„Hochschulen tragen eine besondere Verantwortung für nachhaltige Entwicklung“
Professorin Ingrid Hemmer: Studierende als zukünftige Entscheider*innen für diese Themen sensibilisieren

„Hochschulen und Universitäten tragen eine besondere Verantwortung für die Transformation der Gesellschaft in Richtung einer nachhaltigen Entwicklung. Sie können durch ihre Forschung zu einer nachhaltigen Entwicklung entscheidend beitragen. Vor allem aber bilden sie die zukünftigen Entscheidungsträgerinnen und -träger der Gesellschaft aus. Nicht zuletzt sollten sie durch ihr eigenes Tun auf dem Campus, den eigenen nachhaltigen Betrieb, ein Vorbild sein“, betonte Prof. Dr. Ingrid Hemmer, scheidende Nachhaltigkeitsbeauftragte der Katholischen Universität Eichstätt laut einer Pressemitteilung der KU. Als Professorin für Geographiedidaktik habe sie die Chance gehabt, sich auch selbst in Forschung und Lehre besonders für diese Thematik einzusetzen.

Die Corona-Pandemie habe das Thema Nachhaltigkeit etwas in den Hintergrund treten treten lassen, sagte Hemmer weiter. Nach dem Abflauen der Corona-Krise werde man aber hoffentlich wieder daran anknüpfen. Die Krise selbst biete Chancen, die Transformation zu einer nachhaltigeren Gesellschaft zu stärken.

Hemmer hat Nachhaltigkeit jedoch nicht nur bezogen auf die KU erfolgreich zum Thema gemacht, sondern auch eine Vernetzung von Hochschulen in diesem Bereich vorangetrieben. So wurde während ihrer Amtszeit sowohl die KU von der deutschen UNESCO-Kommission mehrfach in Sachen Nachhaltigkeit ausgezeichnet als auch das wesentlich von ihr mitinitiierte Netzwerk „Hochschule und Nachhaltigkeit Bayern“. Ebenso engagierte sie sich bundesweit für Fragen von Nachhaltigkeit sowie Bildung für Nachhaltige Entwicklung im Hochschulbereich. Erst im Januar dieses Jahres war die KU Gastgeberin für ein Expertentreffen rund um die Qualifizierung für Nachhaltigkeit in der Hochschullehre.

Wie sich das Verständnis von Nachhaltigkeit in den vergangenen Jahren weiterentwickelt hat, zeigt auch ein Blick in das neue Nachhaltigkeitsgesamtkonzept: Während die Fassung aus dem Jahr 2010 noch die drei Themenfelder Forschung, Lehre und Campus-Management umfasste, definiert das bis ins Jahr 2030 reichende Konzept nun zusätzlich Ziele für die Bereiche Governance, Transfer und studentisches Engagement. Das Konzept versteht sich als langfristig angelegte Strategie, um die Mitarbeitenden der KU und ihre Studierenden als zukünftige Entscheiderinnen und Entscheider für Themen der nachhaltigen Entwicklung zu sensibilisieren. Sie sollen dazu befähigt werden, nachhaltige Entwicklungsprozesse zu gestalten. „Die strukturelle Verankerung soll dabei noch weiter verstärkt sowie Forschung und Lehre für eine nachhaltige Entwicklung noch weiter unterstützt werden.