. Das Landesprogramm will die Grundwerte für eine demokratische Gesellschaft stärken und demokratiefeindlichen Tendenzen entgegentreten. Wichtig ist mir dabei, dass diejenigen, die mit viel Mut und Engagement diese wichtige Arbeit vor Ort machen, gute Rahmenbedingungen und die Anerkennung erhalten, die sie verdienen“, betonte die Ministerin. 

An der Veranstaltung, die unter diesem Titel bereits zum dritten Mal stattgefunden hat, nahmen der Mitteilung zufolge neben Mitgliedern des landesweiten Beratungsnetzwerkes Demokratie und Toleranz insbesondere Projekte der beiden Bundesprogramme „Zusammenhalt durch Teilhabe“ und „Demokratie leben!“ teil. Dazu gehörten die landesweiten Projekte des Landessportbundes (MoBiS - Mobile Beratung im Sport), des Landesfeuerwehrverbandes (FunkstoFF) und der Nordkirche (Kirche stärkt Demokratie) ebenso wie die vor Ort aktiven Partnerschaften für Demokratie. 

Bildungsministerin Martin dankte den anwesenden Akteurinnen und Akteuren der Projekte und Beratungsstellen, betonte aber zugleich, dass die Verteidigung von Menschenrechten und demokratischen Werten eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe sei. Auch die Verwaltung könne durch mehr Transparenz und Bürgernähe einen wichtigen Beitrag leisten. In ihren Diskussionen vertieften die Teilnehmer unter anderem, wie der Austausch und die Vernetzung in den Regionen verbindlicher gestaltet werden können. „Das Landesprogramm bildet unsere gemeinsame Grundlage für die Arbeit in den kommenden Jahren. Ich hoffe im Herbst auf eine breite politische Unterstützung im Landtag“, so Martin.