"Höhere Berufsausbildungsbeihilfe ist wichtiger Schritt auf Weg zur Gleichwertigkeit der Bildungssysteme"
Bei der Berufsausbildungsbeihilfe steigt der Höchstfördersatz auf 716 Euro, bei der Einstiegsqualifizierung auf 243 Euro monatlich.

Zum Start des Ausbildungsjahres am 1. August 2019 sind die Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) für Auszubildende und der Zuschuss zur Vergütung während einer betrieblichen Einstiegsqualifizierung (EQ) gestiegen. Dazu erklärt Holger Schwannecke, Generalsekretär des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH): "Das Handwerk begrüßt ausdrücklich die Erhöhung der Berufsausbildungsbeihilfe. Das ist eine wichtige Stufe auf dem Weg hin zu einer gleichwertigen Förderung von Bildungssystemen."

"Die Erhöhung ist ein Beitrag dazu, wirtschaftliche Härten abzumildern und vor allem durch den deutlichen Anstieg der Pauschalen für Unterkunft und Verpflegung eine Ausbildung fern des Heimatorts zu unterstützen. Das könnte für manchen Jugendlichen besonders in strukturschwachen ländlichen Räumen einen weiteren Anreiz schaffen, sich doch für eine berufliche Ausbildung zu entscheiden", sagt Schwannecke. Positiv sei zudem, dass die Antragstellung erleichtert werde, indem die Pauschalen vereinheitlicht und die Freibeträge erhöht würden. Es sei zu erwarten, dass sich durch diese Vereinfachung die Bearbeitungszeiten verkürzen und Auszubildende gerade zum Ausbildungsbeginn finanziell entlastet würden. Der ZDH-Generalsekretär betont: "Mit der Angleichung an die Leistungen des BAföG erfolgt ein weiterer wichtiger Schritt zur Gleichwertigkeit der Bildungssysteme."

Auch das Ausbildungsgeld für Azubis mit Behinderung wurde zu August erhöht. Das Ausbildungsgeld ist jetzt an die Bedarfssatzstruktur der Berufsausbildungsbeihilfe angeglichen. Das sei ein positives Signal für die in den Betrieben gelebte Inklusion.

Darüber hinaus ist der Zuschuss zur Vergütung während einer EQ von 231 auf 243 Euro gestiegen. Dies stärkt das ausgesprochen erfolgreiche Instrument zur Berufsvorbereitung. Förderbedürftigen jungen Menschen wird durch die EQ der Weg in eine geregelte Ausbildung erleichtert, indem sie im betrieblichen Umfeld ihre Potenziale aufzeigen können. Die EQ hat sich in den vergangenen Jahren insbesondere bei der Integration von geflüchteten jungen Menschen bewährt.

Bei der BAB erhöht sich der Höchstfördersatz von 622 Euro auf jetzt 716 Euro monatlich. Der Anteil an der Sozialversicherung bei der EQ steigt von 116 auf 121 Euro.