Hessen: Kultusstaatssekretär Lösel zeichnet Schulen für erstklassige Berufsorientierung aus
Bundesweit erhalten 2019 mehr als 30 Schulen das Berufswahl-SIEGEL

 

Die Alexander-von-Humboldt-Schule Aßlar und die Wolfhager Wilhelm-Filchner-Schule dürfen sich Botschafterinnen für Berufs- und Studienorientierung nennen. Gemeinsam mit mehr als 30 weiteren Schulen aus ganz Deutschland wurden sie am 24. September 2019 von Hessens Kultusstaatssekretär Dr. Manuel Lösel in Berlin für ihre hervorragende Berufs- und Studienorientierung ausgezeichnet. „Bei der Fülle an Möglichkeiten, die Schülern auf dem Arbeitsmarkt zur Verfügung steht, ist eine frühzeitige Berufsorientierung heute wichtiger denn je“, so Lösel.

Die am Programm „Berufswahl-SIEGEL“ teilnehmenden Schulen zeichnen sich dadurch aus, dass sie die Berufs- und Studienorientierung als wesentlichen Bestandteil im Unterricht verankert haben und über ein umfangreiches Netzwerk aus Unternehmen, Berufsberatung und Bildungsträgern verfügen, das Schüler*innen die Möglichkeit gibt, in Unterrichtsprojekten und Betriebspraktika erste berufliche Erfahrungen zu sammeln.

„Die Alexander-von-Humboldt-Schule Aßlar versteht es, Schülerinnen und Schülern den Übergang von Schule in Studium oder Beruf zu erleichtern“, erklärte Lösel. „Sei es durch Praktika in einem der 100 kooperierenden Unternehmen oder die Zusammenarbeit mit den umliegenden beruflichen Schulen im berufsbezogenen Unterricht – am Ende der Schulzeit wissen die Schülerinnen und Schüler, welcher Studiengang oder welches Berufsfeld für sie das richtige ist.“ Und über die Arbeit der Wilhelm-Filchner-Schule Wolfhagen sagte der Kultusstaatssekretär: „Die Schule unterstützt ihre Schülerinnen und Schüler seit Jahren frühzeitig und über alle Bildungsgänge hinweg beim Übergang von Schule in Studium oder Beruf. Sei es durch eine individuelle Berufsberatung, die Vermittlung von Praktikumsstellen in umliegenden Unternehmen oder durch ganz praktische Hilfestellungen wie etwa beim Verfassen von Lebensläufen und Bewerbungsschreiben – am Ende der Schulzeit haben die Schülerinnen und Schüler wichtige berufliche Kompetenzen erworben und oftmals schon ein genaues Bild, was sie später einmal machen wollen.“

1.600 weiterführende Schulen mit Zertifikat

Im Jahr 2018 verfügten bundesweit knapp 1.600 weiterführende Schulen über das Zertifikat. In Hessen ist das Berufswahl-SIEGEL unter dem Ausdruck „Gütesiegel Berufs- und Studienorientierung Hessen“ bekannt. Neben dem Kultusministerium kooperieren das Wirtschaftsministerium, die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit sowie Handwerks-, Industrie- und Handelskammern, um Schülerinnen und Schülern frühzeitig berufliche Perspektiven aufzuzeigen. „Das Berufswahl-SIEGEL macht ausgezeichnete Berufs- und Studienorientierung an Schulen sichtbar und steht für eine flächendeckend hohe Qualität der Beratung“, so Lösel weiter.

„Je besser die Berufs- und Studienorientierung als ein Teilaspekt schulischer Bildung funktioniert, desto weniger Ausbildungs- und Studienabbrüche sind später zu erwarten. Mit dem Berufswahl-SIEGEL schaffen Schule und Wirtschaft genau das. Ich gratuliere der Alexander-von-Humboldt-Schule zu dieser besonderen Auszeichnung und bin mir sicher, dass es ihr auch in Zukunft gelingen wird, Schülerinnen und Schülern eine kompetente Ratgeberin bei der Studien- und Berufswahl zu sein“, betonte der Staatssekretär und erklärte abschließend: „Die Wilhelm-Filchner-Schule leistet einen wichtigen Beitrag bei der Ausbildung der Fachkräfte von morgen. Bei dieser erstklassigen Berufsorientierung brauche ich mir um die Zukunft unseres Wirtschaftsstandorts keine Sorgen zu machen.“