Klimakrise: Lösungen entwickeln
Grüne Berufe und Studienfächer: Nachhaltigkeit hat wachsenden Stellenwert in der Bildung

 

(als/ kic) Klimaschutz und Nachhaltigkeit zählen auf der ganzen Welt zu den wichtigsten gesamtgesellschaftlichen Themen. Denn die Bewältigung der Klimakrise ist die Hauptaufgabe des 21. Jahrhunderts. Zu Zeiten der immer weiter voranschreitenden globalen Erderwärmung legt die „Fridays For Future“-Bewegung den Finger in die Wunde. Sie fordert eindringlich, jetzt zu handeln. Es gilt, Lösungen für die Umweltprobleme der Gegenwart und Zukunft zu entwickeln. Daher nimmt Nachhaltigkeit auch im Bildungskontext einen immer höheren Stellenwert ein.

Die Generation Z, welche zukünftig die Ausbildungs- und Studienplätze besetzt, hat dabei eine bedeutende Schlüsselrolle. Aber nur, wenn alle Menschen das eigene Handeln überdenken und ihren persönlichen Alltag bewusster, ressourcenschonender und nachhaltiger gestalten, lässt sich für unseren Planeten noch etwas zum Positiven verändern. Ökologie, Ökonomie, Politik und Soziales sind dabei eng miteinander verbunden. Ein ganzheitliches Zukunftsmodell ist gefragt.

Laut Lexikon der Nachhaltigkeit gilt der Freiberger Oberberghauptmann Hans Carl von Carlowitz (1645 bis 1714) als „Vater“ der Nachhaltigkeit. Er hat diesen Gedanken als Erster in die Waldwirtschaft gebracht. In einem Wald sollte nur so viel abgeholzt werden, wie der Wald in absehbarer Zeit auf natürliche Weise regenerieren kann.1 Trotz vieler guter Ansätze leben Mensch und Natur aber schon lange nicht mehr im Einklang. Einige der schwerwiegenden Folgen: Artensterben, Millionen Tote durch Umweltgifte und eine steigende Zahl an Naturkatastrophen.

Grüne Jobs, welche Themen wie Umweltschutz und Umwelttechnologien mit einbeziehen, werden für Jugendliche daher immer wichtiger und attraktiver. Egal, ob in den 14 grünen Berufen im Agrarbereich, bei dualen Ausbildungen wie etwa zum Schornsteinfeger oder in den Bereichen regenerative Energie, Recycling und Entsorgung – es werden gut ausgebildete Fachleute benötigt.

Auch an den Universitäten zeigt sich die wachsende Bedeutung des Klimaschutzes an einem stetig wachsenden Spektrum an „grünen Studiengängen“. Sie reichen zum Beispiel vom Studium „Abfallwirtschaft und Altlasten“ über „International Forest Ecosystem Management“, „Nachhaltiges Design“ oder „Ökolandbau und Vermarktung“ bis zum Masterstudiengang „Zukunftsfähige Energie- und Umweltsysteme“.

Mehr Informationen zu grünen Berufen und Studienfächern unter:

https://www.bildungsserveragrar.de/ausbildung/gruene-berufe/

https://utopia.de/ratgeber/gruenes-studium-von-a-bis-z-studiengaenge-zur-nachhaltigkeit-universitaeten-hochschulen-ausbildung-studieren/

http://www.zukunftgruen.de/

Als Vorbereitung oder Orientierung kann auch ein Freiwilliges Ökologisches Jahr oder eine Teilnahme am Ökologischen Bundesfreiwilligendienst dienen.

https://foej.de/

 

1 Quelle: https://www.nachhaltigkeit.info/