Experten für strahlende Sauberkeit
Neue Ausbildungsordnung für Gebäudereiniger*innen

 

Ob in Bürogebäuden, Industrieanlagen, Alten- und Pflegeeinrichtungen, Kindergärten, Schulen oder Krankenhäusern – für die Reinigung und Desinfektion von Räumen und Anlagen sind Profis gefragt. Für diese umfassenden Reinigungsarbeiten werden daher Gebäudereiniger und Gebäudereini­gerinnen ausgebildet. Sie erkennen Verschmutzungen und wissen, mit welchen Reinigungsver­fahren diese beseitigt werden können. Auch spezielle Bereiche, wie zum Beispiel Fassaden, werden mit entsprechenden Anlagen und unter hohen Sicherheitsmaßnahmen gereinigt.

Gemeinsam mit den zuständigen Bundesministerien sowie den Sozialpartnern und Sachver­ständigen aus der betrieblichen Praxis hat das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) im Auftrag der Bundesregierung die Berufsausbildung für Gebäudereiniger und Gebäudereini­gerinnen modernisiert. Die neue Ausbildungsordnung ist zum 1. August 2019 in Kraft getreten.

Die Neuordnung des dreijährigen Ausbildungsberufes greift technische, wirtschaftliche und organisatorische Änderungen und Entwicklungen im Gebäudereinigerhandwerk auf. So werden zum Beispiel Aufmaße zur Berechnung von Flächen und Kosten mittlerweile mit digitalisierten Arbeitsmitteln erstellt. Ein weiterer Grund für die Modernisierung ist die Nachhaltigkeit: Gebäudereiniger und Gebäudereinigerinnen müssen sich mit alternativen Reinigungsverfahren auskennen und können somit einen Beitrag zur Verringerung von Umweltbelastungen leisten. Dazu gehört auch die Aufbereitung und Pflege von durch Verschmutzungen beschädigten Oberflächen.

Im Jahr 2018 schlossen 885 Jugendliche einen neuen Ausbildungsvertrag für den Beruf Gebäudereiniger/Gebäudereinigerin ab. Die Übernahmeaussichten für Auszubildende sind gut. Nach der Ausbildung kann eine Weiterqualifizierung zum/zur Gebäudereinigermeister/-in angeschlossen werden.

Die modernisierte Ausbildungsordnung und der darauf abgestimmte, von der Kultusministerkonferenz für den schulischen Teil der dualen Ausbildung erarbeitete Rahmenlehrplan hat zum 1. August 2019 die bestehende Verordnung aus dem Jahr 1999 abgelöst.