Duales Verbundstudium im E-Commerce startet
Digitaler Handel: Für die Wachstumsbranche werden speziell ausgebildete Fachkräfte gesucht

Studieninteressierte können jetzt an zehn bayerischen Hochschulen für angewandte Wissenschaften in Bayern ein Bachelorstudium in Betriebswirtschaft, Digital Business oder Handelsmanagement mit einer Ausbildung zum Kaufmann/-frau im E-Commerce verbinden. An Berufsschulen in Lichtenfels und Neuburg a.d.Donau werden dafür spezielle Klassen eingerichtet.

Der digitale Handel ist eine Wachstumsbranche und speziell ausgebildete Fachkräfte sind gesucht. Der neue Ausbildungsberuf Kaufmann/-frau im E-Commerce trägt den neuen Tätigkeitsfeldern in Produktion, Handel und Dienstleistung Rechnung. Um auch den akademischen Nachwuchs für die digitale Wirtschaft zu qualifizieren, ging im August 2019 in Bayern ein ausbildungsintegrierendes Verbundstudium nach den Qualitätsstandards von hochschule dual an den Start. In 4,5 Jahren kombinieren Studierende eine kaufmännische Ausbildung im E-Commerce mit einem Bachelorstudium in Betriebswirtschaft.

Prof. Dr. Franz Boos, wissenschaftlicher Leiter von hochschule dual, der Dachmarke des dualen Studiums in Bayern, koordinierte die bayernweite Einführung des Verbundstudium. „Der Onlinehandel zählt derzeit zu den ganz großen Wachstumssegmenten und bietet hervorragende Chancen für junge Leute. Die Kombination einer Ausbildung mit einem Studium ist gerade in diesem sehr dynamischen Bereich ein hervorragendes Sprungbrett für die Karriere", so Boos. „Damit beides zusammen auch funktioniert, haben sich die Berufsschulen in Lichtenfels und in Neuburg a. d. Donau mit zehn Hochschulen zeitlich und inhaltlich abgestimmt. So können wir ein tolles und modernes Ausbildungsprogramm aus einem Guss anbieten, dass wir allen Interessierten nur empfehlen können. Dies gilt nicht nur für die Auszubildenden, sondern auch für die Unternehmen, die auf diesem Weg die notwendige E-Commerce-Fachkräften rekrutieren können.“

Ein großer Vorteil dieses Modells sind die speziellen Berufsschulklassen. So können die dual Studierenden kompakt und zielgerichtet auf die IHK-Prüfungen vorbereitet werden. Der fachliche Unterricht vor Studienbeginn ermöglicht dazu auch den fließenden und erfolgreichen Übergang in das Studium der Betriebswirtschaft, Digital Business oder Handelsmanagement.

Im Norden Bayerns kooperiert die Berufsschule Lichtenfels mit der Ostbayerischen Technischen Hochschule Amberg-Weiden, der Hochschule Coburg, der Hochschule Hof und der der Technischen Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm. Das berufliche Schulzentrum Neuburg a. d. Donau betreut dual Studierende der Hochschulen Augsburg und München, der Technischen Hochschulen in Deggendorf, Ingolstadt und Rosenheim und der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg.

Mit initiiert wurde das Verbundstudium von den örtlichen Industrie- und Handelskammern, unterstütz wird es von vielen Unternehmen in Bayern. Von Beginn an dabei ist die Firma BAUR Versand (GmbH & Co KG) aus Burgkunstadt. „Wir freuen uns sehr, dass es in so schneller Zeit gelungen ist, das Erfolgsmodell Verbundstudium nun auch in Kombination mit dem neuen Ausbildungsberuf Kaufleute im E-Commerce dem Ausbildungsmarkt zur Verfügung zu stellen“, so Max-Josef Weismeier, Leiter Ausbildung bei BAUR. „Sicherlich werden bayernweit Angebot und Nachfrage für das neue Bildungsmodell auf hohem Niveau zusammentreffen. Für unser Unternehmen gehen wir davon aus, dass sich das neue Verbundstudium schnell als Standardmodell in unserem Portfolio für duale Studiengänge etablieren wird.“

Studieninteressierte können sich ab sofort für einem dualen Praxispartner bewerben. Parallel dazu sollte man sich direkt mit der Wunschhochschule in Verbindung setzen.

Interessierte Unternehmen können sich an hochschule dual oder direkt an die beteiligten Hochschulen wenden.

Weitere Informationen:

www.hochschule-dual.de/e-commerce