Glücksspielsucht gefährdet die Karriere
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung: Glücksspielsucht ist eine Krankheit

"Ein Mensch, der zu viel spielt, kann die Fähigkeit verlieren, sich zu entscheiden, ob er dem Glücksspiel nachgehen möchte oder nicht. Spielende verlieren die Kontrolle über ihr Verhalten", informiert die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung auf ihrer Webseite https://www.spielen-mit-verantwortung.de/gluecksspielsucht/

Fälle wie diese sind nicht selten: Menschen, die der Glücksspielsucht verfallen, gleiten in die Kriminalität ab. Nachdem sie ihre eigenen Ersparnisse verzockt haben, greifen sie täglich bei ihren Arbeitgebern in die Betriebskasse oder Ladenkasse. Fliegt der Schwindel auf, verlieren sie ihre Arbeitsstelle und riskieren eine Anzeige bei der Polizei.

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung warnt:

  • Lügen und Ausreden werden erfunden, um unangenehme Tatsachen zu verbergen, z.B. dass man den Monatslohn „verzockt“ hat.
  • Vertrauensvolle Beziehungen werden zerstört, weil die Spielenden sich oft gefühlsmäßig abwenden und sich ganz dem Spielen zuwenden.
  • Die existenzielle Lebensgrundlage geht verloren, z.B. weil das Geld für Lebensmittel oder die Miete fehlt.
  • Gemeinschaftliche Unternehmungen mit Freunden und Familie sind nicht möglich, weil Spielende dazu keine Zeit haben.

Die Bundeszentrale betont: "Glücksspielsucht ist eine Krankheit und bestimmt das Alltagsleben süchtig spielender Menschen. Sie nehmen fast jede Gelegenheit wahr zu spielen und vernachlässigen Familie, Berufsleben und soziale Kontakte. Normalen Alltagsproblemen und negativen Gefühlen weichen sie aus, indem sie spielen. ... Sollte jemand die Tendenz zur Spielsucht bei sich selbst erkannt haben, ist es in jedem Fall wichtig sich frühzeitig beraten zu lassen." Auf der o.g. Internetseite gibt es weitergehende Informationen, u.a. über kostenlose Telefonberatung.