Förderung herausragender junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler
Hans-Böckler-Stiftung

Die Hans-Böckler-Stiftung unterstützt mit Fördermitteln herausragende junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an Universitäten bei ihrer Hochschulkarriere. Die jetzt zum zweiten Mal verliehenen „Maria-Weber-Grants“ geben vier Hochschulbeschäftigten die Möglichkeit, sich für einige Zeit stark auf ihre Forschungsarbeit zu konzentrieren – eine wesentliche Voraussetzung, um eine feste Professur zu erhalten, teilt die Stiftung in einer Presseerklärung mit. Die Grants dienten dazu, für ein bis zwei Semester eine Teilvertretung für die Lehrverpflichtungen der Geförderten zu finanzieren. Dafür wende das Begabtenförderungswerk des Deutschen Gewerkschaftsbundes 120.000 Euro im Jahr auf. Maria-Weber-Grants würden jährlich ausgeschrieben und richteten sich an Habilitanden, Juniorprofessorinnen und –professoren aller Fachrichtungen.

Junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in der Post-Doc-Phase durchlaufen, wie die Stiftung weiter mitteilt, eine Rush-Hour des akademischen Lebens: Sie müssten forschen und viel publizieren, sie seien sehr stark in die Lehre eingebunden, übernähmen Verwaltungsarbeit, sollten sich auf Konferenzen vernetzen und müssten dabei immer den akademischen Arbeitsmarkt im Blick halten. All das unter enormem Zeitdruck: Mehr als 80 Prozent der wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seien nach einer Erhebung des Wissenschaftsrats von 2014 befristet beschäftigt.

„Wir schenken mit dem Maria-Weber-Grant Zeit, damit exzellente junge Forscherinnen und Forscher sich profilieren und damit ihre Chancen auf eine dauerhafte Karriere im Wissenschaftsbetrieb verbessern können“, sagt Michael Guggemos, Geschäftsführer der Hans-Böckler-Stiftung.

Quelle: www.boeckler.de