Forschung zur Kinder- und Jugendgesundheit wird verstärkt
Wettbewerb für zwei neue Deutschen Zentren der Gesundheitsforschung gestartet

"Bislang werden die Besonderheiten von Kindern und Jugendlichen in Forschung und Versorgung noch zu selten beachtet. Die frühen Phasen des Lebens bieten besondere Chancen, um Gesundheit zu fördern und die Entstehung von Erkrankungen langfristig zu verhindern – denn im Kindes- und Jugendalter wird oft die Basis für eine gute und überdauernde Gesundheit im Erwachsenenalter gelegt", erklärt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) in einer Presseinformation. 

Deshalb soll ein neues Deutsches Zentrum für Kinder- und Jugendgesundheit geschaffen werden, um wirksamere und spezifische Präventions-, Diagnose- und Therapieverfahren für Kinder und Jugendliche zu erforschen, um die Versorgung und den Gesundheitsschutz von Kindern und Jugendlichen in Deutschland langfristig zu verbessern. 

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat Anfang Juli 2020 auch ein Bewerbungsverfahren für ein Deutsches Zentrum für Psychische Gesundheit eröffnet. Damit können sich einschlägige deutsche Forschungseinrichtungen wie Hochschulen, Universitätskliniken, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen und Ressortforschungseinrichtungen als Standorte für die künftigen beiden Deutschen Zentren bewerben. Die in einem wissenschaftsgeleiteten Verfahren ausgewählten Standorte werden für eine sechsmonatige Konzeptentwicklungsphase vom BMBF gefördert, um gemeinsam das Forschungskonzept für das jeweilige neue Deutsche Zentrum zu erarbeiten. 

Bundesforschungsministerin Anja Karliczek erklärte: „Deutschland hat eine exzellente Gesundheitsforschung. Mit der Etablierung eines Deutschen Zentrums für Psychische Gesundheit sowie eines Deutschen Zentrums für Kinder- und Jugendgesundheit will ich zwei weitere wichtige Bereiche fördern, damit diese Themen noch stärker bearbeitet werden können."