Englischkompetenz öffnet Türen
Ranking von Education First vergleicht die Englischkenntnisse von Nichtmuttersprachlern in 100 Ländern

 

Mehr als eine Milliarde Menschen sprechen Englisch als Muttersprache oder Zweitsprache, und für Hunderte Millionen weitere ist es die Dritt- oder Viertsprache. Für junge Absolventen, Wissenschaftler, Forscher und Unternehmen sowie internationale Touristen ist Englischkompetenz gleichbedeutend mit erweiterten Horizonten, geringeren Barrieren und schnellerem Informationsaustausch. Die Anreize, Englisch zu lernen, waren noch nie größer als heute.

Im November 2019 erschien zum 9. Mal der EF English Proficiency Index (EF EPI). Das globale Ranking des Bildungsunternehmens EF Education First vergleicht die Englischkenntnisse von Nichtmuttersprachlern in 100 Ländern und Regionen. Die ersten drei Plätze belegen die Niederlande, Schweden und Norwegen. Österreich liegt auf Platz 8. Auch Deutschland schafft es erneut unter die ersten zehn und erreicht Rang 10. Im Städte-Ranking liegt Wien auf dem eindrucksvollen sechsten Platz, gefolgt von Berlin auf Rang sieben. Der Index von EF basiert auf den Ergebnissen eines kostenlosen Online-Tests, der von 2,3 Millionen Freiwilligen ab einem Alter von 18 Jahren absolviert wurde.

Niklas Kukat, Geschäftsführer von EF Education (Deutschland) GmbH: „Englisch bleibt die unbestrittene Weltsprache in der Geschäftswelt. Unsere neunte Ausgabe des EF EPI liefert Regierungen wertvolle Einblicke, um ihre Sprachlernpolitik und die Rendite ihrer Investitionen in Sprachtrainings zu bewerten.“

Deutschland: Neue Bundesländer holen auf

Ein Blick auf Gesamtdeutschland zeigt die kontinuierliche Verbesserung der Englischkenntnisse im Verlauf der letzten Jahre. elf Bundesländer zeichnet EF dieses Jahr mit „sehr gut“ aus, fünf mit „gut“.

Veränderungen sind vor allem in den neuen Bundesländern sichtbar: Brandenburg und Sachsen holen auf. Beide erhalten die Kategorie „sehr gut“ – vergleichbar mit dem Level C1 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Sprachen (GER). Dieses Niveau attestiert „fortgeschrittene Sprachkenntnisse“.

Berlin, Bayern, Hamburg, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein nehmen im bundesweiten Vergleich eine Sonderstellung ein: Sie liegen beim EF EPI 2019 in puncto englische Sprachkenntnisse allesamt über dem bundesdeutschen Durchschnitt.

Altersgruppe 41 Plus verbessert sich

Die größte Verbesserung bei den Sprachkenntnissen verzeichnet die Altersgruppe der über 41-Jährigen. Bei den geschlechterspezifischen Unterschieden entwickelt Deutschland sich in diesem Jahr entgegen des internationalen Trends. Während Frauen dort wie bisher besser dastehen als Männer, hat sich der Trend in Deutschland verändert: Erstmals überholen die deutschen Männer die deutschen Frauen bei der Qualität der Englischkenntnisse.

Internationale Top-Trends des EF EPI 2019:

  • Englisch als Türöffner: Der Netzwerkeffekt der englischen Sprache war noch nie stärker. Je mehr Menschen Englisch sprechen, desto nützlicher wird es für Individuen und Unternehmen beim Zugriff auf Ressourcen und Möglichkeiten.
  • Fleißiges Europa: Die europäischen Englischkenntnisse polarisieren. Die meisten Nachbarländer der EU entwickeln Englischfähigkeiten nicht in dem gleichen Tempo wie die Mitgliedsstaaten.
  • Große Unterschiede in Asien: In Asien besteht weiterhin die größte Lücke zwischen den individuellen Ergebnissen der Länder. China hat sich zum ersten Mal von geringen zu moderaten Kenntnissen verbessert.
  • Lateinamerika holt auf: In Lateinamerika geht es nach Jahren des Stillstands voran: 12 von 18 untersuchten Ländern haben ihre Englischkenntnisse zwischen 2017 und 2018 verbessert.
  • Afrikas Niveau sinkt: Afrikas Gesamtdurchschnitt ist gesunken und die Lücke zwischen Ländern mit höheren und niedrigeren Kenntnissen ist so groß wie nie zuvor.
  • Frauen und Männer gleichen sich an: Frauen schneiden bei Englischkenntnissen weltweit immer noch besser ab als Männer. Der Abstand zwischen den Geschlechtern verringert sich jedoch.
  • Bildung und Wirtschaft: Hohe Englischkompetenz hängt weiterhin mit Faktoren wie der wirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit zusammen. Das umfasst auch höheres Einkommen und gesteigerte Arbeitsproduktivität.

Detaillierte Informationen und Auswertungen des EF English Proficiency Index 2019 finden Interessierte unter www.ef.de/epi.

Neue Auslandsmesse

Englisch und Kenntnisse anderer Sprachen lassen sich am besten während eines Auslandsaufenthaltes vertiefen. Wer sich über seine individuellen Möglichkeiten informieren möchte, kann dies zum Beispiel auf der pluspunkt.ausland Braunschweig 2020 tun - der Bildungsmesse für Wege in die Welt. Die Auslandsmesse des IfT feiert am 30. September 2020 ihre Premiere. Sie findet von 14 bis 19 Uhr in der Volkswagen Halle statt, Eintritt frei.

 

Der EF English Proficiency Index (EF EPI)

Der EF EPI 2019 basiert auf Testdaten von weltweit rund 2,3 Millionen Teilnehmern, die im Jahr 2018 drei verschiedene Versionen des EF Standard English Test (EF SET) absolviert haben. Der EF SET ist ein kostenfreier, frei zugänglicher und standardisierter Englischtest, der Lese- und Hörkompetenzen prüft. Er wird sowohl von Schulen, Bildungseinrichtungen, Firmen und Privatpersonen genutzt, um zuverlässig das eigene Sprachniveau zu ermitteln. Der EF EPI ordnet anhand dieser Testergebnisse jedes Land oder jede Region einer von fünf Kenntnisstufen zu: von „sehr guten Kenntnissen“, welche dem Niveau B2 entsprechen, bis zu „sehr geringen Kenntnissen“, Niveau A2. Initiiert wird der EF EPI jährlich von EF Education First, einem internationalen Bildungsunternehmen mit mehr als 600 Sprachschulen und Büros weltweit und deutschem Hauptsitz in Düsseldorf. Das Unternehmen wurde 1956 in Schweden mit dem Ziel gegründet, Menschen die Welt durch Bildung zugänglich zu machen