In etwas mehr als 3,5 Jahren vier Berufsabschlüsse
Stuckateurgeselle, Stuckateurmeister, Gebäudeenergieberater und Ausbaumanager / Fachverband der Stuckateure informiert

Abitur geschafft – doch was nun?

Abiturienten und Studienabbrechern mit praktischer Veranlagung und Freude an Gestaltung bietet sich beispielsweise im Stuckateurhandwerk bei Betrieben in ganz Deutschland durch das kombinierte Ausbildungsmodell Ausbau Manager ein interessantes und vielseitiges Betätigungsfeld mit sehr guten Berufsaussichten, erklärt der Fachverband der Stuckateure für Ausbau und Fassade gegenüber der Presse. Sie könnten in diesem Ausbildungsmodell in etwas mehr als 3,5 Jahren die Abschlüsse Stuckateurgeselle, Stuckateurmeister, Gebäudeenergieberater und Ausbaumanager erwerben.

Nach Angaben des Fachverbandes der Stuckateure lernen die jungen Menschen im Blockunterricht Managementthemen kennen, die sie auf Führungsaufgaben im Handwerk vorbereiten, wie etwa Strategie, Unternehmensführung, Marketing und Vertrieb. Diese Verbindung aus praktischer Ausbildung und unternehmerischem sowie betriebswirtschaftlichem Lehrprogramm für (Fach-) Abiturienten bietet jungen Nachwuchskräften eine attraktive, berufliche Perspektive im Handwerk.

Ein Fazit des Fachverbandes: „Es lohnt sich für Schulabgänger mit Hochschulreife und für Studienabbrecher also durchaus, über eine Ausbildung, etwa im Baugewerbe nachzudenken“.

Der Verband verweist auf eine Studie des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW), derzufolge von über 500.000 Studenten, die ein Studium beginnen, rund ein Drittel die Hochschule frühzeitig wieder ohne Abschluss verlasse. Beweggründe sind dabei überwiegend immer wieder der hohe Leistungsdruck, finanzielle Engpässe oder auch mangelnde Motivation und unzureichende bis mangelnde Praxisnähe.
31 Prozent der Studienabbrecher entscheiden sich für die Ausbildung

Diese Studienabbrecher stehen also wieder vor der gleichen Frage, wie nach ihrem Schulabschluss. Was tut man nun für seine berufliche Zukunft? Gemäß dem DZHW beginnen 31 Prozent der Studienaussteiger eine duale Ausbildung. Wer sich jedoch bewusst dafür entscheidet, der spart, wie der Fachverband mitteilt, sogar ein Jahr Ausbildungszeit. Bei einer Ausbildung im Handwerk beispielsweise kann man nach erfolgreichem Ausbildungsabschluss sogar noch den Meisterbrief erwerben, der sowohl nach dem deutschen als auch dem europäischen Qualifikationsrahmen dem anfangs angestrebten Bachelorstudium mit der Stufe 6 gleichgestellt ist.