Die beliebtesten Lehr- und Ausbildungsberufe: Technische und kaufmännische Fächer
Lehrlingsgehälter in Österreich liegen etwas höher als in Deutschland

 

Gibt es Unterschiede im Ländervergleich bezüglich der beliebtesten Lehr- bzw. Ausbildungsberufe zwischen Deutschland und Österreich? 

Nach Angaben der Wirtschaftskammer Österreich liegen bei den jungen Männern die Lehrberufe Metalltechnik, Elektrotechnik und Kraftfahrzeugtechnik auf den ersten drei Plätzen. In Deutschland rangieren die Ausbildungsberufe zum Kraftfahrzeugmechatroniker, Elektroniker und Fachinformatiker bei den männlichen Azubis ganz oben in der Liste der neuabgeschlossenen Ausbildungsverträge 2018, geht aus der Statistik des Bundesinstituts für Berufsbildung hervor. In beiden Ländern fühlen sich also die jungen Männer zu den technischen Berufen hingezogen. Nichttechnische Ausbildungsberufe - zum Kaufmann im Einzelhandel und zum Verkäufer – stehen erst auf Platz 9 und 10 der Rangliste in Deutschland.

Die jungen Frauen wollen in Deutschland in erster Linie Kauffrau für Büromanagement werden, in Österreich Einzelhandelskauffrau. Auf den Plätzen 2 und 3 liegen in Österreich die Lehrberufe Friseurin und Bürokauffrau. In Deutschland sind es die Ausbildungen zur Medizinischen bzw. Zahnmedizinischen Fachangestellten. Auf Platz 4 und 5 folgen die Kauffrau im Einzelhandel und die Verkäuferin. Auf Platz 10 liegt im deutschen Ranking der Ausbildungsberuf zur Friseurin.

Die Bezahlung der Lehrlinge bzw. Auszubildenden hat sich in den zurückliegenden Jahren erheblich verbessert. In Österreich lagen die Lehrlingsgehälter 2018 im Gewerbe und Handwerk sowie in der Industrie nach Angaben der Wirtschaftskammer Österreich im letzten Lehrjahr bei 1.440 Euro bzw. 1.500 Euro. Im Handel betrage dieser Wert etwa 1.055 Euro. In Deutschland erhielt der durchschnittliche Auszubildende nach Informationen des BiBB im dritten Lehrjahr 994 Euro – bei erheblichen Unterschieden zwischen den Berufen. Besonders hohe Ausbildungsvergütungen werden in Deutschland in der Baubranche gezahlt – im dritten Lehrjahr durchschnittlich bis zu etwa 1.460 Euro. Im Handel lag dieser Wert im Jahr 2018 bei nahezu 1.000 Euro.